Wochennotiz Nr. 280

24.11–30.11.2015

Screenshot des OpenStreetMap Dark Theme mit Greasemonkey

Verteilung der OSM-Community über die einzelnen Kontinente, Grafik von Simon Poole, bearbeitet [1]

Wahlen zum Vorstand der OpenStreetMap Foundation

  • Bis zum 5. Dezember können OSMF-Mitglieder, die mindestens 30 Tagen vor Beginn der Wahl Mitglied waren, noch ihre Stimmen abgeben und entscheiden, mit welchen Kandidaten die vier frei werdenden Vorstandsposten besetzt werden. Es wird nach dem Single-Transferable-Vote-Verfahren gewählt. Im Wiki gibt es eine Liste der Kandidaten und jeder kann den Kandidaten Fragen stellen.
  • Paul Norman hat in seinem Benutzer-Blog für jeden Kandidaten die Fragen und Antworten zusammengestellt.
  • Nicolas Chavent, Mitgründer von HOT, warnt auf der OSMF-Talk-Liste davor, dass HOT US Inc. im OSMF-Vorstand nach der derzeit laufenden Wahl eine Mehrheit erhalten könne, was nicht gut sei. Blake Girardot (HOT-Vizepräsident) versucht dagegenzuhalten. In der weiteren Diskussion kommen immer mehr Schattenseiten von HOT ans Licht. Mails von Severin Menard (ebenfalls HOT-Vorstandsmitglied) und Nicolas lassen durchblicken, dass Hotties, die sich kritisch über HOT äußern, zurechtgewiesen werden. Gegen Nicolas sei wegen seiner Mail an die OSMF-Liste, so Severin in einer Mail, ein HOT-Verhaltensregeln-Verletzungsverfahren eingeleitet worden.
  • Blake versucht, die von Nicolas losgetretene Diskussion mit dem Argument, sie sei Off-Topic, zu beenden, Severin ist nicht dieser Meinung.
  • In der von Nicolas angestoßenen Diskussion über eine mögliche Überrepräsentanz von HOT und deren Umgang mit unliebsamen Äußerungen weist Frederik Ramm darauf hin, dass HOT letztes Jahr versucht hat, “Humanitarian OpenStreetMap Team” als Marke eintragen zu lassen, ohne die OSMF (Inhaber der Marke “OpenStreetMap”) zu fragen.
  • Christoph Hormann begründet, warum die Angehörigkeit zum OSMF-Vorstand nicht mit dem Status eines HOT Voting Member kompatibel sein könnte. (Hinweis: Drei Kandidaten sind HOT Voting Member.)
  • Gregory Marler hat anlässlich der OSMF-Wahlen 2015 eine Analyse vergangener OSMF-Wahlen veröffentlicht, die sich mit Anzahl und Art von Fragen sowie Länge der Amtszeiten beschäftigt.
  • Wie viel Mapper sollte in jedem OSMF-Vorstand stecken? Frederik Ramm startet eine kleine Diskussion.
  • Harry Wood startet auf der OSMF-Talk-Liste eine Diskussion, ob die OSMF bezahlte Arbeitskräfte einstellen solle. Simon Poole erinnert daran, dass die OSMF schon jetzt gewisse Aufgaben an bezahlte Dienstleister ausgelagert hat. Es handelt sich dabei um die Buchhaltung und Anwälte zur juristischen Konsultation.
  • Henk Hoff, der die Mitgliederdatenbank verwaltet und auf eigenen Wunsch hin nicht mehr zur Wiederwahl antritt, blickt auf seine Arbeit zurück und in die Zukunft.

In eigener Sache

  • Michael Reichert hat die Kandidaten der OSMF-Vorstandswahl, ihre Manifeste und Antworten auf die Fragen der Wähler in einem zweiteiligen Blogpost analysiert und gibt einen Wahlvorschlag.

Wochenaufgabe

  • Seit 3. Dezember läuft die Wochenaufgabe Barrierefreiheit/Rollstuhlmapping. Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die Wheelmap hat an diesem Tag mit der Kampagne MapMyDay zum Erfassen der Barrierefreiheit aufgerufen. Die Aufgabe wurde von unserem neuen Teammitglied Thorsten erstellt, der uns auch zukünftig bei der Erstellung von Wochenaufgaben unterstützen wird.

Mapping

  • Ein Grund mehr, nicht einfach von den Websites der Ladenketten abzuschreiben.
  • Clifford Snow erkundigt sich nach der besten und einfachsten Möglichkeit Gehsteige zu taggen, um damit Rollstuhlrouting zu ermöglichen und löst damit eine längere Diskussion aus.
  • Die “Agentschap voor Geografische Informatie Vlaanderen” (Flämische Vermessungsverwaltung) hat ihre Luftbild-Angebote überarbeitet (Niederländisch) (Google Translate). Die Dienste sind unter ihrem Kürzel AGIV in Flandern bekannt. Nur die Orthofotos und einige Teile der historischen Kartensammlung dürfen als Datenquelle zum Mappen genutzt werden.
  • Die übernommenen Code-Änderungen von Bryan Housel erlauben es zukünftig, in iD beim Editieren automatisch die als “am besten” gekennzeichneten Luftbilder zu verwenden. Bisher wurde Bing gewählt und man musste manuell wechseln. Ein Beispiel solcher Unterschiede sieht man in diesem Kommentar. Die Änderung wird vermutlich mit dem nächsten Release auf der Hauptseite aktiv werden.
  • Da man im Gegensatz zu Luftbildern mit Hilfe von Mapillary auch sehr gut Abbiegebeschränkungen mappen kann, hat jinalfoflia eine Anleitung dazu veröffentlicht, die ihre Vorgehensweise näher beschreibt.
  • Tom Pfeifer plant einen mechanischen Edit im Elbsandsteingebirge. Er möchte das undokumentierte difficulty=* manuell auf das dokumentierte climbing:grade:saxon:min=* umtaggen.
  • In Düsseldorf machen sich die Mapper darüber Gedanken, wie sie die Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie (ein Straßenbahntunnel) und die damit verbundenen umfangreichen Änderungen im Liniennetz in OSM zeitnah abbilden.
  • Porjo erinnert daran, dass vor 5 Jahren die Entscheidung gefällt wurde, dass Bing Luftbilder für OpenStreetMap verwendet werden dürfen und dankt dafür Microsoft.
  • OpenStreetMap Irland gratuliert Stephen, der mehr als 10.000 “Townlands” gemappt hat. Irische Townlands entsprechend in etwa den deutschen Gemeinden.
  • Martin Koppenhoefer fragt auf der Tagging-Mailingliste, was der Zweck von Mitgliedern mit der Rolle subarea in Grenz-Relationen sei. Die Eintragung dieser Rolle auf der Wiki-Seite sei nicht diskutiert worden. In Deutschland wurden diese Mitglieder Anfang 2014 von Benutzer wambacher nach vorheriger Diskussion (Forum, Talk-de) entfernt, weil sie unnötig sind (dafür gibt es Software wie PostGIS).
  • Dominic Coletti von 3Dreams Design bittet auf der Tagging-Mailingliste um Kommentare zum Proposal office=adoption_agency (Adoptionsagentur).
  • Clemens Schüller fragt auf Talk-at, wie man Küchenzeiten taggt.
  • OSM in Bremen veröffentlicht eine Anleitung, wie man mit Hilfe von JOSM und dessen Overpass-Download-Feature gezielt Daten vervollständigen kann.

Community

  • [1] Simon Poole analysiert in seinem Benutzer-Blog, wie groß die einzelnen Gemeinschaften sind. In absoluten Zahlen sind die Deutschen die größte Gemeinschaft (103.673 Mapper), gefolgt von den Amerikanern (55.919), Franzosen (33.528), Russen (32.422) und Briten (27.750). Aussagekräftiger ist die auf Einwohner normierte Größe der Community. Es führt Österreich mit 1,307 Mappern pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Deutschland (1,278), Luxemburg (1,045) und der Schweiz (0,920).
  • Jothirnadh von Mapbox beschreibt, wie er fehlende Städte in Indien mit Hilfe der öffentlichen, freien Datenbank des Landes ergänzt. In den Kommentaren wird gefragt, wie er die fehlende Information erkennt, ob es sich um eine Stadt oder ein Dorf handelt.
  • Habt ihr schon eure Weihnachtseinkäufe erledigt? Nein? Dann lest Malenkis Zusammenfassung und bestellt eure Geschenke auf Amazon unter Verwendung des Affiliate-Links! Dadurch erhält OSM ohne Mehraufwand Geld.
  • Benutzer Nighto erklärt in seinem Benutzerblog, wie er (freie) Videos mit Hilfe von OpenStreetMap in Mapillary überträgt. Vorsicht: Dies könnte einen Lizenzverstoß der ODbL darstellen und sollte nicht nachgeahmt werden, solange das nicht mit der License Working Group der OpenStreetMap Foundation geklärt wurde!
  • Malenki freut sich über die Kostenerstattung durch den FOSSGIS e.V. für zwei Übernachtungen, die er Dank seines Engagements bei der Betreuung des OSM-Stands auf den Abenteuertagen erhalten hatte. Vielleicht meldet ja auch ihr euch, wenn das nächste mal ein Freiwilliger gesucht wird!
  • Im OpenCageData-Blog wird Matthias aka !i! interviewt.

Importe

  • Benutzer bdiscoe berichtet über seine Aufräumarbeiten des NHD-Imports in North Carolina. Der Import von 2009 wurde äußerst schlecht ausgeführt und hatte enorme Datenredundanzen (der Grund, warum er den Import entdeckt hatte) und die Genauigkeit der Daten ließ auch zu wünschen übrig.
  • Das Mapbox-Datenteam hat einen ausführlichen Bericht über ihre Aufräumarbeiten in Japan veröffentlicht. Obwohl Japan recht gut gemappt wirkt, sind die Daten, die aus dem schlecht dokumentierten Yahoo-Import aus dem Jahr 2011 stammen, sehr schlecht. (Wir berichteten).
  • Der POIChecker der Wheelmap ist im Forum durch Mappingfehler und undiskutierte Importe unangenehm aufgefallen.

OpenStreetMap Foundation

  • Dmitry Kiselev schreibt auf der OSMF-Talk-Liste, dass er sich für die Domains osm.map und openstreet.map beworben habe. Damit startet er eine Diskussion, ob sich die OSMF für die Registrierung von OSM-artigen Domains für generische Top-Level-Domains (z.B. .map, .cycle, …) bewerben solle oder nicht.

Veranstaltungen

  • Am 3. Dezember, dem internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, findet das weltweite Mapping-Event MapMyDay für mehr Barrierefreiheit statt. Zusammen mit der World Health Organisation ruft die Wheelmap dazu auf, barrierefreie Orte mit der Wheelmap-App zu mappen. Im Rahmen eines Seminars zu VGI führt Prof. Zipf eine eigene Veranstaltung anlässlich von MapMyDay durch. (Siehe dazu auch unsere Wochenaufgabe)
  • Die State of the Map 2016 in Brüssel wird vom 23. bis 25. September 2016 stattfinden.

Humanitarian OSM

  • Auf der Suche nach neuen Spendern veranstalten Studenten der Portmarnock Community School einen 24-Stunden Mappingevent im Rahmen der #MapLesotho-Initiative.

Karten

  • Die Entwickler der OpenRailwayMap denken darüber nach, abgebaute und überbaute Bahnstrecken künftig nicht mehr aus OpenStreetMap zu beziehen, sondern dafür die OpenHistoricalMap als Datenquelle zu verwenden. Michael fragt deshalb auf der Historic-Mailingliste, was bei einem Kopieren der Daten in die OHM zu beachten sei.

Open-Data

  • Der niederländische König Willem-Alexander hat der Community der Wikipedia den Erasmuspreis 2015 verliehen. Mit diesem Preis werden Personen oder Institutionen gewürdigt, die besondere Leistungen auf kulturellem, sozialem oder sozialwissenschaftlichem Gebiet geleistet haben.
  • Die Vermessungsverwaltungen von Irland und Nordirland haben Datensätze als Open-Data unter der CC-BY 4.0 freigegeben. Die Daten sind dennoch noch nicht für OSM nutzbar.

Programme

  • OSMBuildings enthält eine neue Option, um eine Region der Karte über 3YOURMIND direkt in 3D drucken zu lassen. Das fertige Modell wird entsprechend an einen Dienstleister weitergeschickt. (via @OSMBuildings)
  • Am 24.11.2015 wurde die Version 7.0.15.48 von Magic Earth freigegeben.
  • Die OSM-basierte Offline-App maps.me bietet nun gesprochene Routing-Anweisungen. Außerdem sind nun Start und Ziel auf der Karte frei wählbar, um eine Route berechnen zu lassen.
  • OsmAnd ist am 25.11. 2015 in der Version 2.2 erschienen. Die Änderungen betreffen hauptsächlich die Oberfläche sowie die POI-Suche und die Offline-Daten.
  • Am 27.11.2015 wurde die Version 2.12.1 von QGIS freigegeben.

Programmierung

  • Am 30.11.2015 wurde die Version 2.37.0 von OpenStreetMap Carto Style freigegeben.
  • Hypercubeplatforms veröffentlicht mit FIND (the Framework for Internal Navigation and Discovery) eine Möglichkeit, sich mit dem Smartphone oder einem Laptop mit Hilfe von WLan-Signalen in Gebäuden zu positionieren.
  • Mit dem Plugin Leaflet.Icon.Glyph können Symbole aus Fonts in Markern dargestellt werden, die dann auf einer Leaflet-Karte erscheinen.
  • Am 26.11.2015 wurde die Version 3.0.9 von Mapnik freigegeben.
  • Version 0.6.0 des Java-Frameworks Mapsforge (Offline-Kartendarstellung) wurde veröffentlicht. Hervorzuheben ist u.a. die Darstellung von Namen in mehreren Sprachen. Daneben haben die Entwickler mit Arbeiten für Reverse-Geocoding und eine POI-Suche begonnen.
  • Julien Fastré erkundigt sich auf der Overpass-Mailingliste, wie viel Festplattenplatz eine Instanz der Overpass-API brauche, die Europa abdeckt.
  • Am 22.11.2015 erschien die Version 1.5.1 von QMapShack für Linux und MacOS.
  • Vladimir Agafonkin (Mapbox) berichtet über Neuerungen bei dem Werkzeug “TileReduce“.

Kennst Du schon …

  • … die Karte mit allen Ländern im Überblick, in denen Edward Snowden Asyl beantragt hat, mit ihrem jeweiligen Status?
  • … die Smart Navi Watch zur Fußgängernavigation mit Smartwatch, die im Rahmen einer Studenten-Arbeit von Konstantin Kayed und Mirco Strössle an der Hochschule Rapperswil bei Stefan Keller entwickelt wurde?

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Mapillary will mit Hilfe von nutzergenerierten Fotos möglichst große Teile der Erde dreidimensional abbilden.
  • OSMBuildings fragt auf Twitter, wieviel Arbeitsstunden in den (kommerziellen) ArcGIS City Viewer investiert wurden, den er  recht lahm findet.
  • In Kooperation mit der Ruhr Tourismus GmbH wurde eine Weihnachtskarte für die Ruhrregion veröffentlicht. Wir empfehlen für’s nächste Jahr eine Kooperation mit OpenStreetMap!

Wochenaufgabe Barrierefreiheit – Rollstuhlmapping

walker-mapping

Großmutter (82) beim Rollator-Mapping für Mapillary, CC-0

Barrierefreiheit bezeichnet die Zugänglichkeit zu Bauwerken und Informationen aller Art. Häufig wird diese fälschlicherweise nur als Rollstuhlzugänglichkeit verstanden, obwohl sie viel mehr umfasst. Diese Wochenaufgabe wird sich anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung aber auf das Wheelmap-Schema beschränken, um die Kampagne MapMyDay der Wheelmap und der WHO zu unterstützen.

Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen – Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder ältere und kranke Menschen, Rollstuhlfahrende – sind bauliche Hindernisse wie Treppen, Türen mit hohen Stufen oder unebene und steile Wege ein Problem. Hier kann die OpenStreetMap einen Mehrwert bieten, um diesen Gruppen die gesellschaftliche Teilhabe besser zu ermöglichen. Ein paar Beispiele für Projekte, die diese Tags auswerten:

Allgemeines Tagging

In der OpenStreetMap werden eine Reihe von Tags für die Beschreibung der Rollstuhlzugänglichkeit genutzt. Die allgemeine Zugänglichkeit wird mit dem Key wheelchair=[yes|limited|no|designated] beschrieben.

wheelchair=yes

Der Eingang, alle Räume und die Toiletten sind stufenlos erreichbar. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden und die Türen breit genug (90 cm nach DIN 18040) für einen Rollstuhl.

wheelchair=limited

Der Eingang darf eine Stufe von max. 7 cm haben. Die Toilette ist – wenn vorhanden – nicht rollstuhlgerecht. Alle wichtigen Räume sind stufenlos erreichbar. Bei einer höheren Stufen muss eine mobile Rampe vorhanden sein (z.B. im ÖPNV).

wheelchair=designated

Für Bereiche, Zugänge oder Fahrstühle, die für  Rollstühle vorgesehen sind.

wheelchair=no

Eingang mit einer Stufe von mehr als 7 cm ohne eine mobile Rampe oder wichtige Räume sind nicht zugänglich.

Erweitertes Tagging

wheelchair:description:[de|en|…]=*

Beschreibung örtlicher Besonderheiten. Mit diesem Tag kann z.B. angegeben werden, ob eine mobile Rampe verfügbar ist und wie man diese erreicht, ob und wo ein gesonderter Zugang vorhanden ist oder ob man für den Zugang nach einem Schlüssel fragen muss (z.B. bei Toiletten).

wheelchair:entrance_width=*

Die Breite des Eingangs in cm.

wheelchair:step_height=*

Die Höhe der Stufe am Eingang in cm.

wheelchair:rooms=n

Anzahl rollstuhlgerechter Räume (z.B. in Hotels).

wheelchair:places=n

Anzahl der Rollstuhlplätze in Kinos oder Aufführungsräumen.

centralkey=[eurokey|mlak|nks|…]

Für viele Toiletten gibt es Zentralschlüssel verschiedener Systeme. In Europa ist der Eurokey verbreitet.

Fragen und Probleme

Für das leichte und bequeme Mappen gibt es die Wheelmap-App für die verschiedenen mobilen Betriebssysteme. Bei Fragen oder Problemen gibt es einen Thread im Forum. Wer über den Fortschritt twittern möchte, kann die Hashtags #osmwa1549 und #MapMyDay verwenden.

Die Wochenaufgabe läuft vom 3. bis 9. Dezember, die Entwicklung wird regelmäßig einmal am Tag im Abschnitt „Auswertung“ eingetragen. Viel Spaß dabei und „Merry Mapping“!

Weiterführendes

Auswertung

2015-12-03
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 237441 99844 101 113013 24713 0 10 5 30 236
AT 15678 4089 297 7787 878 0 0 13 0 19
CH 8964 2055 1 3337 338 0 0 4 9 72
2015-12-04
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 239387 100394 101 113702 24887 0 10 5 30 236
AT 15786 4117 297 7826 881 0 0 13 0 19
CH 9005 2094 1 3334 353 0 0 4 9 72
2015-12-05
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 240225 100616 101 113987 24957 0 10 5 30 236
AT 15828 4121 297 7829 882 0 0 13 0 19
CH 9118 2129 1 3421 355 0 0 4 9 72
2015-12-06
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 240462 100680 103 114071 24989 0 10 5 30 236
AT 15830 4122 297 7832 882 0 0 13 0 19
CH 9132 3131 1 3422 355 0 0 4 9 72
2015-12-07
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 240777 100805 103 114181 25003 0 10 5 30 236
AT 15837 4122 297 7817 883 0 0 13 0 19
CH 9135 2132 1 3421 355 0 0 4 9 72
2015-12-08
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 241047 100501 103 114253 25030 0 10 5 30 236
AT 15840 4122 297 7819 881 0 0 13 0 19
CH 9135 2134 1 3424 355 0 0 4 9 72
2015-12-09
Land yes limited designated no description entrance_width step_height rooms places centralkey
DE 241271 100863 103 114329 25082 0 10 5 30 236
AT 15844 4123 297 7821 883 0 0 13 0 19
CH 9140 2135 1 3424 355 0 0 4 9 72

Update, 2015-12-03: In der Auswertung hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, die Zahlen sind nun korrigiert. Link auf Barrierefreies Routing aktualisiert.

Update, 2015-12-05: Beschreibung für wheelchair=limited konkretisiert.

Die Kandidaten der OSMF-Vorstandswahl 2015, Teil 2

Nachtrag zu Teil 1

In Teil 1 haben sich einige Fehler eingeschlichen, die zwischenzeitlich dort korrigiert wurden. Der Fairness halber erwähne ich sie hier. Außerdem habe ich zwischenzeitlich noch relevante Informationen über Mikel erhalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Mikel Maron

Mikel war Gründungsmitglied der Data Working Group, gehört ihr aber nicht mehr an.

In Teil 1 schrieb ich über ihn: “Wer HOT nicht mag, möge bedenken, dass er bei OSM dabei war, als die Welt noch weiß war.” Dazu ist zu ergänzen, dass er schon 2005 über eine Nutzung von OSM für humanitäre Zwecke nachgedacht hat.

Seine Meinung zur Transparenz der Vorstandsarbeit und einer namentlichen Stimmabgabe habe ich falsch wiedergegeben. Er hat sich darüber noch keine abschließende Meinung gebildet. Man möge bedenken, dass die anderen Kandidaten alle eine transparente Vorstandsarbeit befürworten.

HOT hat letztes Jahr versucht hat, das Warenzeichen “Humanitarian OpenStreetMap Team” zu registrieren, ohne die OSMF vorher zu informieren. Die OSMF ist Rechteinhaber der Wortmarke “OpenStreetMap” in vielen Ländern. Siehe dazu auch Frederiks Posting auf der OSMF-Talk-Mailingliste. Da Mikel damals Mitglied im HOT-Vorstand war, wirft in meinen Augen ein schlechtes Licht auf ihn und wie er mit den Interessen von OSM und der OSMF umgeht.

Ilya Zverv

Auch bei Ilya haben sich Fehler in Teil 1 eingeschlichen. Er hat nicht die Verzehnfachung des Mitgliedsbeitrags für “Corporate Members” gefordert. Stattdessen hat er gefordert, man solle die Anzahl der normalen Mitglieder um den Faktor 10 erhöhen und die Mitgliedschaft besser bewerben.

Ilya sähe Mikel im Vorstand, weil dieser schon Erfahrung als Vorstand habe.

Gonzalo Perez

Gonzalo (aka Zalitoar, Wiki) ist ein Heavy Mapper 2.0 aus Buenos Aires (Argentinien). Er begann 2008 mit Mappen, seine Hauptaktivität begann im Jahr 2012. Er war der Hauptorganisator der State of the Map 2014.

Sein Manifest ist lediglich zwei Sätze lang, weshalb ich es einfach in voller Länge zitiere:

Ich möchte gern in größerem Umfang zu dem Projekt beitragen. Die Projekte und Aktivitäten, die wir letztes Jahr in Südamerika unternahmen, haben das Wachstum der Gemeinschaften in diesem Teil der Welt verstärkt, eine Strategie, die ich auch in anderen Regionen für nötig und möglich erachte.

Englisches Original: I wish to serve in a broader sense to the project. The projects and activities that we have done in South America in the last year boosted the growth of the communities in this part of the world, a strategy which I consider necessary and possible in other regions.

Er hat bislang keine der Fragen auf der Frage- und Antwort-Seite im Wiki beantwortet, obwohl die Wahl mittlerweile begonnen hat. Deshalb kann ich gar nichts über ihn schreiben und auch nicht empfehlen, ihm eure Stimmen zu geben.

Martijn van Exel

Martijn (aka mvexel, wiki) ist ein Addicted Mapper aus den Niederlanden, der in Salt Lake City (Utah, USA) lebt. Er trägt seit 2008 als Mapper zu OSM bei.

Er war von 2012 bis 2013 Präsident von OSM US, einer Regionalvertretung, die wie auch der FOSSGIS e.V. kein offizielles “Local Chapter” ist. Bei den Wahlen zum OSM-US-Vorstand vor einigen Wochen legte er in seinem Manifest schonungslos die Schwächen und Probleme der US-amerikanischen Community dar und erregte damit Aufsehen.

Sein Manifest ist kurz, daher ein Vollzitat:

Ich bringe fast ein Jahrzehnt Erfahrung an der Basis von OSM und vier Jahre Erfahrung als Vorstandsmitglied bei OSM US mit an den Tisch. Lest mein Benutzer-Blog, um mehr über mich zu erfahren. Stellt mir Fragen oder lasst mich einfach wissen, was ihr vom OSMF-Vorstand erwartet. Ich arbeitet bei Telenav an OSM-Projekten. Fragt mich was ihr wollt.

Englisches Original: Bringing almost a decade of grassroots OSM experience and 4 years of US Chapter board experience to the table. Read my OSM diary to learn more about me. Please get in touch with me if you have questions, or to let me know what you want from the OSMF board. I work for Telenav on OSM. Ask me anything!

Martijn ist Mitglied der License Working Group und der Communication Working Group, aber nicht mehr richtig aktiv. Er ist bei Telenav (der Firma die Scout entwickelt) angestellt und seine Aktivitäten als Entwickler drehen sich um Tools zur Qualitätssicherung (MapRoulette, JOSM-Plugins Missing Roads, Traffic Flow) und Software zur Erfassung von OSM-Daten.

Seiner Meinung nach sollten die Protokolle der Vorstandssitzungen offen sein. Die Frage, ob die Abstimmungen auf Vorstandssitzungen öffentlich und namentlich sein sollen, beantwortet er nicht. Auch zu Amtszeitbeschränkungen für Vorstandsmitglieder äußert er sich nicht.

Er schlägt vor, dass jeder, der Mitglied einer OSM-Regionalvertretung wird, auch automatisch Mitglied der OSMF wird. Aus seiner Erfahrung als OSM-US-Vorstand weiß er, dass viele Leute oft nicht wissen, dass OSM US und OSMF zwei unterschiedliche Organisationen sind. (Ich denke, dass OSM US daran nicht ganz unschuldig ist, weil sie Konferenzen organisieren, die größer als die SotM sind).

Die OSMF sollte seiner Meinung nach den Mitgliedern dienen. Falls die Mapper unter den Mitgliedern nicht ausreichend vertreten sind, sollte die OSMF sich darum bemühen, die Zahl der Mapper unter den Mitgliedern zu erhöhen.

Die OSMF sollte ihre Arbeit an den “Community Guidelines”, in denen die OSMF ihre Interpretation der ODbL dokumentiert, fortsetzen und rechtliche Fragen nicht Leute überlassen, die nur “Ich bin kein Anwalt” sagen.

Er ist voll und ganz für die Bezahlung von Arbeitskräften durch die OSMF.

Douglas Ssebaggala

Douglas (aka Douglo auf  osm.org/Douglaseru im Wiki) ist ein Casual Mapper aus Uganda. Seine Benutzerseite im OSM-Wiki verlinkt auf seine Benutzerseite in der englischen Wikipedia, in der er außerhalb seiner Benutzerseite und der Seite einer regionalen Benutzergruppe keine weiteren Bearbeitungen vorgenommen hat.

Er ist Mitglied der Local Chapters Working Group.

Sein Manifest ist sehr kurz und er hat nur wenige Fragen beantwortet.

Ich habe nicht genügend Informationen über Douglas und kann mir daher keine Meinung über ihn bilden und ihn auch nicht empfehlen.

Yantisa Akhadi

Yantisa (aka Iyan auf osm.org, Yantisa im Wiki) ist ein Casual Mapper aus Jakarta, Indonesien. Er trägt seit 2013 zu OSM bei. Er hält Vorträge über OSM und hat ein paar Postings im indonesischen OSM-Blog geschrieben).

Sein Manifest besteht überwiegend aus seiner persönlichen Geschichte. Seine Meinung über OSM kann man daraus kaum herauslesen. Er schreibt dort nicht, was er als Vorstandsmitglied tun möchte.

Er ist bei HOT als Projektmanager in Indonesien angestellt. Er “unterstützt Transparenz in der Arbeit des OSMF-Vorstands”, äußert sich aber nicht dazu, ob Abstimmungen namentlich im Protokoll dokumentiert werden sollten.

Er hat nicht alle Fragen beantwortet und ich habe nicht in Erfahrung bringen können, wie er zur Einstellung von bezahlten Arbeitskräften durch die OSMF steht.

Ryan Peterson

Ryan (aka SP!KE) ist ein Heavy Mapper 2.0 und trägt seit 2011 zu OSM bei. Ryan war “General Manager of Navigation and OSM” bei Telenav und arbietet mittlerweile bei Apple. In der kommerziellen Geodatenbranche hat er die letzten 16 Jahre gearbeitet.

Sein Manifest ist auf seiner Wiki-Benutzerseite zu finden. Die erste Hälfte des Manifests besteht aus einer persönlichen Geschichte und Biografie. Er möchte OSM-Daten mehr in Unternehmen und NGOs hineintragen und möchte diese zur Mitarbeit (Mappen) bei OSM bewegen.

Neben dem Mappen in seiner Nachbarschaft mappt er auch für humanitäre Zwecke, hält Vorträge über OSM und macht Werbung. Er trägt nicht als Entwickler zu OSM bei.

Er ist nicht Mitglied in einer Working Group und schreibt, er wolle helfen, qualifizierte Freiwillige zu finden. Warum ist er dann nicht selbst in einer Working Group aktiv?

Seine Antworten auf die meisten Fragen sind sehr kurz. Er schreibt, dass die Arbeit des Vorstands so offen wie möglich sein solle, aber vertraulich sein sollte, wenn es erforderlich sei. Die anderen Kandidaten haben sich meist ähnlich geäußert.

Er schlägt vor, dass man mit einem Stern die Benutzerseiten von OSMF-Mitgliedern auf osm.org kennzeichnen solle (Hinweis: DWG-Mitglieder haben derzeit einen blauen Stern). Ein Banner auf osm.org könne ebenso zur Erhöhung der Anzahl der OSMF-Mitglieder unter den Mappern beitragen.

Die OSMF solle erstens den Wählern/den OSMF-Mitgliedern und zweitens, aber das sei sehr wichtig, allen Mappern dienen, unabhängig von der Art ihrer Beiträge. Er unterstützt Amtszeitbeschränkungen, weil es sehr sinnvoll sei, auch neue Ansichten im Vorstand zu haben. Er befürwortet, dass die OSMF Leute einstellt, falls sich keine Freiwilligen für die Aufgabe finden. Falls man keine Freiwilligen finde, solle man Dienstleister bezahlen und nicht Vollzeitkräfte einstellen.

Wie schon oben geschrieben und in seinem Manifest am Rande erwähnt, arbeitet er bei Apple. Gerüchten zufolge ist er in der Geodaten-Abteilung beschäftigt. Auf seiner Wiki-Seite schreibt er nur von Apple ohne Angabe einer Abteilung. Bei der Frage nach möglichen Interessenskonflikten auf der Frage- und Antwort-Seite im Wiki beschreibt er Interessenskonflikte als “unwahrscheinlich”.

Übersicht

Änderungssätze Diese Zeile gibt schlicht und einfach die Zahl der Änderungssätze an. Beachtet bitte, dass iD-Nutzer meist kleine bis winzige Änderungssätze hochladen.

Beiträge als Entwickler Hier zählen die Beiträge als Software-Entwickler im OSM-Umfeld. Nur freie Software wird gezählt. Mehr ist besser.

Weitere Beiträge (Anleitungen, Vorträge, …) Diese Zeile zählt Beiträge, die nicht in die anderen beiden Kategorien passen. Mehr ist besser.

Gemeinschaftsfaktor (AGs, PR, …) Wie stark wirkt der Kandidat in Arbeitsgruppen und Regionalvertretungen mit? Mehr ist besser.

Kommunikationskanäle Wie viele Kommunikationskanäle liest der Kandidat mit? Postet er dort auch? Ich zähle nur offene Kommunikationsplattformen, also kein Twitter und Facebook.

Vielfalt Kandidaten bekommen bessere Noten, wenn sie eine Minderheit vertreten oder dafür sorgen, dass die Mehrheitsverhältnisse im Vorstand die Mappergemeinschaft besser wiederspiegeln (das heißt, dass ausreichend viele Europäer im Vorstand sind). Überrepräsentanz (zu viele HOT-Aktive) gibt Abzug.

Interessenskonflikte Kandidaten mit kommerziellem Hintergrund (d.h. bei Firmen mit OSM-Bezug angestellt) bekommen hier schlechtere Noten. Wenn der Arbeitgeber eines Kandidaten zwar OSM einsetzt, es aber nicht die große Rolle spielt (z.B. nur als Hintergrundkarte), bekommt er neutrale bis gute Noten.

Transparenz Kandidaten, die sich für eine transparente Vorstandsarbeit einsetzen, bekommen neutrale Noten. Gute Noten gibt es nur, wenn die Kandidaten auch die offene, namentliche Dokumentation der Stimmabgabe im Protokoll befürworten.

Ideen für die Einbindung der Gemeinschaft Kandidaten ohne Ideen bekommen schlechte Noten. Kandidaten mit neuen, einfallsreichen Ideen bekommen gute Noten.

Wem dienen? Kandidaten, die sagen, die OSMF solle dem Projekt und der Gemeinschaft dienen, bekommen gute Noten. Ich mag keine Kandidaten, die meinen die OSMF solle den Mitgliedern dienen, da ein Unternehmen recht einfach seine Angestellten zu Mitgliedern machen kann. Aus dieser Anfrage eines Angestellten einer Firma mit OSM-Bezug wird deutlich, dass er nicht aus eigenen, alleinigem Antrieb OSMF-Mitglied geworden ist.

Lizenzverletzungen Kandidaten, die den derzeitigen Ablauf unterstützen, bekommen gute Noten. Derzeit werden Lizenzverletzungen erst auf lokaler Ebene bearbeitet, bevor sich die License Working Group darum kümmert.

Importe/Sesselmapping Kandidaten, die Importen und intensivem Sesselmapping aus der Ferne gegenüber kritisch eingestellt sind, bekommen bessere Noten. (Ich bin ein Deutscher, dem On-the-Ground-Mapping wichtig ist 😉 )

Amtszeitbeschränkungen Diese Frage bewerte ich nicht und gebe nur die Kurzfassung der Antworten wieder.

Vorstandsaufgaben Kandidaten bekommen gute Noten, wenn sie nicht schreiben, dass der Vorstand das OSM-Projekt kontrollieren/leiten sollte.

Paid Mapping Policy? Nur diejenigen Kandidaten, die die Gefahr von bezahltem und organisiertem Mapping erkennen, bekommen eine gute Note. Bedenkt bitte, dass solch eine Richtlinie liberal sein kann.

Angestellte Wer sich für das Einstellen von bezahlten Arbeitskräften durch die OSMF ausspricht, bekommt eine schlechte Note.

Die Einträge in der Tabelle basieren auf der letzten Version der Frage- und Antwort-Seite im Wiki vor Beginn der Wahlen (Sonntag). Alle Antworten, die erst am Sonntag oder später eingetragen wurden, wurden ignoriert. (NA = Frage nicht beantwortet)

Frage Ilya Zverev Peter Barth Guido Stein Mikel Maron Joseph Reeves Ryan Peterson Wille Marcel Gonzalo Perez Martijn van Exel Douglas Ssebaggala Yantisa Akhadi
Änderungssätze 1990 2361 29 813 9079 1338 2426 1422 4221 383 339
Beiträge als Entwickler ++ o + + ? ++
andere Beiträge (Anleitungen, Vorträge, …) o + o + + o NA + ? + + ? o
Gemeinschaftsfaktor + + + + + NA + + + + NA o
Kommunikationskanäle + + + + NA + + + + NA + + NA + + NA o
Vielfalt + + + – – o – – + + ? + +
Interessenskonflikte ++ + – – – – – – + NA – – – – – –
Transparenz ++ ++ ++ no decision ++ NA ++ NA ++ NA o
Ideen + + + NA o NA + NA o NA o
Wem dienen? + + + + NA o + NA + + NA NA
Lizenzverletzungen + + + + NA + + NA + + NA o NA o
Importe/Sesselmapping + ++ NA o NA ++ NA o NA ++
Amtszeitbeschränkungen Yes Neutral NA Neutral Neutral NA No NA NA NA No
Aufgaben des Vorstands + + + + NA NA ++ NA NA NA NA NA NA
Paid Mapping Policy? + + NA NA o NA NA NA – – NA NA
Angestellte + + NA o + NA NA – – NA NA

Wahlvorschlag

Jeder Wähler vergibt für jeden Kandidat eine Präferenz, d.h. er gibt eine Rangfolge von 1 bis 11 (11 Kandidaten) an. Man kann auch für weniger Kandidaten einen Rang angeben (z.B. nur die Plätze 1 bis 6 vergeben und die restlichen Kästchen leer lassen). Dann überlässt man seine restliche Stimmkraft den anderen Wählern, welche vermutlich andere Präferenzen haben. Wenn man also möchte, dass bestimmte Personen nicht gewählt werden, sollte man alle Ränge vergeben und dem “Hass”-Kandidaten den letzten Rang vergeben.

Ich werde bei meiner Wahl die folgenden Kandidaten auf den ersten vier Plätzen platzieren, wobei ich mir über die genaue Reihenfolge selbst noch nicht im Klaren bin. Daher habe ich in der folgenden Liste eine Sortierung nach Bewerbungseingang vorgenommen:

  • Ilya Zverv
  • Peter Barth
  • Wille Marcel
  • Martijn van Exel

Die Kandidaten der OSMF-Vorstandswahl 2015, Teil 1

Einige Hinweise vorab

Dieser Beitrag enthält die persönliche Meinung von Michael Reichert und ist daher nicht neutral und wird nicht von der gesamten Redaktion vertreten. Bitte lest selber die Manifeste (deutsch: Wahlprogramme) und die Frage- und Antwort-Seite im Wiki, um euch eine eigene Meinung zu bilden.

Ich bin ein klassischer deutscher Mapper, der rausgeht und vor Ort Daten erfasst, und sehe die HOT-Aktivitäten kritisch. Das merkt man auch an meiner Beurteilung der Kandidaten, die zur größten Couchmapping-Subcommuntiy in der OSM-Community gehören. Außerdem bin ich sehr kritisch gegenüber Unternehmen, die versuchen ihre Mitarbeiter im OSMF-Vorstand zu platzieren.

Wahlberechtigt sind bei dieser Wahl alle, die mindestens 30 Tage vor der Mitgliederversammlung (5. Dezember 2015) OSMF-Mitglied waren. Für das aktive Wahlrecht spielt es keine Rolle, ob man Full Member oder Associated Member ist. Letztere sind die Mitglieder, die nicht mit ihrem Klarnamen in der Mitgliederliste stehen wollen (welche laut britischer Gesetzgebung auf Anfrage herauszugeben ist); diese dürfen dann aber auch nicht über Satzungsänderungen abstimmen.

Abgestimmt werden kann vom 28. November bis 5. Dezember 2015. Ab 16 Uhr UTC findet am 5. Dezember die OSMF-Mitgliederversammlung im IRC statt.

Die Kriterien meiner Bewertung

Ich verwende folgende Kriterien zur Bewertung der Kandidaten:

Ist der Kandidat Teil der OSM-Community? Ich denke, dass jeder Kandidat Teil der OSM-Community sein sollte, denn der OSMF-Vorstand repräsentiert die Community und sollte sich daher aus deren Mitgliedern zusammensetzen.

Wie lange ist der Kandidat schon bei OSM? Leute, die schon lange bei OSM dabei sind, sind oft die besseren Kandidaten, aber nicht immer. Leute, die erst seit etwa einem Jahr dabei sind, können aber auch gute Kandidaten sein. Ich bezweifle jedoch, dass jemand, der erst seit ein paar Monaten dabei ist, ein gutes Vorstandsmitglied sein kann. Dieses Kriterium ist eng verwandt mit der Frage, ob der Kandidat zu OSM beigetragen hat (als Entwickler oder als Mapper) und, falls ja, wie viel.

Ist der Kandidat schon in einer Working Group (Arbeitsgruppe) der OSMF oder in einem Local Chapter (inkl. de-facto Local Chapters wie der FOSSGIS e.V.) aktiv? Ich denke, dass jeder Kandidat in einer Arbeitsgruppe aktiv sein sollte, damit er weiß, was in der OSMF eigentlich passiert. Wir sollten niemanden zum Vorstandsmitglied wählen, dem man erst noch erklären muss, wie die OSMF funktioniert.

Wie haben die Kandidaten die Fragen auf Talk:Foundation/AGM15/Election_to_Board beantwortet? Man wählt sinnvollerweise Leute, die der selben Meinung sind, damit es vorangeht und der Vorstand nicht in seiner Uneinigkeit erstickt.

Ist der Kandidat bei einer Firma beschäftigt, die ein Interesse an OSM hat? Wir sollten vermeiden, dass ein OSMF-Vorstand entsteht, in dem ein Unternehmen oder eine Organisation die Mehrheit hat.

Hinweise

Dieses Posting ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil werde ich mir die Manifeste und Ansichten von Ilya Zverev, Peter Barth, Guido Stein, Mikel Maron, Joseph Reeves und Wille Marcel genauer ansehen. Die anderen Kandidaten (einschließlich Ryan Peterson, der noch keine Fragen beantwortet hat) werden im zweiten Teil behandelt. Dort werde ich auch eine Zusammenfassung und meine persönliche Wahlempfehlung veröffentlichen.

Ilya Zverev

Ilya (aka Zverik) ist ein russischer Mapper und Softwareentwickler, der seit 2010 zu OSM beiträgt (HDYC nennt ihn einen Heavy Mapper 2.0). Er ist nicht Mitglied in einer Working Group, engagiert sich aber in der russischen Community im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Er betreibt den russischen OSM-Blog und den russischen OSM-Podcast.

Er ist bei MAPS.ME angestellt, einer Firma, die die gleichnamige Multi-Plattform Karten-App entwickelt, deren Quellcode vor einigen Wochen offengelegt wurde.

In den ersten Zeilen seines Manifestes nennt er die Manifeste der letzten drei Jahren – abgesehen von Frederiks Manifest bei der letzten Wahl, das für Aufruhr gesorgt hatte – “langweilig”. “Sie hätten nichts bewirkt”, schreibt er. Außerdem kritisiert er, dass die veröffentlichten Protokolle der Vorstandssitzung recht kurz sind. Er denkt, dass entweder der Vorstand die meisten Sachen auf seiner internen Mailingliste diskutiert oder dass der Vorstand einfach fast nichts macht und es deshalb nichts zu schreiben gibt. (Aus eigener Erfahrung in anderen Vereinen wäre ich nicht überrascht, dass im Protokoll auch nur das steht, was der Vorstand gemacht hat.)

Er denkt, dass die russische Community (die viertgrößte OSM-Subcommunity) unterrepräsentiert ist, aber er bietet keine Lösung an – er denkt, dass das Erreichen einer größeren räumlichen Diversität nicht Aufgabe des OSMF-Vorstands sei.

Auf die Männer- und Frauenanteile im Vorstand geht er ein, kann aber “als Mann” keine Lösung anbieten.

Er ist der Meinung, dass es derzeit kein Spaß sei, OSMF-Mitglied zu sein. Er als einfaches Mitglied hat außerhalb der alljährlichen Mitgliederversammlungen nichts zu sagen, die Mailingliste ist nahezu tot, nichts motiviert ihn, überhaupt etwas zu tun. Er schämt sich, dass er in keiner Working Group mithilft.

Er denkt, dass die OSMF mehr Geld für die Entwicklung wichtiger OSM-basierter Software ausgeben sollte, um von Projekten unabhängig zu sein, hinter denen Unternehmen stecken. (Er nennt sie nicht namentlich, meint aber damit wohl die Open-Source, aber nicht von der Community entwickelten Vektor-Tile-Stacks von Mapbox, Mapzen & Co.)

Die Anzahl der Mitglieder sollte verzehnfacht und die Mitgliedschaft besser beworben werden.

Er meint von sich selbst, dass das Reden mit großen Organisationen und Unternehmen nicht seine Stärke sei und würde gerne Mikel Maron im Vorstand sehen.

Er unterstützt die Idee, Amtszeitbeschränkungen einzuführen.

Ilya macht einen guten Eindruck. Wer ihn wählt, erhöht die räumliche Diversität im OSMF-Vorstand und sorgt vielleicht dafür, dass mehr Russen OSMF-Mitglied werden.

Peter Barth

Peter (aka Peda) aus Passau ist Mitglied der Data Working Group (seit diesem Jahr) und arbeitet bei der Wochennotiz mit. Er ist seit vielen Jahren bei OSM aktiv (Heavy Mapper 2.0), mit Schwerpunkt 3D-Mapping und 3D-Rendering (insbesondere OSM2World). Er ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Passau beschäftigt, hat dienstlich wenig mit OSM zu tun (außer dass er gelegentlich Studien- und Bachelorarbeiten zu OSM-Themen vergibt). Anders ausgedrückt, OSM ist ein Hobby und das ist gut so. Sein Manifest ist in seinem Benutzer-Namensraum im Wiki zu finden.

Er meint, dass die OSMF versuchen sollte, den Anteil der OSMF-Mitglieder unter den Mappern zu erhöhen. Die Glaubwürdigkeit einer Organisation, die eine Community repräsentiert, hängt stark von der Verankerung der OSMF in der Community ab. Er spricht sich deutlich gegen bezahlte Angestellte in der OSMF aus. Die OSMF sollte eine Organisation Ehrenamtlicher bleiben. Die Wikimedia Foundation sei ein Negativbeispiel. Dem stimme ich ausdrücklich zu. Angestellte haben nicht die Verwurzelung in der Community, die ein Ehrenamtlicher hat.

Er lobt Paul Norman (Vorstandsmitglied seit letztem Jahr) für seine Bemühungen, den OSMF-Vorstand und dessen Arbeit transparenter zu machen. Die OSMF sollte “die Stimme von OpenStreetMap sein”.

Die OSMF sollte die öffentliche Sichtbarkeit von OSM erhöhen, in dem sie Mappern Flyer bereitstellt (das tun derzeit in Deutschland die Geofabrik und in Großbritannien Andy Allan), Fanartikel vertreibt (T-Shirts usw.) und örtliche Mappingpartys unterstützt.

Die Verwendung von Google Docs (einem unfreien Dienst) für interne Zwecke sollte endgültig aufgegeben werden. Die OSMF sollte hier Vorbildcharakter haben.

Peter macht einen guten Eindruck.

Guido Stein

Guido (aka gsteinmon, HDYC, Wiki) ist ein Amerikaner und Newbie. Er hat in den letzten fünf Jahren 29 Änderungssätze hochgeladen und ein wenig Werbung für OSM gemacht. Sonst gibt es keine weiteren Beiträge zu nennen. Sein Manifest ist ziemlich kurz und nicht gerade aussagekräftig. Er hat “jahrelange Erfahrung in der Gründung und Führung von örtlichen Communitys wie auch technische Expertise im Bezug auf Geodaten”.

Er ist GIS-Analyst und nutzt OSM als Hintergrundkarte, hat sonst aber keine nennenswerten kommerziellen Verstrickungen mit OSM(-Daten).

Ich habe bislang niemanden gefunden, der Guido kennt. Das ist kein gutes Zeichen und sollte uns zu denken geben. Ob er überhaupt weiß, wie OSM und die OSMF funktionieren und wie die Community tickt?

Neulinge mögen andere Ansichten und Erfahrungen in die Community einbringen, aber ich denke, dass es zu früh ist, ihn zum Vorstandsmitglied zu wählen. Gerne werden solche Leute zu stillen Vorstandsmitgliedern und trauen sich nicht, etwas zu sagen, da sie die Gepflogenheiten nicht kennen und die erfahreneren Vorstandsmitglieder es eh besser wissen. Das ist zwar abhängig vom jeweiligen Typ der Person, bei einem erfahrenen Community-Mitglied ist das jedoch weniger wahrscheinlich. Diese wissen vermutlich, worauf sie sich einlassen.

Ich bin der Meinung, dass es nicht genügt, einfach an einer einzigen SotM US teilgenommen und zwei Dutzend Änderungssätze hochgeladen zu haben, um zum Vorstandsmitglied gewählt zu werden. Es gibt mehr als 500 weitere Leute, die auf einer SotM US waren.

Mikel Maron

Mikel (aka mikelmaron, HDYC) ist seit 2005, d.h. sehr lange, bei OSM dabei. Er war Mitglied der Data Working Group und war seinen Angaben zufolge schon in fast allen Working Groups Mitglied gewesen (ausgenommen die Operations Working Group). Derzeit ist er in der SotM Working Group aktiv.

Er ist Mitgründer von Map Kibera und HOT. Dazu kommen noch Beiträge als Entwickler (OSM-Website, Garmin-Karten, Tasking Manager, diverse Analyse-Tools) und von ihm verfasste Mapping-Tutorials. Siehe dazu auch sein Github-Profil. Er hat beim State Department als “Presidential Innovation Fellow” gearbeitet und ist mittlerweile bei Mapbox im Data Team angestellt. Er weiß, wie OSM funktioniert. Wer HOT nicht mag, möge bedenken, dass er bei OSM dabei war, als die Welt noch weiß war.

Sein Manifest hat eine durchschnittliche Länge, aber enthält nicht besonders viele Neuigkeiten. Die OSMF sollte die Bindungen zwischen der OSMF und den Local Chapters (inkl. der nicht anerkannten wie dem FOSSGIS e.V.) stärken. Er möchte das OSMF-Sponsorenprogramm verbessern, mit einer besseren Festlegung, was Sponsoren von der OSMF erwarten können und umgekehrt.

Mikel war schon von 2007 (dem Gründungsjahr) bis 2011 Mitglied des OSMF-Vorstands. Auf der Q&A-Seite im Wiki schreibt er, dass er “regelmäßige öffentliche Vorstandssitzungen unterstützen würde” und eine namentliche Stimmabgabe mit Dokumentation im Protokoll möchte. Er äußert sich nicht direkt zu Amtszeitbeschränkungen, schlägt aber vor, dass jeder Vorstand alle zwei Jahre wiedergewählt werden sollte (bisher muss sich jeder Vorstand alle zwei bis vier Jahre zur Wiederwahl stellen).

Joseph Reeves

Joseph aka IknowJoseph ist ein englischer Crazy Mapper, der seit 2008 bei OSM dabei ist. Er ist (und war es noch nie) Mitglied in einer Working Group. Er war Mitglied im HOT-Vorstand und hat Vorträge über OSM gehalten. Er hat keine kommerzielle Verbindung zu OSM und ist der Meinung, dass der Vorstand so transparent wie möglich sein sollte.

Sein Manifest ist in seinem Benutzer-Blog zu finden. Er hat eine von den vorher vorgestellten Kandidaten stark abweichende Meinung:

Die OSMF sollte sich von der hobbyistischen Einstellung entfernen, die OSM in den ersten Jahren vorangebracht hat; die Entwicklung der OSM an der aktuellen Stelle braucht keine individuellen Egos und persönlichen Geschichten mehr. Stattdessen wird eine effektive Führungs- und Repräsentationsperson gebraucht.

Englisches Original: The OSMF needs to move away from the hobby attitude that kick-started OpenStreetMap in the first place; at this stage of the organisation’s development we don’t need individual egos and personal histories, we need effective leadership and representation.

Er schreibt, dass, falls nötig, die OSMF bezahlte Kräfte einstellen sollte, damit die Arbeit erledigt wird.

Die Idee, Personal einzustellen, passt meiner Meinung nach nicht gut zu den Plänen der anderen Kandidaten, die Beziehungen zu den Local Chapters und der Community zu stärken.

Auch zur Zusammensetzung des Vorstands hat er eine seltsame Meinung:

Meiner Meinung nach sind die wichtigsten Fähigkeiten eines Vorstands Kommunikations-, Planungs- und Organisationstalent.

Das heißt, dass der Vorstand aus Managern mit weniger oder gar keiner OSM-Erfahrung bestehen sollte. Dem widerspreche ich ausdrücklich. Die OSMF sollte eine communitynahe, ehrenamtliche Organisation sein.

Wille Marcel

Wille aka Wille ist ein Heavy Mapper 2.0 aus Brasilien und seit 2010 aktiver Mapper. Er ist GIS- und Web-Entwickler, hat aber keine nennenswert kommerzielle Verbindung mit OSM.

Er hält Vorträge zu OSM, organisiert Stammtische und betreibt den Twitter-Account  @OpenStreetMapBR. Derzeit  arbeitet er an einem Tool namens OSMCHA, das verdächtige Änderungssätze ausfindig machen soll. Das heißt, er ist Teil unserer wichtigsten Ressource, der Mapper, und weiß wie die Basis denkt.

Sein Manifest ist in seinem Benutzer-Blog zu finden. Seiner Meinung nach ist die lateinamerikanische Community in der OSMF nicht ausreichend repräsentiert und er möchte “die Ansichten aus Lateinamerika in den Vorstand einbringen”. Die OSMF sollte sich an sogenannten “FOSS Outreach Programs” beteiligen. Damit sind Programme gemeint, mit denen z.B. der Frauenanteil oder der Anteil an Lateinamerikaner bei Open-Source-Projekten gesteigert werden soll, wo bisher weiße Männer aus den westlichen Ländern in der Mehrzahl sind.

Er denkt, dass die OSMF sich mehr um Länder kümmern sollte, in denen OSM schlecht aufgestellt ist, z.B. Ägypten, wo nur fünf User pro Tag editieren.

Er ist dafür, dass in den Protokollen vermerkt wird, wer wie abgestimmt hat, denn “Transparenz sei ein essenzieller Wert”.

Er schlägt vor, einen Banner auf osm.org anzubringen, der Werbung für die Mitgliedschaft in der OSMF macht. Damit möchte er die Anzahl der Mapper unter den OSMF-Mitgliedern erhöhen. Er ist der erste Kandidat, der das vorschlägt. Mir gefällt diese neue Idee.

Seine allgemeine Einstellung zu vielen Themen ist ziemlich – nennen wir es mal – europäisch:

Die OSMF darf nicht OSM kontrollieren, sollte aber alles in ihrere Macht stehende tun, um OSM wachsen zu lassen.

Importe müssen in der jeweiligen regionalen Community diskutiert werden und die importierten Daten müssen von guter Qualität sein. Couchmapping mag in Einzelfällen nützlich sein, aber was wir wirklich brauchen, sind auf der ganzen Welt Leute, die vor Ort mappen, was nicht auf einem Satellitenbild sichtbar ist.

Er denkt, dass eine erhöhte Diversität innerhalb des Vorstands wichtiger sei als Amtszeitbeschränkungen, denn “die Mitglieder können sich den Vorstand selbst durch Wahl bestimmen”.

Das einzige, was mir zu denken gibt, ist dieser Satz:

Ich bin dafür, dass die OSMF Leute einstellt.

Abgesehen von seiner Meinung bezüglich der Einstellung bezahlter Kräfte gefällt er mir als Kandidat. Er schreibt auf seiner Wiki-Seite, dass brasilianisches Portugiesisch seine Muttersprache sei und er Level-3-Kenntnisse in Spanisch und Englisch habe, das heißt er dürfte auch wissen, was in den spanischsprachigen Nachbarländern vor sich geht.

Im zweiten Teil

Im zweiten Teil dieses Postings werde ich mir die anderen Kandidaten und deren Meinungen genauer anschauen. Dort werde ich auch noch eine Zusammenfassung veröffentlichen. Am Freitag und Samstag wurden weitere Fragen und Antworten auf der Q&A-Seite im Wiki ergänzt, ich werde auch diese im zweiten Teil zusammenfassen.

Wochennotiz Nr. 279

17.11.–23.11.2015

Screenshot des OpenStreetMap Dark Theme mit Greasemonkey

OpenStreetMap Dark Theme mit Greasemonkey [1]

OSMF-Mitgliederversammlung und OSMF-Vorstandswahlen

  • Fragen und Antworten der Kandidaten zur diesjährigen OSMF-Vorstandswahl – man beachte, dass es Kandidaten gibt, die auf relativ wenig Fragen antworten. Interessant wäre zu wissen: “Warum werden die Fragen von einigen nicht beantwortet?”
  • Auf der Jahreshauptversammlung wird es auch einen Satzungsänderungsantrag geben, der es dem Vorstand erlauben soll, den Beitrag von Unternehmen, die Mitglied sind, selbst frei zu bestimmen. Gründe dafür und dagegen werden in der darauf folgenden Diskussion dargelegt. Die vorläufige Tagesordnung findet sich übrigens hier.
  • Nicolas Chavent, Mitgründer von HOT, warnt, dass Mitglieder von HOT in den bevorstehenden Wahlen eine absolute Mehrheit im Vorstand der OSMF erreichen könnten. Siehe dazu auch das inhaltsgleiche Posting in seinem User Diary.
  • Nakaner wird in den kommenden Tagen ein Review der Kandidaten und ihrer Manifestos veröffentlichen. Wir werden es verlinken.

Mapping

  • Frederik Ramm weist auf der Mailingliste OSM-Talk darauf hin, dass Changeset-Kommentare dazu dienen, die vorgenommenen Edits kurz zu beschreiben. Er kritisiert, dass bei HOT-Tasks die Changeset-Kommentare meist nur die voreingestellten Hashtags und keine Beschreibung der Edits enthielten – dies mache solche Kommentare großenteils unnütz.
  • Am 23.11.2015 wurde die Version 9060 von JOSM freigegeben.
  • Die Version 1.8.0 des Editors iD wurde mit einigen Bugfixes, Verbesserungen und neuen Vorlagen freigegeben.
  • Michael Reichert hat eine JOSM-Vorlage zum Mappen von deutschen Straßenbahnsignalen erstellt.
  • User NicEd berichtet, wie er nicht korrekt getaggte Highways in Afrika korrigiert.
  • Colin Smale fragt auf der Talk-Mailingliste, ob man What3Words-Koordinaten in OSM erfassen sollte. W3W ist ein proprietäres und zum Patent angemeldetes System, bei dem jedes 3 x 3 Meter große Quadrat auf der Erde drei Wörter zugeordnet bekommt. Gegen Gebühr kann man sich – wie bei einem Wunschkennzeichen – selber drei Wörter aussuchen. Um die drei Wörter zu entschlüsseln (in Koordinaten umzuwandeln), muss eine unfreie API genutzt werden. Der Tenor der Diskussion ist, dass diese Daten nicht in OSM gehören.
  • Benutzer g4rp fragt auf Talk-ch, wie man eine Postagentur innerhalb eines Migros-Supermarkts taggen solle.
  • Die Tagging-Mailingliste wurde diese Woche vor allem durch eine ausufernde Diskussion über verkehrsberuhigte Zonen dominiert.

Community

  • [1] User 51114u9 veröffentlicht ein Greasemonkey-Script, mit dessen Hilfe die Seite Openstreetmap.org im Browser Firefox in einer dunklen Farbe dargestellt wird. Greasemonkey ist ein Erweiterung für Firefox.
  • User Escada veröffentlicht ein Interview mit dem 72-jährigen Mapper Dave Swarthout. Das Interview ist Teil der Interviewreihe “Mapper in the Spotlight”.
  • Benutzer jinalfoflia von Mapbox berichtet über ihre Mappingparty anlässlich der OSMgeoweek.
  • Mapbox untersucht, wie komplett Straßen bei OpenStreetMap erfasst sind. Dazu wurde die Gesamtlänge aller Straßen nach Ländern getrennt berechnet und diese Größen mit den statistischen Angaben im World Factbook der CIA verglichen. Für Deutschland enthält OpenStreetMap Straßen in einer Gesamtlänge von etwa 892.000 km, während das Fact Book nur etwa 640.000 km angibt. Die belgische OSM-Community diskutiert, warum in Belgien nur rund 73% der Straßen laut Mapbox-Analyse in OSM erfasst sein sollen.
  • Der OpenCageData-Blog veröffentlicht ein Interview mit Peter Karich (Karussell), einem der Macher hinter Graphhopper. Graphhopper ist ein Routingservice, der auf OpenStreetMap-Daten basiert.
  • Michał Brzozowski fragt auf der Talk-Mailingliste nach möglichen Ursachen, warum so wenige Newbies auf Kommentare in Änderungssatz-Diskussionen antworten. Damit löst er eine längere Diskussion aus.
  • Einen Weg durch Dublins Innenstadt, ohne an einem Pub vorbeizukommen? Ja, das gibt es. Rory McCann hat das schon bewiesen. Nun probiert es auch User karussell, verwendet dabei seinen Graphhopper und kommt auf eine 5,8 statt 7,3 km lange Route. In einem weiteren Posting zeigt er auf, wie man eine Route berechnen kann, die an allen Pubs vorbeiführt. Diese Route ist 38 km lang (7 ¾ Stunden reine Gehzeit). Damit hat er es auf die Startseite von Hacker News geschafft.

Importe

  • Jonah Adkins möchte in Suffolk (Viginia) Gebäude aus amtlichen Daten importieren.
  • Elliot Plack hat einen undiskutierten Import von Gebäuden in Montgomery County in Maryland (USA) entdeckt.
  • Für den im August angekündigten Import von Straßendaten in Tanzania (wir berichteten) gibt es im zugehörigen Hackpad eine Vielzahl neuer Informationen.

Veranstaltungen

  1. Am Wochenende fand im Linuxhotel in Essen das 4. FOSSGIS Hacking Event statt. Im FOSSGIS-Wiki berichten die einzelnen Teilnehmer von ihren Ergebnissen.
  2. Noch bis zum 30. November findet die MapillaryWalk Challenge statt, auf der es ein Wanderer-Kit zu gewinnen gibt.
  3. Vom Missing Maps Event am 10. November in Groningen gibt es jetzt eine Videozusammenfassung und ein nettes Zeitraffervideo der Ergebnisse.
  4. Auch die Uni Zagreb hat anlässlich der OSMgeoweek ein Mappingevent veranstaltet.
  5. Für die FOSSGIS 2017 wird ein Veranstaltungsort gesucht. Bis zum 01.05.2016 können Bewerbungen eingereicht werden.

Humanitarian OSM

  • Pascal Neis äußert sich auf Twitter kritisch über die Mappingaktivitäten im Rahmen der Aktion OSMGeoWeek, bei der über 28.000 neuen Gebäuden, aber nur 650 Straßen erfasst wurden. Er ist der Meinung, dass es Wichtigeres als Gebäude gibt.
  • Sophie Lafayette berichtet über das Mappen der Wasserabführung in Tanzania und den Gründen dafür.
  • Anlässlich der OpenStreetMap Geo Week gab es an der San Francisco State University den ersten Mapathon.

Karten

  • Wie vielen noch aus Osmarender-Zeiten bekannt, hat Opencyclemap begonnen, Pfade abzurunden, was aber bei größeren Winkeln teilweise zu seltsamen Effekten führen kann.

switch2OSM

Open-Data

  • DD1GJ berichtet von einem KWF-Workshop zu Rettungspunkten, auf dem er OpenStreetMap vertreten hat.
  • Nach einem Dreivierteljahr Entwicklungszeit ist das europäische Portal für offene Daten jetzt in einer Beta-Version mit Beiträgen aus 34 Ländern im Netz. Kernkomponenten stammen vom Fraunhofer-Institut Fokus.

Lizenzen

  • Die Frage nach fehlender Attribuierung bei der Polizei von Rheinland-Pfalz löst auf talk-de eine umfangreiche Diskussion um unsere Lizenz aus.

Programme

  • Die Entwicker des GNOME-Desktops arbeiten derzeit an der neuen Version 3.20. Teil der Desktopumgebung ist GNOME Maps mit neuen Funktionen. Dazu gehören die Unterstützung des GEO URI Schemas, eine „Im Browser öffnen“-Funktion, die den aktuellen Kartenausschnitt auf der OpenStreetMap-Seite im Browser aufruft, sowie Bugfixes in der Anzeige von GeoJSON und Übersetzungen.
  • Am 19.11.2015 wurde die Version 7.0.2 von Grass Gis freigegeben.
  • Am 19.11.2015 wurde die Android-Version 1.59 von Mapillary freigegeben und am 23.11.2015 erschien die Version 4.0.4 für iOS.

Programmierung

Kennst Du schon …

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Durch einen Softwarefehler bei der Behandlung von Ausweichrouten in Garmingeräten, könnte Preitenegg in Kärnten zu einer der meistbesuchten Städte Europas werden 😉
  • An der deutsch-niederländischen Grenze liegt eine Fläche, die angeblich zu keinem Land gehört. Zwei Männer haben dort den Staat Wunderland ausgerufen.

Wochenvorschau

Termins vom 26.11.2015 bis 05.12.2015

Ort Name Datum
Hamburg PostgreSQL-Konferenz 26.-27.11.2015
Start OSMF-Vorstandswahl 28.11.2015
Rostock Stammtisch 01.12.2015
Stuttgart Stammtisch 02.12.2015
Dresden Stammtisch 03.12.2015
Wien Stammtisch 03.12.2015
Lübeck Stammtisch 03.12.2015
IRC OSMF Annual General Meeting 05.12.2015

Hinweis:
Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen.

Wochennotiz Nr. 278

10.11.2015-16.11.2015

thunderforest

Eine Karte für Freunde guter Musik [1]

Mapping

  • Christoph Hormann stellt zwei neue Satellitenbildmosaike vor, die zum Mappen von Grönland und dem nordfriesischen Wattenmeer genutzt werden können.
  • User _yog erläutert einige JOSM-Tricks, um die Straßen in Japan besser korrigieren zu können.

Community

  • Im Paper “Assessing the quality of OpenStreetMap data” vergleichen Lindy-Anne Siebritz und George Sithole OSM mit amtlichen südafrikanischen Daten.
  • Benutzer capiscuas berichtet, wie er etwas Ordnung in die administrativen Grenzen von Jakarta gebracht hat.
  • Arun Ganesh hatte eine Mappingparty in Bangalore organisiert. Sechs Aktive durchkreuzten die Nebenstraßen von Indiranagar. Besonderes Augenmerk galt Straßenlaternen, Müllhalden und Abfalleimern.
  • Jothirnadh beschreibt einige Probleme mit den Daten in seiner Heimatstadt, Rajahmundry, Indien. Verursacht werden diese durch eine fehlerhafte Bildausrichtung und einen Import medizinischer Einrichtungen.
  • Die Mitwirkenden von TeachOSM, MapStory und AmericanGeo starten eine Kampagne auf GeoBadges.org für eine Auszeichnung als “OpenStreetMap Surveyor”. Frederik Ramm empfiehlt, nicht den Begriff “Surveyor” für Sesselmapper zu verwenden. “Surveyor” solle den Mappern vorbehalten sein, die On-the-Ground-Mapping machen. Simon Poole fragt, ob sich die Initiatoren vorher bezüglich der Konsequenzen ihrer Aktion im Zusammenhang mit dem amerikanischen Children’s Online Privacy Protection Act (Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet) haben beraten lassen.
  • Der Sozialhelden e.V. und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) starten am 03. Dezember die weltweite Kampagne MapMyDay. Die beiden Organisationen rufen dazu auf, während der Kampagne auf der Wheelmap den Barrierefreiheitsstatus von öffentlich zugänglichen Gebäuden zu erfassen.

OpenStreetMap Foundation

  • Die italienische Lokalvertretung der Wikimedia Foundation möchte Local Chapter der OSMF werden, es gibt aber auch kritische Fragen.
  • Noch bis zum 21. November 16:00 UTC kann sich jedes OSMF-Mitglied zur Wahl zum Vorstand der OSMF aufstellen lassen. Alle Mitglieder und Nichtmitglieder können im OSM-Wiki den Kandidaten Fragen stellen, die dort auch beantwortet werden.

Veranstaltungen

  • Der Verkauf der Tickets für den 32C3, den Jahreskongress des Chaos Computer Clubs, ist angelaufen. Der jährliche Hackerkongress in Hamburg, an dem im letzten Jahr über 12000 Menschen teilnahmen, wird auch dieses Jahr wieder einen OpenStreetMap-Stand (OSM-Assembly) aufweisen. Die Tickets waren in vorangegangenen Jahren stets schnell ausverkauft.
  • Geoinquietos Sevilla veranstaltet einen Flash Map Mob am 30. November.
  • IPIS Research und Openstreetmap Belgien laden ein zum Missing Maps Marathon am 09. Dezember 2015. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf dem Erfassen von Daten der Demokratische Republik Kongo. Das Missing Maps Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Humanitarian OpenStreetMap Team (HOT), den Ärzten ohne Grenzen, sowie dem Britischen und Amerikanischen Roten Kreuz.
  • Das jährliche Treffen der italienischen OSM Community findet statt am 21. und 22. November in Bologna und wird von Wikimedia Italien veranstaltet.

Humanitarian OSM

  • HOT hat eine Spendenkampagne gestartet und will in den nächsten 50 Tagen (Start war am 06.11.) 50.000$ sammeln. Für die ersten 10.000$ zahlt Mapbox zudem für jeden gespendeten Dollar einen weiteren Dollar.
  • Mapbox hat die firmeneigenen Aktivitäten beim Krisen-Mapping formalisiert, soweit diese unter dem Dach des Humanitarian OpenStreetMap Team (HOT) ablaufen. In Abstimmung mit HOT wurden Richtlinien, genannt Mapbox Engagement Guidelines with HOT, verfasst und veröffentlicht.

Karten

  • [1] Andy Allan stellt in seinem Blog Spinal Map vor, einen Kartenstil mit Heavy-Metal-Umlauten, den Richard Fairhurst in Andys Auftrag angefertigt hat.
  • Die Wikimedia Foundation hat Paul Norman damit beauftragt, das Rendering beim Kartendienst Wikimedia Maps zu verbessern. Hauptsächlich geht es um die Beschriftung von Straßen, die Abkürzung von Namen und den Umgang mit strittigen Grenzen. Siehe dazu auch ein Posting auf der Dev-Mailingliste, wo auch von einem ÖPNV-Rendering die Rede ist, das im Budget auf der Wikimedia-Website aber nicht gesondert aufgeführt wird. Korrektur: Paul Norman hatte einen Grand von der Wikimedia Foundation beantragt für die Verbesserung des Kartenstils. Das ist aber nicht rechtzeitig bewilligt worden und inzwischen hat Paul einen anderen Job und das Proposal daher zurückgezogen.
  • Die Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentieren flüchtlingsfeindliche Vorfälle und Demonstrationen in einer Chronik und stellen diese auf einer Karte dar.
  • Sorted Cities von Hans Hack lädt Gebäude aus einem ausgewählten Kartenausschnitt und ordnet sie nach Größe und ihrer Beziehung zueinander an. Das Ergebnis der geordneten Gebäudeumrisse wird in einem PNG exportiert.
  • Zbigniew Czernik schlägt im Github-Repository von OSM Carto vor, das Weiß von highway=tertiary durch ein sehr helles Gelb (#feffdf) zu ersetzen. Damit sollen Neulinge ein besseres Feedback für den Unterschied zwischen tertiary und residential erhalten.
  • Die Firma Uncharted Software visualisiert auf einer Karte den Datenstrom zwischen den rund 6500 Relay-Servern des Tor-Netzwerks. Das Tor-Netzwerk ermöglicht (bei richtiger Nutzung) einen anonymen Zugriff auf das Internet.

switch2OSM

  • Das Verkehrsinformationssystem autobahn.NRW wird nicht weiter betrieben. An dessen Stelle tritt das neue Verkehrsportal VERKEHR.NRW, das OSM nutzt.

Open-Data

  • User Nakaner hat sich die von der DB bislang freigegebenen Datensätze genauer angeschaut und mit eigener Ortskenntnis und OSM verglichen. User ubahnverleih hat BahnRoulette veröffentlicht (eine Art MapRoulette), mit dem die in den DB-Datensätzen nicht vorhanden Bahnhofskoordinaten erfasst werden sollen.
  • Im Forum wird über die Qualität der Rettungspunkte in OSM diskutiert. User DD1GJ hat einen Abgleich der OSM-Daten mit dem KWF-Datenbestand gemacht und festgestellt, dass es viele Differenzen gibt.

Lizenzen

  • Der Europäische Gerichtshof, der vom Bundesgerichtshof in einem Verfahren zwischen dem Freistaat Bayern und einem österreichischen Kartenverlag angerufen worden war, hat entschieden, dass analoge topographische Karten dem Leistungsschutz für Datenbanken unterliegen.

Programme

  • User aarthy schreibt in einem Blog-Artikel über ihre Arbeit an einem Konfigurations-Plugin. Es unterstützt den Mapper, JOSM mit Task-spezifischen Eigenschaften zu starten, damit dieser sich auf das Mappen anstatt der Konfiguration von JOSM konzentrieren kann.
  • Am 13.11.2015 wurde die Version 1.1.18 von Atlas freigegeben.
  • Benutzer Tordanik berichtet im deutschen OSM-Forum über die Ergebnisse, die Benutzer B4stis im Rahmen seiner Teilnahme am Google Summer of Code erzielt hat: ein schöneres 3D-Rendering für OSM2World.
  • Vor kurzem hat der Internet-Auftritt von Vespucci unter vespucci.io (dem bekannten OSM-Editor für Android-Geräte) ein neues Layout erhalten; auch die Dokumentation wurde aktualisiert.

Programmierung

  • Die Karten der basemap.at werden zukünftig in noch besseren Auflösungen zur Verfügung gestellt. Als Testgebiet wird vorerst Wien in den Zoomstufen 17 bis 20 ergänzt (Maßstab ca. 1:500), ab 2016 sollen weitere Städte folgen. (via talk-at)
  • Colorbrewer ist ein Tool, das Tipps zur Farbauswahl für Flächenkartogramme gibt. Es gibt auch Python– und R-Pakete dafür.
  • Tim Wisniewski hat auf Twitter sein neues Choroplethenkarten-Plugin für LeafletJS vorgestellt.
  • Bjørn Sandvik berichtet über die statistische Darstellung von Werten anhand eines Kartengitters, realisiert mit OpenLayers und weiteren Javascript-Werkzeugen.
  • Wegen wiederholter Nachfragen haben die Entwickler von Mapsforge (einem Java/Android-Framework für offline-Kartendarstellung) eine Anleitung zum Erstellen von Kartendateien mit ordentlichen Küstenlinien bereitgestellt.
  • Am 12.11.2015 wurde die Version 3.11.1 von OpenLayers freigegeben. Es handelt sich um eine Bugfix-Rease der gerade erschienenen Version 3.11, die auch Vektor-Tiles von Mapbox unterstützt.
  • Paul Norman unterstreicht die Komplexität von OSM Carto in seinem Blog durch Zahlen und Fakten.
  • SK53 beschreibt in seinem Blog, wie er aus OpenStreetMap-Daten einen Datensatz besiedelter Gebiete erzeugt hat. Da landuse=residential/commercial/... nicht flächendeckend erfasst ist, musste er dazu das Straßennetz mitverwenden. Er hat sein Verfahren in mehreren Regionen getestet — auch in den USA (wegen des TIGER-Imports).

Kennst Du schon …

  • … Graphhopper mit Höhenprofil und den Höhen direkt in der Karte?
  • … die Nebelkarte für die Schweiz? Beachte rechts ein Schieber für die Höheneinstellung.
  • … (0,0), auch bekannt als Null Island? Das war und ist der Ort, an dem Müll in OSM zu finden ist. Künftig ist das nicht mehr der Fall. Dort befindet sich eine Tonne mit Wetterstation, die von PIRATA (Prediction and Research Moored Array in the Atlantic) betrieben wird. Die Messdaten werden auf der Website des National Data Buoy Center veröffentlicht. Seid also künftig bitte vorsichtig, wenn ihr dort mal wieder aufräumt.
  • … MapOnShirt? Das ist ein weiteres Crowdfundingprojekt, welches schicke Kleidungsstücke aus Karten erstellt. Anders als die bisherigen Projekte, sind die Kartenausschnitte frei wählbar.
  • … die Karte, auf der Wikipedia die Anschläge in Paris vom 13. November dokumentiert? Dort werden die betroffenen Orte dargestellt.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Die Knight Foundation finanziert 20 neue Projekte mit je $35.000, darunter auch Projekte im Bereich von OpenStreetMap. (Zur Erinnerung: Die Knight Foundation hatte 2013 Mapbox finanziell unterstützt, um den Editor iD weiterzuentwickeln).
  • Eine Karte sagt mehr als tausend Worte.
  • QGIS hat eine Flickr-Gruppe eröffnet um tolle, mit QGIS erstellte Karten zu präsentieren.
  • Die Google-Maps App für Android bekommt einen vollständigen Offline-Modus und versucht so, zu entsprechenden OpenStreetMap-Apps aufzuschließen.
  • Google Maps bekommt ein Beteiligungsprogramm namens “Insider”. Wie Heise berichtet, sollen User POIs ergänzen/aktualisieren können und Nutzerfragen beantworten dürfen. Geld gibt es dafür keins und anders als bei OSM überträgt der User die Nutzungsrechte für die Daten an eine Firma, ohne diese selber frei nutzen zu dürfen. Man lockt die User mit etwas Gamification, Geräte-Verlosungen und der möglichen Teilnahme an geschlossenen Beta-Programmen.
  • Maps.me wurde in Russland ausgezeichnet. (Russisch) (automatische Übersetzung)
  • Google stellt klar, dass es für Google Street View in Deutschland auch weiterhin keine Updates gibt und keine weiteren Städte ergänzt werden. Für OpenStreetMap ist der Dienst aus lizenzrechtlichen Gründen sowieso uninteressant, zumal es die bessere Alternative Mapillary gibt, die zum Ergänzen der OSM-Daten verwendet werden darf.
  • Ein Mann verschwindet nach einem Kneipenbesuch spurlos. Nach neun Jahren werden seine Überreste in seinem Auto gefunden, welches durch Zufall in einem Teich entdeckt wurde. In einem Satellitenbild auf Google Maps ist das Auto in dem Teich bereits seit Jahren erkennbar.

Wochenvorschau

Termine vom 19.11.2015 bis 28.11.2015

Ort Name Datum
Freiberg Stammtisch 19.11.2015
Bremen Stammtisch 23.11.2015
Graz Stammtisch 23.11.2015
Ulmer Alb Stammtisch 24.11.2015
Düsseldorf Stammtisch 25.11.2015
Hamburg PostgreSQL-Konferenz 26.-27.11.2015
IRC Start der OSMF-Vorstandswahl 28.11.2015

Hinweis:
Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen.