Wochennotiz Nr. 437

27.11.2018-03.12.2018

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Referenzpunkt für mobile Geräte 1 | © Kanton Zürich, Baudirektion, Amt für Raumentwicklung

In eigener Sache

  • Die Suaheli-Version, die mit großer Begeisterung kurz nach der SotM 2018 in Mailand startete, musste leider eingestellt werden. Laura Mugeha wird die Suaheli sprechende Gemeinschaft weiterhin in ihrem Benutzerblog informieren.

Mapping

  • PoliMappers, das YouthMappers’ Chapter der Technischen Universität Politecnico di Milano, startet die zweite Ausgabe von PoliMappers Adventures. Jeden Tag im Dezember wird eine Aufgabe aus dem OpenStreetMap-Universum gestellt, darunter Fragen zum Mapping, humanitärer Hilfe und vielen anderen Dingen. Um an die täglichen Quests zu kommen, folgt man PoliMappers am besten auf Twitter.
  • Auf der Mailingliste Talk-at hat Stefan Nagy seine neuesten Erkenntnisse, aufgrund der Rückmeldung der Stadt Wien, zum Thema Straßennamen in alter Rechtschreibung berichtet. Die zuständige MA 21 hat bekanntgegeben, dass für die erste Jahreshälfte 2019 eine Präzisierung des Gemeinderatsbeschlusses von 1999 durch den Gemeinderat zu erwarten ist. Daher sollte bis zu dieser Präzisierung weiterhin die alte Rechtschreibung bei betroffenen Namen (z.B.: Nußdorfer Straße) in OSM belassen werden.
  • Frederik Ramm stellt auf Talk-at die Frage bezüglich der Rechtslage in Österreich, ob ein Besitzer eines Waldes oder einer größeren landwirtschaftlichen Fläche das Mappen untersagen kann. Grund für die Nachfrage ist, dass ein Grundbesitzer in persönlicher Kommunikation (wg. einer
    DWG-Beschwerde) davon gesprochen hat, dass das ungenehmigte Mappen von Wegen
    auf Privatgrund ein “Eingriff in das Privateigentum” sei. Nach den ersten Meldungen zeigt sich die Meinung, dass zwar der Zutritt zu dem Grundstück oder bestimmte Wege verboten oder eingeschränkt werden kann, allerdings das Kartieren auf Grundlage eines Luftbildes nicht verboten ist.
  • Frederik fragt auf der Mailingliste Talk-de, wie man mit einer gemappten aber nicht erlaubten Feuerstelle umgehen soll. Eine entsprechende Beschwerde liegt der DWG vor und es wird befürchtet, dass durch die Darstellung Leute zur gesetzeswidrigen Nutzung motiviert werden. ( Nabble )
  • Die gefühlte inflationäre Verwendung von service=drivewayist Thema auf der deutschen Mailingliste. ( Nabble )
  • Bei der Abstimmung über das Mappen von “Tramtrack on Highway” kam nicht die nötige Mehrheit zusammen. Der Initiator Jukka Nikulainen bereitet jedoch einen neuen Vorschlag vor, der auf dem Feedback basiert, das er während des Proposal-Verfahrens erhalten hat.
  • CartoRoute ist ein Projekt von Michelin und OSM Côte d’Ivoire, das darauf abzielt, das Hauptstraßennetz des Landes “Elfenbeinküste” zu kartieren: Straßenzustand, Oberfläche, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrszeichen, Essbereiche, Hotels und Tankstellen in der Nähe usw. Die Pilotphase hat in der Gemeinde Plateau (Abidjan) begonnen, wo 11 lokale Mapper zwei Tage lang Daten mit OsmAnd gesammelt haben, wie in diesem Twitter Moment beschrieben.
  • Der Tag cycleway:surface wurde bereits über 500 Mal verwendet, aber wurde erst jetzt im OSM Wiki dokumentiert. Der Tag ermöglicht es, nur die Oberfläche des Radweges zu spezifizieren, z.B. für einen Radweg auf einer Straße, bei dem die Oberflächen unterschiedlich beschaffen sind.
  • Die neue Organised Editing Guideline wurde vom Vorstand auf der letzten OSMF-Vorstandsversammlung am 15. November verabschiedet. Die Richtlinie, die von der Data Working Group erstellt wurde, zielt darauf ab, die Dokumentation, Transparenz und die Praktiken für organisierte Mappinginitiativen zu verbessern.
  • Da in Deutschland die Bundestagswahlkreisgrenzen nicht gepflegt und gewartet werden, wird im Forum vorgeschlagen, sie zu löschen. Viele sind dafür, es gibt nur wenig Gegenstimmen.

Community

  • Can Ünen (aka unen), Universitätsdozent in Istanbul, Türkei, ist der neue Mapper des Monats November. Wie üblich hat OSM Belgien ein Hintergrundinterview veröffentlicht.
  • Der südkoreanische Mapper GPIOIPG untersuchte, ob die Namen von Bahnhöfen und Stationen in OSM das Suffix -역(d.h. Station) tragen sollten, obwohl die offiziellen Namen in der Regel das Suffix nicht beinhalten. Anscheinend wird das Suffix normalerweise mit gesprochen und sogar einige Schilder zeigen das Suffix an. In einem Eintrag in seinem Benutzer-Blog schreibt GPIOIPG über das Ergebnis seiner Umfrage, die er im Forum und in der Mailingliste beworben hat, und liefert weitere Hintergrundinformationen.
  • Nakaner hat alle E-Mails aller öffentlichen Mailinglisten auf lists.openstreetmap.org in eine Datenbank geladen. Zwei Einträge in seinem Benutzer-Blog enthalten die Anzahl an Nachrichten pro Jahr und pro Mailingliste und die Liste der aktivsten Autoren.
  • SunCobalt stellte fest, dass kurz vor den Wahlen die Anzahl der OSMF Mitglieder stark ansteigt und visualisiert dies durch eine Grafik. Honi soit, qui mal y pense.

OpenStreetMap Foundation

  • Die offiziellen Manifestos und Antworten zur diesjährigen Vorstandswahl der OSMF wurden jetzt veröffentlicht. Christoph Hormann hat eine Zusammenfassung geschrieben, Paul Norman hat eine Bewertungshilfe erstellt. Es gibt sowohl im Forum als auch auf osmf-talk Diskussionen darüber. Zudem hat das RadioOSM-Team ein Podcast Spezial zur Wahl veröffentlicht. Nakaner schrieb eine sehr ausführliche deutsche Übersetzung. Ein persönliches Statement von Nakaner soll folgen.
  • Die Membership Working Group (MWG) berichtet über ihre Aktivitäten der letzten Zeit. Die MWG ist derzeit mit dem neuen Membership Waiver Fee Programm beschäftigt und befasst sich mit Ländern, die keine geeigneten Geldtransferoptionen zur Zahlung der OSMF-Mitgliedsbeiträge haben. Wie die Wochennotiz und andere OSMF-Arbeitsgruppen ist auch die MWG auf der Suche nach Freiwilligen.
  • Mikel Maron, Vorstandsmitglied der OSMF, kündigte die Einführung von Welcome Mat an. Die Website Welcome Mat wurde gestartet, um externen Organisationen zu helfen, die schwierige Struktur von OSM zu verstehen, zu erklären wie die OSM funktioniert und wie und wo sie sich engagieren können.

Veranstaltungen

  • Das Infoangebot der Veranstaltungsreihe „Wikipedia vor Ort“ in Bremen, wurde im vergangenen Monat für Fragen rund um OpenStreetMap erweitert. OSM-Aktive, die sich über Wikipedia, Wikimedia Commons oder Wikidata informieren möchten, sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen.„Wikipedia vor Ort“ findet seit 2014 alle zwei Wochen dienstags zwischen von 15 bis 17 Uhr im Heimathaus Lesum statt. Dort beantworten erfahrene Wikipedianer Fragen rund um Freies Wissen. Das Angebot ist natürlich kostenlos. Die jeweiligen Termine sind auf der Webseite zu finden.
  • Am 12. Dezember um 19:00 Uhr findet das nächste Maptime Salzburg Treffen im iDEAS:lab in Itzling statt. Es wird vier (englische) Vorträge zu den Themen Git, GDAL, OGR und PostGIS geben.
  • Bis zum 20. Dezember 2018 kann über die Termine für das 5. OSM-Sommercamp, das zusammen mit dem 12. FOSSGIS-Hacking-Event im Mai oder Juni 2019 in Essen stattfinden wird, abgestimmt werden.
  • FOSS4G Italien kündigt den Call for Papers für Workshops der dritten italienischen FOSS4G 2019 an, die vom 20. bis 24. Februar in Padua stattfinden wird.

Humanitarian OSM

  • OpenGovHub veranstaltete am 4. Dezember einen Mapathon mit HOT-Mitgliedern im OpenGov Hub in Washington, DC.
  • HOT liefert ein Update zu dem Microgrants 2018 Programm, das im April 2018 gestartet wurde. Acht Communities erhielten Microgrants, um OSM zu verbessern und die Auswirkungen von Katastrophen zu minimieren.

Karten

  • Der OpenStreetBrowser hat nun eine neue Kategorie unter „Freizeit, Sport und Einkauf“. Laut skunk’s Blogpost umfasst die neue Kategorie „Schwimmen und Baden“ alle Arten von Schwimm- und Badeeinrichtungen und Saunen.

switch2OSM

  • Die französische Suchmaschine Qwant verwendet jetzt OSM Vektordaten, um Suchergebnisse und POI Informationen auf Karten darzustellen.
  • Die Mitfahrzentrale MiFaZ wechselt von Google Maps zu OpenStreetMap. Vorerst kommen nur neue Kunden in den Genuss von aktuellen, trackingfreien Karten. Bestandskunden werden im Laufe der Zeit umgestellt.

Programmierung

  • Die GIScience Research Group der Universität Heidelberg führt einen API-Sandkasten („API Playground“) ein, mit dem man die API des OpenRouteService erkunden kann.
  • Matthias stellt einen Prototyp einer externen Sprachsteuerung für JOSM vor. Das Tool speech2JOSM ist bei GitHub verfügbar.

Releases

  • Eine neue stabile Version von JOSM wurde veröffentlicht. Die Version 18.11 speichert jetzt die Höhe eines jeden Panels auf der rechten Seite wenn JOSM geschlossen wird, macht einen eigenen Buttton für “Download als neue Ebene” verfügbar und verbessert viele weitere Funktionen. Die auffälligste Änderung ist wahrscheinlich die Behebung der gestörten Darstellung von GPS-Spuren, die durch die Änderung der OSM-Website-API verursacht wurde.

Kennst du schon …

  • …die MapOSMatic-Instanz unter osm-baustelle.de, die kürzlich die Marke von 40.000 gerenderten Karten überschritten hat? Weiterhin berichteten die Macher, dass sie die Funktionalität des Angebots weiter ausbauen und im Dezember Verbesserungen der Benutzeroberfläche und Hyperlink-Unterstützung bei der mehrseitigen PDF-Ausgabe implementieren konnten.
  • … die Nebelkarte der Schweiz? Stefan Keller, Informatikprofessor an der Hochschule für Technik Rapperswil, hat passend zur Jahreszeit eine Karte entwickelt, die zeigt, wie man an grauen, nebligen Novembertagen den Weg zur Sonne findet. Die Website Bluewin.ch beschreibt in einem Artikel die Hintergründe und testet, ob die Karte funktioniert.
  • … den Service kinderkiez.net, mit dem man eine Kinderspielmatte mit einer OSM-basierten Karte erstellen kann? Der Service ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.
  • … die Linkliste, die dir hilft Tags zu finden, wenn du und die Presets deines Editors mit ihrem Latein am Ende sind.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • [1] In der Schweiz wurde der erste Kontrollpunkt für mobile Geräte aufgestellt (OSM-Link). Der dafür genutzte Grenzstein stand von 1971 bis 1986 an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.
  • Mit seinem OSM-basierten Fußgänger-Routing-App, das nicht nur für Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist, gewann das Unternehmen iXpoint die Baden-Württemberg Challenge der European Satellite Navigation Competition (ESNC) 2018.
  • Gaël Musquet, Gründer und ehemaliger Sprecher des französischen Local Chapters OpenStreetMap France, sowie ein VLC Entwickler wurden mit dem französischen Verdienstorden (Ordre national du Mérite) ausgezeichnet. Er sieht es als Anerkennung für die gesamte Gemeinschaft und die führenden französischen Persönlichkeiten im Bereich Open-Source.
  • Medium.com erläutert, wie ADS-B Positionsdaten von Flugzeugen auf einer OSM-basierten Karte mit Python und der Bibliothek Cartopy darstellt.

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2018-12-11 france
Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
Salzburg Maptime Salzburg 2018-12-12 austria
Mannheim Mannheimer Mapathons – now in Ludwigshafen! 2018-12-12 germany
München Münchner Stammtisch 2018-12-13 germany
Berlin 126. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2018-12-14 germany
online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
Bonn Bonner Stammtisch 2018-12-18 germany
Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-12-18 germany
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-12-18 germany
Rennes Recensement des panneaux publicitaires 2018-12-23 france
Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-12-28 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-03 germany
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

Hinweis:
Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Peda, Rogehm, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.

Wahlen zum Vorstand der OpenStreetMap Foundation 2018 – die Wahlprogramme und der Fragenkatalog

Vom 8. bis 15. Dezember 2018 sind die Mitglieder der OpenStreetMap Foundation dazu aufgerufen, zwei neue Vorstände für die OpenStreetMap Foundation zu wählen. In diesem Blogbeitrag werden die sieben Kandidaten vorgestellt, ihre Wahlprogramme (engl. manifesto), ihre Antworten auf Wählerfragen und weitere Informationsquellen zusammengefasst. Eine Wahlempfehlung ist nicht Bestandteil dieses Blogeintrags.

Die Wahlprogramme der Kandidaten sind im OSM-Wiki verlinkt. Dort gibt es auch eine Diskussionsseite, auf der jeder Fragen an die Kandidaten stellen kann. Darüber hinaus gab es zahlreiche Diskussionen in den letzten Tagen auf der Mailingliste OSMF-Talk.

Lesehinweise

In diesem Blogbeitrag wird die Bezeichnung „HOT US Inc.“ verwendet, wenn es sich um die formelle Organisation HOT US Inc. handelt. Dies dient der Unterscheidung von HOT als Community und HOT als Organisation, welche deutlich kleiner ist, da man nur unter gewissen Umständen stimmberechtigtes Mitglied („voting member“) werden kann.

Folgende Abkürzungen werden verwendet:
OSMF: OpenStreetMap Foundation
CWG: Communications Working Group der OSMF (Öffentlichkeitsarbeit)
DWG: Data Working Group der OSMF (Benutzerkontensperren, Mapper-Streitschlichtung, Regeldurchsetzungsinstanz)
EWG: Engineering Working Group der OSMF
MWG: Membership Working Group der OSMF (Mitgliederverwaltung)

Die Kandidaten werden hier in der Reihenfolge ihrer Bewerbung vorgestellt.

Die Abstimmung

Jedes stimmberechtigte Mitglied hat am Samstag, den 8. Dezember 2018 eine E-Mail von noreply@opavote.com erhalten. Diese enthält einen persönlichen Link, unter dem man seine Stimme abgeben kann. Eine einmal abgegebene Stimme kann nicht geändert werden.

Wahlberechtigt sind bei dieser Wahl alle, die mindestens 30 Tage vor der Mitgliederversammlung (09. Dezember 2017) OSMF-Mitglied waren. Für das aktive Wahlrecht spielt es keine Rolle, ob man Normal Member oder Associated Member ist. Der Vorstand hat die Frist dieses Jahr auf den 14. November 2018 23:59 UTC gelegt, damit die 100 Neumitglieder, die sich von ein und derselben IP-Adresse am 15. November angemeldet haben, nicht stimmberechtigt sind.

Die Wahl selbst wird nach dem System der übertragbaren Einzelstimmgebung (englisch: single transferable vote, kurz STV) durchgeführt. Es ist ein proportionales Personenwahlverfahren, bei dem jeder Wähler eine priorisierte Liste seiner Wunschkandidaten erstellt.

Bei der späteren Auszählung der Stimmen findet dann die eigentliche Stimmenübertragung statt. Die Auszählung läuft dabei in mehreren Runden ab und in jeder Runde wird geprüft, ob ein oder mehrere Kandidaten die benötigte Stimmanzahl aufweisen um in den Vorstand aufgenommen zu werden. Besitzt ein Kandidat bei seiner Aufnahme mehr als die benötigten Stimmen, so wird die Anzahl der Stimmen, die er zu viel erhalten hat, anhand der Zweitstimmen auf die verbleibenden Kandidaten verteilt. Wurde kein Kandidat aufgenommen, werden die Stimmen des Kandidaten mit den wenigsten Stimmen anhand der Zweitstimmen auf die anderen Kandidaten verteilt. Dieses Spiel wiederholt sich, bis die gewünschte Anzahl an Kandidaten gefunden wurde. Das heißt, wenn eure Erstwahl als schwächster Kandidat in einer Runde gestrichen wird, kommt eure Zweitstimme zu Zug. Das gilt analog auch für die Drittwahl usw., sofern ihr auf den ersten Plätzen Leute mit wenigen Stimmen habt.

Ihr müsst nicht sieben Plätze in eurem Ranking vergeben. Lasst einen Kandidaten weg, wenn ihr einen Kandidaten wirklich nicht im Vorstand sehen möchtet. Er kann dann nicht von eurer Fünft-/Sechst-/Siebtstimme profitieren. Wie auch andere Wahlstrategien spielt es jedoch kaum eine Rolle bei der OSMF-Vorstandswahl, weil nur zwei Plätze auf sieben Kandidaten zu verteilen sind – anders als in Irland, wo ganze Parlamente damit gewählt werden.

Ein Beispiel für eine Auszählung findet sich z.B. auf Wikipedia, man kann sich aber auch die Ergebnisse der Auszählung der Wahlen im Jahr 2015 als Beispiel ansehen.

Die Fragen

Die Kandidaten waren gebeten worden, bis zum 30. November 2018 auf einen Satz an Fragen zu antworten, der von Michael Collinson zusammengestellt worden war. Zuvor konnten Communitymitglieder Fragen einreichen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Die Fragen waren:

  1. Erzähl uns ein bisschen über deine OSM-Aktivitäten, z. B.
    • Was hat dich zu OSM gebracht und warum bist du noch dabei?
    • Was ist dein OSM-Benutzername?
    • Wo mappst du?
    • Bist oder warst du Mitglied einer Arbeitsgruppe der OSMF?
    • Bist du Mitglied eines Local Chapters oder triffst du dich mit anderen Mappern?
    • Hast du irgendetwas selber organisiert, z. B. eine Veranstaltung für OSM-Neulinge?
    • Hast du als Software-Entwickler beigetragen?
    • Hast du an Vorstandssitzungen teilgenommen?
  2. Was denkst du, was dich für das Amt als Vorstand qualifiziert?
  3. Die Werte und Ziele des OpenStreetMap-Projekts, z. B. das Mission Statement der OSMF (genauer: des Vorstands) und die Seite Good Practice im Wiki. Sind diese gut? Würdest du etwas ändern?
  4. Mapper, Mapper und viele glückliche Mapper
    • Wie denkst du sollte OpenStreetMap alle Arten von Mappern aufnehmen – von denen, die aus Spaß mappen über freiwillige Mapper am Feierabend in Firmen bis hin zu Studenten und anderen?
    • Hast du eine Meinung zur Vielfalt und wie können wir diese verbessern (geographisch, reich/arm, weiblich/männlich/andere, LGBT (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, etc.))?
    • Die Rolle der OSMF bzgl. der Regulierung der Mitglieder der OSM-Community: Sollte die OSMF Verhaltensregeln für die OSM-Community aufstellen?
    • Was beabsichtigst du bzgl. der Verbesserung der Infrastruktur für Mitwirkende, insbesondere auf der OSM-Website?
  5. Du und die anderen Kandidaten: Wie gut kennst du die anderen Kandidaten und die Vorstandsmitglieder? Kannst du etwas Nettes über jeden schreiben?
  6. Vielfalt im Vorstand: Die Mitglieder des OSMF-Vorstands kamen bislang stets aus Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten. Was meinst du zu dieser mangelnden Vielfalt? Denkst du, dass man das verbessern sollte? Wie könnte die Foundation an die Sache herangehen (vielleicht nicht während dieser Wahl, aber nächstes Jahr)?
  7. Interessenskonflikte: Hast du und, wenn ja, welche Interessenskonflikte, die dich als Vorstandsmitglied betreffen würden? Bist du ein Angestellter, Mitglied oder anderes einer Firma, Behörde oder einem Verein, der in OSM aktiv ist?
  8. Sollte es deiner Meinung nach eine Amtszeitbeschränkung für den Vorstand geben? Das wurde schon unzählige Male diskutiert, es gibt eine nicht bindende Abstimmung mit 56-prozentiger Mehrheit aus dem Jahr 2014, die den Willen ausgedrückt hat, aber ohne Ergebnis.
  9. Deine Meinung zu bezahlten Kräften: Derzeit haben wir nur Teilzeitkräfte für Verwaltungsassistenz und Buchhaltung. Willst du diese beibehalten? Mehr Leute einstellen? Falls ja, wofür? Oder die bezahlte Arbeit zurückfahren, um die Arbeit Freiwilliger zu bevorzugen?
  10. Deine Meinung zu organisiertem Bearbeiten: Denkst du, dass die OSMF das regulieren sollte und, falls ja, wie sollte die Regulierung aussehen? Was denkst du über den Weg, den die OSMF dazu bislang genommen hat?
  11. Entscheiden, wer Fördermittel bekommt: Auch wenn die Details noch unklar sind, wird die OSMF im Laufe des folgenden Jahres beginnen, “Micro-Grants” (das ist relativ zur örtlichen Kaufkraft gar nicht so wenig) zu vergeben.
    • Welche Arten von Projekten und Themen sollten in solch einem Programm gefördert werden (bitte so konkret wie möglich)?
    • Wer (und in welchem Körper der OSMF) sollte bestimmen, welche Anträge bewilligt werden?
  12. Angemessene Sorgfalt bei Reverts: Welche Sorgfalt sollte OSM von Mappern erwarten, bevor diese Beiträge zurücksetzen?
  13. Kritik in sozialen Medien: Wie würdest du auf nachhaltige Kritik auf Twitter oder sozialen Medien reagieren? Wie würdest du die Zielscheibe der Kritik unterstützen?

Ein paar Zahlen

Name Benutzername Benutzername im Wiki HDYC-Level OSM seit OSMF seit
Tobias Knerr Tordanik Tordanik Casual Mapper (Regularly Active) 2008 2009
Jo Walsh zool Ultrazool Casual Mapper (Rarely Active) 2005 2015
Geoffrey Kateregga Kateregga1 Kateregga1 Casual Mapper (Active) 2012 2017
Joost Schouppe joost schouppe Joost_schouppe super mapper (highly active) 2008 (Bearbeitungen ab 2012) 2015
Guillaume Rischard Stereo Stereo heavy mapper (very active) 2008 (Bearbeitungen ab 2011) 2013
Miriam Gonzalez Mapanauta Mapanauta casual mapper (regularly active) 2015t 2015
Nuno Caldeira Nunocaldeira NunoCaldeira super mapper (highly active) 2012 (lt. eigenen Angaben 2011) 2018
Name Bearbeitungen OSM-Wiki Beiträge OSM-Forum OSM-Mailinglisten* (Mails/Jahr) Reputation OSM Help Zeichenzahl Wahlprogramm
Tobias Knerr 5686 2269 150 10057 10269
Jo Walsh 114 2 16 1 16
Geoffrey Kateregga 279 1 9 61 2009
Joost Schouppe 413 107 140 3197 6664
Guillaume Rischard 2946 38 9 256 2772
Miriam Gonzalez 19 14 6 inaktiv 3520
Nuno Caldeira 3 1 13 inaktiv 1582

*) nur öffentliche Mailinglisten, die auf der Übersichtsseite verlinkt sind (also ohne OSMF-Talk)

Name OSMF-Arbeitsgruppen aktiv im Local Chapter anderswo Vorstand (vormals oder noch) Gast in OSMF-Vorstandssitzungen
Tobias Knerr CWG, EWG wenig nein sehr häufig
Jo Walsh vormals DWG nicht aktiv ja selten/nie
Geoffrey Kateregga keine ja ? gelegentlich?
Joost Schouppe MWG ja ja des Öfteren
Guillaume Rischard DWG, MWG nicht existent ja immer wieder mal
Miriam Gonzalez keine kein formales ? selten
Nuno Caldeira keine nicht existent oder kein formales ja nicht?

Tobias Knerr

Person und Wahlprogramm

Tobias (Benutzername Tordanik) ist seit 2008 bei OSM aktiv und seit 2009 Mitglied der OSM Foundation. Er hat als Mapper angefangen und mit einem eigens angeschafften GPS-Empfänger weiße Flecken in seiner Gegend geschlossen, als es noch keine Luftbilder gab.

Im ersten, kurzen Absatz seines Wahlprogramms stellt er sich vor, der zweite hebt hervor, was OSM erreicht hat, bevor er in den übrigen Absätzen Probleme in der OSMF aufzeigt und seine Ideen zu ihrer Lösung darlegt.

Er ist über die zukünftige Rolle der OSMF besorgt. Es habe, solange er Mitglied der Foundation gewesen sei, eine gewisse Trennung zwischen der OSMF und der Community gegeben. In der letzten Zeit habe die OSMF sich jedoch damit abgemüht, gewisse Regeln (gemeint ist vermutlich die Organised Editing Guideline) einzuführen, obwohl diese von der Freiwilligen-Mappingcommunity ausdrücklich gewünscht worden waren. Er ist besorgt, dass sich die Schere durch die größere Bedeutung kommerzieller Datennutzer weiter öffnet. Er betrachte es als seine wichtigste Aufgabe, den Einfluss der Freiwilligen in der OSMF zu stärken.

Es sei die Aufgabe der OSMF, dem gesamten OSM-Projekt zu dienen – sowohl die freiwilligen Mapper als auch Unternehmen und all die anderen Gruppen. Organisationen übten jedoch einen überproportional großen Einfluss auf den Vorstand und das Projekt als Ganzes aus: Viele Vorstände seien in Geschäfte mit OSM oder humanitäre Organisationen im OSM-Umfeld involviert. Er möchte sicherstellen, dass die Beiträge der Firmen und Organisationen nicht zu Lasten der Interessen der Freiwilligen gehen.

Das bestehende Ungleichgewicht sei keine Folge böser Absichten. Er meint, dass es die Folge der Unorganisiertheit der selbstständig agierenden Freiwilligen sei. Um das auszugleichen, sollte die OSMF folgende Korrekturmaßnahmen vornehmen:

  • Alle aktiven Mapper sollen OSMF-Mitglieder werden können. Finanzielle und organisatorische Hürden sollten minimiert werden. Bei Mitgliedsanträgen solle der OSM-Benutzername stets angegeben werden. Die Benutzernamen aller Mitglieder sollten als Pseudonyme veröffentlicht werden.
  • Mit Interessenkonflikten solle verantwortungsvoll umgegangen werden. Die Geschäftsordung des Vorstands bittet befangene Vorstände, sich bei Abstimmungen zu enthalten. Die Regeln seien jedoch sehr vage und der Vorstand hat sich in einigen Fällen schwer getan, sie umzusetzen.
  • Je Organisation solle maximal ein Mitglied im Vorstand vertreten sein. Er glaubt, dass aufgrund der großen Anzahl an Individuen und Organisationen, die zu OSM beitragen, es nicht zu rechtfertigen sei, dass eine Organisation mehr als 30 Prozent der Stimmen im Vorstand innehat. Damit solle die Vielfalt im Vorstand verbessert werden.
  • Unternehmen sollten davon abgehalten werden, über Mitgliedschaften ihrer Mitarbeiter Einfluss auf den Vorstand auszuüben. Eine Person solle aus eigener Initiative der OSMF beitreten, nicht als Teil einer Gruppe. Firmen sollten ihren Angestellten die Mitgliedsbeiträge nicht erstatten und ihnen keine Wahlempfehlung aussprechen. Die Ansprüche sollten klar kommuniziert werden und Firmen aus dem OSM-Umfeld sollten an diese ethischen Standards gebunden werden. Fälle, in denen koordinierte Massenanmeldungen neuer Mitgliedschaften aufträten, sollten untersucht werden.
  • Die Transparenz und die Einbindung der Community solle verbessert werden. Der Vorstand und die Arbeitsgruppen sollten die Meinungen aus der Community in einem frühen Stadium einholen.

Antworten auf den Fragenkatalog

Tobias hat alle Fragen des offiziellen Fragenkatalogs beantwortet.

Auf die Frage wie er zu OSM gekommen sei und in welchen Bereichen er im Projekt aktiv war/ist, antwortet er, dass er sich nicht mehr an die ursprüngliche Motivation bzw. den Anstoß, bei OSM mitzumachen, erinnern könne. Er sei damals jedoch schon ein Unterstützer von freier Software gewesen und habe bei der Wikipedia und Wikimedia Commons mitgemacht. Zusammen mit anderen Mappern des örtlichen Stammtisches habe er Mappingpartys organisiert, JOSM-Schulungen gemacht, OSM Studenten und Leuten aus der Freie-Software-Bewegung gezeigt. Er war in der Organisation der FOSSGIS 2017 involviert. In seiner Freizeit arbeitet er an OSM2World, einer 3D-Rendering-Software. Er ist Mitglied der CWG, wo er Beiträge für blog.openstreetmap.org ins Deutsche übersetzt. Weil er als Mentor und Co-Admin von OSM für den Google Summer of Code seit 2015 aktiv war, ist er Mitglied der EWG geworden. Tobias nimmt sehr häufig als Gasthörer an den Vorstandssitzungen der OSMF teil.

Er hält sich für einen Vorstandsposten geeignet, weil er OSM liebt, seit einem Jahrzehnt dabei ist und sich sicher ist, den Durchblick zu haben, was in OSM wie läuft. Zudem habe er keine geschäftlichen Verwicklungen mit OSM und sei in keiner Nichtregierungsorganisation, die mit OSM zu tun habe, aktiv. Er sieht sich als eine Stimme der Hobby-Mapper und Freiwilligen. Diese Gruppe sollte im Vorstand stärker vertreten sein, als sie es bislang ist.

Tobias stimmt Mission Statement voll und ganz zu. Er denkt jedoch, dass darin einige Dinge fehlen und das Dokument die Werte des OSM-Projekts sowie, wie es tickt, nicht hinreichend gut wiedergebe. Ebenfalls stimmt er den Mappinggrundsätzen im Wiki zu.

Er denkt, dass OSM blühen und gedeihen werde, solange das Mapping Spaß mache. Die Top Ten Tasks der EWG sind seiner Meinung nach vernünftige Ziele mit einer großen Wirkung, die mittelfristig erreichbar seien. Zwar sei der Vorstand nicht in die Implementierung der Software direkt eingebunden, aber es sei seine Aufgabe sicherzustellen, dass die dafür erforderlichen Mittel verfügbar sind.

Es sei die Aufgabe der OSMF, die OSM-Community zu unterstützen, nicht zu kontrollieren („support, not control“). Deshalb möchte er gerne Verhaltensregeln (gemeint ist vermutlich ein Code of Conduct) vermeiden, die von oben herab beschlossen werden. Er sehe derzeit keinen Bedarf dafür. OSM sei weiterhin eine der angenehmsten Internet-Communitys, in denen er aktiv sei. Dennoch heiße das nicht, dass alles perfekt sei. In den letzten Jahren seien immer wieder mal Konflikte zwischen freiwilligen und bezahlten Mappern zu Tage getreten. Außerdem seien die Bemühungen, bestimmte Bevölkerungsgruppen anzusprechen, nicht gut genug. Seine größte Sorge ist die Verbesserung der ausgeglichenen Repräsentierung der einzelnen Regionen. Es sei die direkte Folge aus dem Hang von OSM zu vor Ort erhobenen Daten.

Allen Mappern sollte es möglich sein, der OSMF beizutreten. Finanzielle Hürden seien zu senken.

Mit Ausnahme von Jo, Geoffrey, Miriam und Nuno kenne er alle aktuellen und künftigen Vorstände.

Für die Erhöhung der räumlichen Vielfalt im Vorstand schlägt er vor, physischen Vorstandstreffen und synchroner Kommunikation weniger Bedeutung beizumessen. Zeitzonen und die Tatsache, dass das Hörverstehen eine höhere Hürde für Nicht-Muttersprachler sei, seien schädlich für das Engagement derzeit unterrepräsentierter Gruppen. Um eine größere Vielfalt unter den Kandidaten zu erreichen, sei es wichtig, weltweit aktive Mapper dazu zu ermutigen, Mitglied zu werden.

Tobias denkt, dass ein Interessenskonflikt ein Vorstandsmitglied disqualifiziert, an der Abstimmung teilzunehmen und sich an der Entscheidungsfindung im Vorfeld zu beteiligen. Man solle den Begriff „Interessenskonflikt“ nicht nur auf bezahlte Tätigkeiten beschränken. Wenn es in der Vorstandsarbeit um seine eigenen, als Freiwilliger gepflegte Open-Source-Projekte ginge, werde er sich enthalten.

Die fehlende Amtszeitbegrenzung für Vorstände halte er nicht für ein Problem. Der überproportional große Einfluss von Firmen und anderen Organisationen sei das Problem. Stattdessen solle man die Anzahl an Vorstandsmitgliedern, die mit OSM Geld verdienen, begrenzen. Dennoch sollte der Vorstand eine Amtszeitbegrenzung zusammen mit anderen Wahlrechtsänderungen einführen. Er möchte die Reform im kommenden Jahr anstoßen.

Tobias ist sehr kritisch gegenüber bezahlten Kräften in der OSMF. Bereits bestehende Beschäftigungsverhältnisse (diese sind auf freiberuflicher Basis) würde er beibehalten. Er werde sich nicht für weitere Kräfte einsetzen. Sollten die anderen Vorstände sich für weitere bezahlte Kräfte einsetzen, werde er sich nicht dagegen sperren, sondern bemühen, es mitzugestalten, damit es nicht nach hinten losgeht. Er spricht sich jedoch deutlich gegen bezahlte Kräfte in Führungs- und Leitungspositionen aus („Manager“ und „Projektleiter“) und will dem Widerstand leisten. Seine Antwort auf diese Frage enthält auch eine ausführliche Begründung seiner Position.

Er steht voll und ganz hinter den Organised Editing Guidelines, hätte aber einen Text, der näher am ersten DWG-Entwurf gelegen hätte, bevorzugt. Er hat den Prozess, der zur Richtlinie geführt habe, interessiert verfolgt und ist ein Mitautor des deutschen Entwurfs. Er ist sehr besorgt über die Umstände, die zu einem fast ein Jahr langen Entscheidungsfindungsprozess ohne intensive Einbindung der OSM-Community geführt haben.

Dem neuen Förderprogramm der OSMF steht er wegen einer Reihe offener Fragen, die dessen Befürworter noch nicht selber beantwortet haben, kritisch gegenüber. Die unterstützten Projekt müssen messbare Ziele haben. Sie sollten über übliche OSM-Mappingaktivitäten hinausgehen. Die Empfänger sollten schon vorher in OSM als Freiwillige aktiv gewesen sein. Er spricht von einer „history of contributions“ und will damit wohl ausdrücken, dass die Leute nicht ganz frisch dabei sein sollten.

Er möchte das Förderprogramm anfangs nicht thematisch begrenzen, um Raum für Versuche zu schaffen. Als Beispiele für Verwendungszwecke nennt er Mappingpartys, Code-Sprints (ähnlich Hackweekends) und den Erwerb von Satelliten-/Luftbildern. Die Ernennung eines Auswahlkomitees sei die kritischste Frage. Es widerspreche unserem Do-ocracy-Ansatz eine Gruppe zu haben, deren einzige Aufgabe das Entscheiden sei. Die damit verbundenen Risiken könne man umschiffen, indem man das Komitee nur für einen begrenzten Zeitraum aufstelle und langjährige Aktive auswähle. Der gesamte Prozess müsse „transparent by design“ (transparent von Anfang an) sein.

Die unpräzise Frage, welche Pflichten jemand habe, der Änderungssätze revertiert, beantwortet er deutlich ausführlicher als die anderen Kandidaten. Auch berechtigte Reverts können Mitwirkenden die Freude an OSM verderben, seien aber in einem Wiki-artigen Projekt erforderlich. Für Importe und organisierte Aktivitäten setzt er höhere Mindestqualitätsanforderungen an. Wenn ein Mapper in seiner Gegend mit qualitativ mangelhaften Beiträgen überschwemmt werde, sei es die Aufgabe anderer Communitymitglieder und der Arbeitsgruppen der OSMF, ihm zu helfen.

Auf die unpräzise Frage nach dem Umgang mit Kritik in sozialen Medien antwortet er allgemein. Öffentlichkeitsarbeit sei eine Community-Aufgabe. Gelegentlich sei es erforderlich, dass die Communications Working Group die Position des Projekts öffentlich darlege. Wenn Mitwirkende angegriffen oder bedroht werden, sei es die Aufgabe der Foundation, ihnen den Rücken zu stärken.

Jo Walsh

Person und Wahlprogramm

Jo ist seit 2005 bei OSM aktiv, hat mir ihrem Benutzerkonto zool aber sehr wenig gemappt. Sie hat kein Wahlprogramm fristgerecht eingereicht.

Antworten auf den Fragenkatalog

Sie hat nur elf von zwölf Fragen beantwortet. Ihre Antworten sind im Allgemeinen recht kurz.

Sie ist keine wirklich aktive Mapperin, besucht eigenen Angaben zufolge aber regelmäßig den OSM-Stammtisch in Edinburgh. In den Jahren 2015 bis 2016 war sie 18 Monate lang in der Data Working Group aktiv.

Da sie in den vergangen Jahren Mitglied des Vorstand der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) und der Open Knowledge Foundation war, glaubt sie für das Amt eines Vorstands geeignet zu sein. Sie schreibt, sie habe keine besondere Ziele für OSM.

Ihr Antwort auf die Frage, ob sie das Mission Statement der OSMF gut finde und was sie ändern würde, antwortet sie mit einigen konkreten Änderungsvorschlägen. Unter anderen schreibt sie, dass einige der Aufgaben des Vorstands in diesem Dokument eigentlich Aufgaben der Arbeitsgruppen seien. Es solle deutlich gemacht werden, die die Verantwortung bei den Arbeitsgruppen liege und diese Autonomie genießen würden. Die OSMF sei keine Firma, der Vorstand solle verwalten, nicht leiten und befehlen.

Jo ist für einen Verhaltenskodex. Wie man neue Mapper besser einbinden könne, antwortet sie mit einer allgemein. Sie habe diese Frage auf dem örtlichen OSM-Stammtisch gestellt und gibt in ihrer Antwort die dortige Antwort wieder.

Sie kennt keinen der anderen Kandidaten persönlich. Von den bestehenden Vorständen kennt sie nur Mikel Maron persönlich. Sie hebt Guillaume Rischard lobend hervor.

Die Frage nach der Vielfalt im Vorstand beantwortet sie nicht.

Jo geht keiner kommerziellen Tätigkeit nach, die mit OSM zu tun hat. Ihr fällt nichts ein, mit dem sie rechne, das sie dazu zwingen würde, sich der Stimme bei Befangenheit zu enthalten. Sie ist beim British Geological Survey tätig. Ihre Kollegen dort würden aber gelegentlich Mapathons organisieren, deren Teilnahme freiwillig sei.

Sie ist für eine Amtszeitbeschränkung. Weitere Details enthält ihr Antwort auf diese Frage nicht.

Auf die Frage nach bezahlten Kräften antwortet sie, dass es sinnvoll sei, eine Verwaltungsassistenzkraft zu bezahlen (gemeint ist damit vermutlich Dorothea). Sie strebe nicht danach, weitere Kräfte zu bezahlen. Es bestünde das Risiko, dass jemand in einer leitenden Position schlussendlich Fundraising für seine eigene Stelle betreibe und die Öffentlichkeitsarbeits-Bemühungen Freiwilliger schwäche. Die anarchische und hemdsärmlige Natur gebe dem OSM-Projekt seine Stärke.

Jo denkt, dass die Directed Editing Guidelines (sie spricht von einem „Entwurf“ – möglicherweise ist sie über den aktuellen Beschluss gar nicht informiert) zu breit seien. Ein Satz an sozialen Anforderungen könne nicht sowohl kleine Forschungsprojekte als auch Firmen mit bezahlten Mappern abdecken. Die DWG sollt die Werkzeuge und Autonomie haben, ihre Aufgabe zu erfüllen. Es solle aber klar sein, was ihre Aufgaben seien.

Sie bezeichnet ein Förderprogamm eine erfreuliche Entwicklung der OSMF. Sie habe keine Erfahrung mit solchen Programmen. Sie würde die Anzahl der Mitglieder im Auswahlkomitee hoch ansetzen, lokale Gruppen sollten Vertreter entsenden.

Bei der Frage nach der angemessenen Sorgfalt beim Revertieren von Änderungssätzen antwortet sie, dass sie die Frage nicht verstehe. Niemand solle einfach so Änderungen rückgängig machen und man solle stets von gute Absichten ausgehen.

Falls OSM in sozialen Medien heftig kritisiert werde, werde sie natürlich ruhig und maßvoll bleiben. Als Vorstandsmitglied würde sie weniger Kontroverses in den sozialen Medien sagen und vermeiden, dass ihre Aussagen als offizielle Statements verstanden werden.

Geoffrey Kateregga

Person und Wahlprogramm

Geoffrey kommt aus Uganda, ist seit 2012 bei OSM dabei (Benutzername Kateregga1). Er ist bei HOT angestellt.

Sein Wahlprogramm recht kurz. In den beiden ersten, langen Absätzen stellt er sich und seinen Weg in OSM vor und lobt in amerikanischem Stil OSM. Während anfangs sein Fokus auf der Datenerfassung gelegen habe, widme er sich seit er im Jahr 2014 HOT beigetreten sei, dem „Community-Building“. Im Jahr 2016 sei er daran beteiligt gewesen, das Netzwerk OSM Afrika zu gründen. Im Jahr 2017 sei er als Vorsitzender des Organisationskomitees der State of the Map Afrika in Kampala (Uganda) beteiligt gewesen.

Der dritte, lange Absatz widmet sich seinen Zielen. Er möchte seine Energie in den Aufbau das “Community-Building” als Teil der Local Chapters Working Group sowie das Förderprogramm (englisch: Microgrants Programme) stecken, sobald es angelaufen sei. Es gebe ein Bedürfnis Communitys zu gründen und daraus Local Chapters zu formen, indem man ihnen klare Anleitungen gebe. Das Förderprogramm werde nicht nur örtlichen Communitys die Möglichkeit geben, lokale Probleme zu lösen, sondern OSM auch mehr Sichtbarkeit verschaffen.

Probleme und aktuelle Fragen der OSMF-Politik thematisiert er in seinem Wahlprogramm nicht.

Antworten auf den Fragenkatalog

Er gibt in seiner Antwort auf die Frage nach der Motivation in OSM und seinen Aktivitäten an, dass er OSM beigetreten sei, weil er große Datenlücken gesehen habe – nicht nur in Uganda, sondern auch anderswo. Sein Fokus ist nicht auf dem Mappen. Stattdessen spricht er von „capacity building“, Training neuer Mapper und dem Wachstum der OSM-Community insbesondere an Hochschule. Er möchte die Anzahl der Local Chapters der OSMF vergrößern. Die weiteren Ausführungen in seiner Antwort auf diese Frage stehen auch in seinem Wahlprogramm.

Für den Vorstand sei er geeignet, weil er seit 2012 in verschiedene OSM-Projekte involviert sei und die Bedeutung einer vielfältigen Community für das Wachstum von OSM verstünde. Er denkt, dass er neue Ansichten und Erfahrungen in die Vorstandsarbeit einbringen könne.

Zum Mission Statement schreibt er nur, dass die Werte und Ziele des OSM-Projekts gut und wichtig seien. Er würde gerne die Überprüfbarkeit der Daten ergänzt sehen.

Auf die Frage, wie man neue Mapper begrüßen könne und diesen Raum zum groß werden geben könne, antwortet er mit allgemein gehaltenen Positionen ohne konkret zu werden. Auch zur Frage bzgl. der Erhöhung der Vielfalt in der Community bleibt er sehr allgemein und betont noch einmal, dass er neue Ansichten in die Vorstandsarbeit einbringen könne.

Geoffrey spricht sich dafür aus, dass eine Regulierung von Community-Mitgliedern von der OSMF eingeführt werden solle. Was er damit genau meint, gibt er nur indirekt mit einer allgemeinen Floskel an: Die OSM-Community solle eine freundliche Community sein, in der jeder willkommen sein solle. Das läuft wohl auf einen Code of Conduct hinaus,den die OSMF beschließt.

In seiner Antwort auf die Frage, welche Kandidaten oder Vorstände er kenne, erwähnt er Miriam Gonzalez, Kate Chapman, Mikel Maron und Heather Leson in amerikanischem Stil lobend. Er habe die vier auf Konferenzen bislang schon einmal getroffen. Andere erwähnt er nicht.

Die Antwort auf die Vielfalt des Vorstands fällt knapp aus. Inhaltlich geht er auf die Frage nicht ein. Die OSMF solle Local Chapters unterstützen. Regionale Führer sollten ernst genommen werden und dadurch ermutigt werden, für den Vorstand zu kandidieren.

Geoffrey arbeitet für HOT US Inc. (bezahlte Stelle) als GIS-Leiter und Community-Programm-Assisstenz. Er ist Vorsitzender von MapUganda, der Organisation der OSM-Community in Uganda. Er werde sich aus der Entscheidungsfindung heraushalten, wenn es einen Hinweis auf einen Interessenskonflikt zwischen ihm als Vorstandsmitglied und seinen anderen Tätigkeiten gebe.

Er spricht sich für Amtszeitbeschränkungen aus und erwähnt den Präsidenten von Uganda, der seien Amtszeitbeschränkung aus der Verfassung entfernt habe, um nach 32 Jahren bis an sein Lebensende regieren zu können. Er sehe, wozu das führe.

Geoffrey spricht sich ausdrücklich für bezahlte Kräfte aus und meint, dass man weitere einstellen solle. Ein Grund, warum OSM in Afrika nicht so schnell und leicht wachse, sei, dass es schwierig sei, Freiwillige zu finden, wenn den Leuten das Nötigste noch fehle. Es sei möglich, dass bezahlte Kräfte nicht der Mitwirkung Freiwilliger schaden würden.

Er ist ausdrücklich für organisiertes Mapping. Die Lücken in den OSM-Daten mancherorts sollten seiner Meinung durch organisiertes Mapping geschlossen werden. Die Regeln sollten leichtgewichtig sein, sodass es keine Hürden gebe, aber stark genug, sodass die Aktivitäten anderen gegenüber sichtbar sind.

Das Förderprogramm der OSMF solle dazu genutzt werden, lokale Probleme zu lösen. Die weitere OSM-Community solle in die Auswahl der Empfänger einbezogen werden. Die OSM-Community solle wie bei den OSM Awards über die Empfänger abstimmen. Zum Förderprogramm solle es auch ein Mentoring-Programm geben.

Die Frage nach der Sorgfalt beim Revertieren beantwortet er stark abweichend von seinen Wettbewerbern. Wie bei Importen solle ein Revert vorher auf der nationalen Mailingliste diskutiert werden. Der Mapper, dessen Änderungen revertiert werden, solle vorher kontaktiert werden. Das helfe dem Mapper, den Fehler nicht zu wiederholen.

Sein Antwort auf die Frage, wie man mit heftiger Kritik gegen OSM in sozialen Medien umgehen solle, beantwortet er nichtssagend. Zur Reaktion auf Angriffe gegen einzelne Communitymitglieder äußert er sich nicht.

Joost Schouppe

Person und Wahlprogramm

Joost Schouppe tritt dieses Jahr zum zweiten Mal an, nachdem er letztes Jahr mit wenigen Stimmen Rückstand gegen Heather Leson verloren hatte.

Joost kommt aus Belgien und ist seit 2012 bei OSM dabei. Er arbeitet in der öffentlichen Verwaltung und hat keine kommerziellen Verflechtungen mit OSM. Im Laufe der Zeit sei er zum „Community-Organisator“ geworden. Er sei nicht wegen Open Source oder Open Data zu OSM gekommen, sondern weil er sich für Karten interessiere.

Sein Wahlprogramm gliedert sich in drei Teile. Zuerst listet er kurz auf, was er plant, falls er nicht gewählt wird. Anschließend legt er seine Prioritäten dar, bevor er sich zum Schluss selber vorstellt.

Joost ist Mitglied des Vorstands von OSM Belgien, einem anerkannten Local Chapter der OSMF. Sollte seine Kandidatur erneut scheitern, wird er sich dennoch in der OSMF engagieren. Er möchte die Local Chapters Working Group als Community Working Group „neu starten“. Zudem möchte er die Verbindungen zwischen OSM und der Wissenschaft verbessern.

Sein Hauptziel ist es, die Community zu vergrößern. Das heiße für ihn, lokale Mapper zu fördern. Daher freue er sich so sehr über das Förderprogramm.

Eines der wichtigsten Dinge, um die Basis an Freiwilligen [in der OSMF] zu vergrößern, sei zu versuchen, wieder ein Verein zu sein, dem man beitreten wolle. Er habe zu oft von anderen Leuten gehört, dass sie keine Lust hätten, sich in der OSMF einzubringen, weil das Klima so rau sei. Ohne Namen zu nennen, ruft er gewisse zentrale Persönlichkeiten dazu auf, bei der Wortwahl das Gewicht ihrer Worte zu berücksichtigen.

Er möchte die Vielfalt unter den Mitgliedern verbessern. Zwar sei es ein unerreichbares Ziel, dass keine Gruppe überproportional repräsentiert ist, aber man könne mit einigen Möglichkeiten experimentieren. Drei nennt er explizit:

  • Er stellt die offene Frage, wie man diejenigen erreichen könne, die keine Englischkenntnisse haben. Er berichtet, dass in Belgien Englisch als Kommunikationssprache verwendet werde, damit keine Gruppe einen Vorteil habe. Da es aber auch Leute gebe, deren Fremdsprachenkenntnisse gering seien, sei es schlussendlich doch erforderlich, in drei Sprachen (Englisch, Niederländisch, Französisch) zu kommunizieren, auch wenn das Übersetzen viel Arbeit sei. Eine konkrete Lösung nennt er jedoch nicht.
  • Beim Kommunizieren seien nicht nur Sprachbarrieren ein Problem. Wer kommuniziere und diskutiere, solle sich der Unterschiede, die aus kulturellen Unterschieden, verschiedenen Geschlechtern oder Bildungsständen resultieren, berücksichtigen. Er meint, dass man vielleicht externen Rat hinzuziehen solle, der sich mit der Kommunikation über kulturelle Grenzen hinweg auskenne.
  • Er kritisiert, dass Diskussionen in der OSMF auf Mailinglisten als einziges Medium beschränkt seien. Als Vorstandsmitglied würde er gerne aktiv andere Möglichkeiten unterstützen, mit denen man mehr Beiträge zur Entscheidungsfindung erhalten könnte und nennt Umfragen als ein Beispiel von mehreren.

Antworten auf den Fragenkatalog

Er schreibt als Antwort auf die erste Frage, dass er immer weiter in OSM hineingerutscht sei. Er mappe fast täglich und sei als Organisator in der Community aktiv. Zusammen mit Jorieke Vyncke (bei Missing Maps aktiv) und Ben Abelshausen hätten sie in Belgien die OSM-Community aufgebaut. (Joost ist aber kein Mitglied von HOT US Inc.)

Joost meint, er sei für das Amt als Vorstand geeignet, weil er sich als Vermittler sehe. Er hebt hervor, dass er in ein Gespräch nicht mit Vorurteilen hineinginge. Vielleicht sei das daran gelegen, dass er aus einem Land sei, das ohne Kompromisse nicht funktionieren würde – Belgien.

Zum Mission Statement und den Good-Practice-Regeln meint er kurz und knapp, dass sie gut seien.

Zur Verbesserung der Willkommenskultur meint er, dass die OSMF mehr tun solle, um das Begrüßen von Neulingen zu erleichtern. Die Liste an Kommunikationskanälen, die im iD-Editor nach dem Hochladen angezeigt werden, hält er für einen guten ersten Schritt.

Er denkt, dass es weibliche Leitpersönlichkeiten bräuchte, um Frauen als Mapperinnen zu gewinnen. Es sei aber auch noch mehr Forschung in der Richtung erforderlich, um das Marketing zielgerichteter durchführen zu können.

Joost meint, dass neue Mapper zuerst Datennutzer seien. Die Chancen, die zwei Milliarden neue Nutzer (Facebook nutzt OSM) mit sich brächten, solle man nutzen. Aber nicht jeder Konsument werde auch ein Beitragender. Wir sollten die Entwickler von Apps ermutigen, ihre Nutzer in Beitragende zu verwandeln.

Die Frage, ob er über seine Wettbewerber und die aktuellen Vorstände etwas sagen könne, hat er nicht verstanden. Seine Antwort ist ein Satz, der keine Informationen enthält.

Um die Vielfalt im Vorstand zu erhöhen, solle man unten anfangen. Die Mitglieder der OSMF sollten die Mapper-Community repräsentieren. Das Beitragserlassungsprogramm sei ein guter Schritt nach vorn. Er sei gespannt, wie es sich entwickle.

Es gebe aber auch echte Probleme. Erstens sei es derzeit praktisch nicht möglich, ohne exzellente Englischkenntnisse Vorstand zu sein. Das gelte vielleicht auch für das Engagement in der OSMF. Lösungsansätze habe er keine, aber man könne ja bestimmte Dinge ausprobieren. Zweitens frisst das Engagement auch Zeit. Das könne erklären, warum im OSM-Umfeld geschäftlich tätige Leute aktiver seien. Zwar seien Firmen und Nichtregierungsorganisationen ein Weg, viel Aufmerksamkeit zu erhalten, und diese Beziehung idealerweise symbiotisch. OSM sei aber ein Freiwilligen-Projekt, das das Geschäftsleben betrifft, kein kommerzielles Projekt, das durch Crowdsourcing betrieben werde. Damit stößt er recht kritische Töne in Sachen Firmen an.

Zur Frage nach Interessenskonflikten meint er, dass seine berufliche Tätigkeit ausreichend weit von OSM entfernt sei und er keine Interessenskonflikte deshalb erwarte. Er (Soziologe) ist arbeitet in der Kommunalverwaltung und erstelle lokale Statistiken für Entscheidungsträger. Umgekehrte Interessenskonflikte habe er jedoch gelegentlich, wenn er Kollegen von der Nutzung von OSM überzeugt.

Joost denkt, dass ein gewisse Art von Amtszeitbeschränkung nötig sei. Es bringe das Risiko mit sich, erfahrene Leute deshalb zu verlieren. Manchmal sei frisches Blut jedoch notwendig.

Joost ist für bezahlte Kräfte, v.a. als Projektmanager. Er denkt, dass das den Freiwilligen die Arbeit leichter mache und sie nicht ersetze.

Er drückt sich sehr positiv über die Organised Editing Guidelines aus. Als Mapathon-Organisator sehe er zwar ein paar problematische Anforderungen, aber nichts, das nicht machbar sei. Als örtlicher Mapper fühle er sich von den Guidelines beschützt. Falls sich Probleme herausstellen werden, könne man sie ja noch anpassen.

Zum Förderprogramm meint Joost, dass man zuerst sich im Klaren sein solle, was man damit erreichen wolle. Im Advisory Board sei die Idee aufgekommen, dass es als Vertrauensbeweis dienen könne. Wenn man eine große, umfangreiche Idee hat, kann man erst einmal einen kleinen Schritt finanzieren und schauen, ob da das klappt. Er denkt, dass man die Mittel hauptsächlich für zwei Zwecke nutzen solle:

  • Anstoß für OSM-Communitys: Mapper, die eine erste Veranstaltung organisieren wollen, die bessere Mappingwerkzeuge brauchen oder die anders keine anderen Veranstaltungen besuchen können usw.
  • die Prioritäten der Community umsetzen

So ein Programm solle nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bei HOT US Inc. hätte es eine 50%-Stelle benötigt, um es am Laufen zu halten. Man solle daher Mittel für die Stelle eines Projektmanagers bereitstellen. Das Treffen der Entscheidung sei ein leichterer Job. Er sehe idealerweise ein demokratisches Wahlsystem, bei dem die Community die finale Entscheidung trifft.

Joost denkt, dass Reverts nicht leichtfertig erfolgen sollten. Unter den vielen Fehlern können auch ein paar Perlen verborgen sein. Der Verantwortliche solle kontaktiert werden. In Belgien würden Reverts nur nach Rücksprache mit den anderen Mappern in der belgischen Chatgruppe erfolgen, um ein zweites Augenpaar zu haben.

Zur Frage nach dem Umgang mit Kritik in den sozialen Medien meint Joost, dass OSM manchmal ein unfreundlicher Ort sei. Er denke, dass das nicht so sein sollte und es dem Projekt schade. Darüber solle man aber in den OSM-Kanälen diskutieren, nicht in sozialen Medien. Anlass für die Frage sei seiner Meinung nach ein konkreter Anlass. Eine wichtige Person habe sich verkürzt und falsch über OSM geäußert. Joost hätte für eine Erwiderung gestimmt, wenn die Person nicht eine korrigierte, verbesserte Fassung ihres Social-Media-Statements veröffentlicht oder es zurückgenommen hätte.

Guillaume Rischard

Person und Wahlprogramm

Guillaume kommt aus Luxemburg. Er hat vor zwei Jahren schon einmal erfolglos kandidiert und verweist zu Beginn seines Wahlprogramms auf das damalige. Dieses war in drei Abschnitte „Zu einer immer besseren Karte“, „Repräsentierung der Mapper-Community“ und „Neue Geldquellen finden“ gegliedert. Das sei alles soweit noch gültig mit der Ausnahme, dass Apple und Facebook jetzt OSM unterstützen würden.

Sein diesjähriges Wahlprogramm ist recht kurz, aber reich an konkretem Inhalt und in die drei Punkte „Chancengleichheit“, „Transparenz der Vorstandsarbeit“ und „Arbeitsgruppen“ gegliedert.

Dem ersten Abschnitt widmet er sich am meisten. Er erwähnt die Massenanmeldung von 100 Indern und die Vorwürfe der Wahlempfehlungen in Firmen, welche kontrovers diskutiert wurden. Die aktuelle Satzung habe keine Hürden gegen Massenanmeldungen. Die Membership Working Group solle damit beauftragt werden, zusammen mit der Community ein umfangreiches, aber angemessenes Paket an Maßnahmen zu entwickeln, um Wahlbetrug und „regulatory capture“ (Vereinnahmung einer Regulierungsbehörde) [durch Firmen] zu verhindern. Nur die breite Teilnahme leidenschaftlicher Mapper aus vielen Communitys in den Aktivitäten der OSMF könne verhindern, dass die OSMF durch Dritte übernommen werde. Er ruft daher jedes OSMF-Mitglied dazu auf, mitzuhelfen, Mapper zu einer Mitgliedschaft in der OSMF zu bewegen.

Er fordert, dass die Transparenz der Vorstandsarbeit verbessert werde. Es sei dem Vorstand derzeit möglich, viele hinter den Kulissen zu machen. Umlaufbeschlüsse würden unter bestimmten Umständen nicht veröffentlicht werden.

Es sei ein andauernder Zustand, dass Freiwillige und ihre Arbeitsgruppen in der OSMF mit der Arbeit überlastet seien. Die OSMF kann und sollte mehr tun, um sie zu entlasten, einschließlich Unterstützung von außen.

Antworten auf den Fragenkatalog

Guillaume ist seit 2011 dabei. Er hat erstmals von OSM im Jahr 2008 gehört, es aber nicht ernst genommen. Er ist ein klassischer Hobby-Mapper durch und durch. Er mappt hauptsächlich in Luxemburg und im Kosovo, wo seine Freundin sich dienstlich bedingt aufhält. In der OSMF engagiert er sich in der Data Working Group und der Membership Working Group. Zudem hat er durch konsequentes Erinnern und Anmahnen die Umsetzung einer HTTPS-überall-Richtlinie (die gibt es nicht formal) erreicht. Guillaume ist Co-Maintainer des Editor-Layer-Index und schreibt Issues und Pull-Requests auf GitHub. Er hat schon bei ein paar Vorstandstreffen zugehört und empfiehlt in ironischem Ton Popcorn dazu.

Er meint, dass seine Mitarbeit in der DWG und MWG ihm die entscheidende Erfahrung für die Arbeit als Vorstand gegeben habe. Zudem sei er im Jahr 2017 in den Verkehrsausschuss der Stadt Luxemburg gewählt worden. Er war und ist Mitglied der Vorstände einiger Vereine. Er weiß, wie in der OSMF der Hase läuft. Aufgrund seiner politische Aktivität sei er mit der Kompromissfindung vertraut. Die kulturellen Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern kennt er als Luxemburger mit Kenntnissen in Luxemburgisch, Französisch, Deutsch und Englisch sowieso.

Auf die Frage, ob er hinter dem Mission-Statement steht, antwortet er ausweichend. Er denkt, dass man solche Dokumente von Zeit zu Zeit überprüfen sollte. Das sollte aber unter Einbindung der Community geschehen. Dafür schlägt er eine Umfrage vor.

Guillaume spricht sich dafür aus, die Community mit Werkzeugen zu unterstützen, die die Ansprache von Neulingen verbessern. Er verweist dabei auf die Schweiz und Belgien. Bezüglich der OSMF-Mitglieder hebt er hervor, dass er es geschafft habe, in Frankreich, Luxemburg und dem Kosovo in kurzer Zeit (vor dieser Wahl) eine erhebliche Anzahl an Mitgliedern anzuwerben.

Er findet einen Code of Conduct im Grunde gut. Es sei aber die Aufgabe der OSMF, den Konsens der Community zu bestätigen, nicht zu bestimmen.

Die Operations Working Group bezeichnet er gerade als die große Schwachstelle von OSM. Die Systeme seien am Laufen und wenige engagierte Freiwillige investieren ihre Zeit, aber neue Entwicklungen gebe es keine. Konkrete Abhilfe erwähnt er aber nicht.

Guillaume findet lobende Worte für jeden seiner Wettbewerber. Tobias erwähnt er als guten Kandidaten, um den akademischen Teil in OSM zu stärken.

Auf die Frage, wie seine Meinung zur fehlenden räumlichen Vielfalt im Vorstand sei, antwortet er, dass er in der Vergangenheit gezielt Kandidaten aus unterrepräsentierten Ländern gewählt habe. Es sei wichtig, viele und räumlich breit gestreute Mitglieder zu haben. Dahin sei es immer noch ein weiter Weg. Er plädiert dafür, sich nicht so sehr auf die mangelnde Vielfalt im Vorstand zu konzentrieren. In einem Vorstand mit sieben Leuten sei es hingegen nicht erreichbar, alle Minderheiten zu repräsentieren. Er sei gegen Grenzen (vermutlich meint er damit eine Obergrenze für eine bestimmte Gruppe), da solche Systeme leicht zu umgehen seien und zu Klientelismus führen. Stattdessen solle man lokale Communitys stärken und den Local Chapters mehr Einfluss verschaffen.

Interessenskonflikte sieht er keine. Er arbeitet als freiberuflicher IT-Berater. Die meisten seiner Projekte hätten keinen Bezug zu Karten. Er kritisiert das Verhalten eines Vorstandsmitglieds, das wegen Befangenheit nicht über die Organised Editing Guidelines mit abstimmen durfte, dafür gekämpft hat, dass die Regeln aufgeweicht werden. Gemeint ist damit wahrscheinlich Mikel Maron (er nennt dessen Namen nicht explizit). Auf dem Niveau sei selbst der Anschein von Unanständigkeit bedauernswert, in seiner jedoch geächtet. Er wisse aus seiner politischen Tätigkeit mit Befangenheit umzugehen. In einem Fall habe er vorübergehend die Sitzung verlassen, wie es in solchen Fällen üblich sei.

Er spricht sich nicht für und nicht gegen eine Amtszeitenbeschränkung aus, empfindet die aktuelle Regelung aber als sehr seltsam. Es sei die Entscheidung der Mitglieder, wie hier zu verfahren sei.

Zu bezahlten Kräften meint er, dass Dorothea ein Glücksgriff sei, und lobt ihre Neutralität und Professionalität. Falls man Leute bezahle, solle das nur für Tätigkeiten geschehen, die für die Freiwilligen zu viel seien. Als Beispiel erwähnt er die Membership Working Group, die mit dem Eintragen neuer Mitglieder nicht hinterherkomme. Die OSMF solle keine bürokratische, riesige Nichtregierungsorganisation werden. Der Kern müsse aus Freiwilligen bestehen. Genau diese hätten die Massenanmeldung von 100 neuen Mitgliedern kurz vor Ende der Anmeldefrist für die nächste Wahl bemerkt.

Guillaume ist der Autor des zweiten Entwurf der Organised Editing Guidelines, die der Vorstand mittlerweile beschlossen hat. Er schreibt dazu, dass es für ein offenes Projekt wichtig sei, die Erwartungen klar zu kommunizieren. Das bringe Sicherheit und Verlässlichkeit für beide Seiten – Organisationen und die Community. Der Leitfaden sei ein Ergebnis der Erfahrungen der DWG mit solchen Fällen. Sie sollten auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, sobald man ihre Wirkung einschätzen kann, vorher nicht. Er kritisiert diejenigen, die den Leitfaden teils als zahnlos, teils als drakonisch dargestellt haben. Sie gäben der Community die Freiheit, es sei aber dennoch möglich, im Zweifelsfall Aktionen zu stoppen, meint er.

Für das Förderprogramm schlägt Guillaume die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor. Die Vergabeentscheidung solle nach einer Diskussion mit der Community getroffen werden. Man solle Infrastruktur und Communitys nachhaltig unterstützen und nicht Leute für das Mappen bezahlen. Bei der Evaluierung der Förderungen solle ein messbares Ergebnis vorliegen.

Man solle stets von guten Absichten ausgehen, meint er auf die Frage zu Reverts.

Seine Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit Kritik enthält keine konkrete Meinung. Er erwähnt jedoch die intensiv diskutierte Krim-Frage und, dass der Beschluss der DWG dazu am Ende zu Kritik, Angriffen und Drohungen gegen Freiwillige geführt habe.

Miriam Gonzalez

Person und Wahlprogramm

Miriam gibt an, seit 2014 in OSM aktiv zu sein. Ihr OSM-Benutzerkonto Mapanauta hat aber 2015 erstmals Änderungssätze zu OSM hochgeladen. In ihrem Wahlprogramm beschäftigen sich nur drei kurze Aufzählungspunkte mit ihren Plänen, im Rest stellt sie selbst sich vor.

Antworten auf den Fragenkatalog

Sie habe 2013 erstmals von OSM erfahren und sei von der geringen Datenmenge enttäuscht gewesen. Zusammen mit einigen Mappern habe sie Mapathons organisiert und in Hochschulen und Behörden für Open Data und OpenStreetMap geworben. Sie habe am Import der Verwaltungsgrenzen in Mexiko im Jahr 2016 mitgewirkt und Mappingaktionen nach Wirbelstürmen und Erdbeben. Mittlerweile studiert sie Geomatik. Sie ist Mitglied der Gruppierung Geochicas, einer Mapperinnengruppe in Lateinamerika, die sich für einen höheren Frauenanteil in OSM engagiert und mittlerweile auf auch außerhalb Lateinamerikas aktiv ist.

In den Antworten auf die Mitgliederfragen gibt sie an, dass sie über ihre berufliche Tätigkeit zu OSM gekommen sei. Sie habe in einer Firma gearbeitet, die die Firma Skobbler (eine OSM-basierte Navi-App) aufgekauft habe und über die Datenqualität in OSM besorgt gewesen sei. Gemeint ist damit die Firma Telenav. Mittlerweile arbeitet sie nicht mehr dort und hat eigenen Angaben zufolge keine Interessenskonflikte mehr.

Wenn sie gewählt wird, möchte sie lokale Communitys insbesondere in den Ländern unterstützen, die andere Bedürfnisse als die auf der Nordhalbkugel haben. Sie möchte den Frauenanteil erhöhen und „andere Communitys“ sollten sich OSM mehr willkommen fühlen. Zudem möchte sie neue Mappingtechniken und die Entwicklung guter „Mensch-Maschine-Arbeitabläufe“, die die von auf Menschen zentrierte Karte mit maschinellen Verfahren verbessern.

Miriam hat vier Fragen nicht beantwortet. Sie hat sie später nachgereicht, als die Antworten ihrer Wettbewerber veröffentlicht haben. Um gleiche Bedingungen für alle Kandidaten zu schaffen, werden hier nur die fristgerecht eingegangenen Antworten berücksichtigt.

Sie mappt meist kleinere Städte in Mexiko und an anderen Orten in Lateinamerika sowie organisierte Treffen und Mapathons. Sie hat auch schon an Vorstandssitzungen teilgenommen.

Auf die Frage, warum sie für das Amt als Vorstand geeignet sei, antwortet sie, dass sie die Dinge praktisch sehe und gut im Fällen von Entscheidungen sei.

Die Frage, ob sie das Mission Statement und die Good-Practice-Seite gut finde und was sie daran ändern würde, hat sie nicht beantwortet.

Auf die Frage, wie OSM alle möglichen Mapper in die Community aufnehmen kann, schlägt sie als Ergänzung zur textbasierten Kommunikation mehr Live-Veranstaltungen vor. Um neue Mapper besser zu begrüßen, schlägt sie umfangreichere Willkommens-Mails vor, die vollautomatisch versendet werden. Zudem könnte man bei der Registrierung mehr Informationen abfragen, um mehr über die Mapper und ihre Motivation zu wissen. Als Antwort auf die Frage, wie man die Vielfalt (Regionen, Einkommen, Geschlechter, sexuelle Orientierung) verbessern könnte, erwähnt sie das Projekt Geochicas, in dem sie aktiv ist. Dieses sei in drei Richtungen aktiv, um den Frauenanteil zu erhöhen: Wissen teilen, einen sicheren Raum für die Mitarbeit schaffen und Frauen zu ermutigen, auf Konferenzen zu reden.

Miriam schlägt Verhaltensregeln vor, damit jeder einen Leitfaden für seine Verhalten habe.

Sie schreibt, dass sie von den Kandidaten nur Geoffrey und Joost bislang im realen Leben getroffen habe.

Miriam hält die räumliche Vielfalt für sehr wichtig, da jede Region andere Bedürfnisse habe. Das täte den OSM-Daten gut. Sie hält sich für eine „globale Bürgerin“, da sie bislang schon in vielen Ländern gelebt habe, u.a. China, Frankreich, Vereinigtes Königreich, USA und Mexiko. Richtig beantworten tut sie die Frage bezüglich der Vielfalt im Vorstand jedoch nicht, sondern weicht aus.

Auf die Frage nach Interessenskonflikten und ihrem Umgang damit antwortet sie, dass sie keinen habe. Falls sie eine bezahlte Stelle mit OSM-Bezug antrete, könne sie das mitteilen. Zu ihrem Umgang mit Interessenkonflikten und ihren Ansprüchen enthält ihre Antwort keine Informationen.

Die Frage nach der Amtszeitbeschränkung wurde nicht fristgerecht beantwortet.

Miriam ist für bezahlte Kräfte für Assisstenz- und Verwaltungstätigkeiten. Ihre Antwort fällt recht knapp aus.

Die Frage nach organisiertem Mapping beantwortet sie nicht.

Das angedachte Förderprogramm der OSMF solle drei Themenbereiche umfassen:

  • Community: Communitys in armen Ländern finanziell unterstützen
  • neue Mappingtools: Testen und Verbessern bestehender Werkzeuge sowie Mensch-Maschine-Interations-Workflows
  • Vielfalt: Projekte, die den Frauenanteil erhöhen wollen

Die Fragen bzgl. Reverts und Kritik in sozialen Medien hat sie nicht beantwortet.

Nuno Caldeira

Person und Wahlprogramm

Nuno ist eigenen Angaben zufolge seit 2011 aktiv. Sein altes Benutzerkonto nutze er seit dem Lizenzwechsel im Jahr 2012 nicht mehr. Nuno mappt viel auf Madeira, seiner Heimat, übersetzt Software ins Portugiesische und ist „Mapillary-Botschafter“.

Sein Wahlprogramm widmet ist recht kurz. Er möchte sich engagieren, um dafür zu sorgen, dass die geforderte Quellenangabe bei der Nutzung von OSM-Daten auch erfolgt. Auf andere aktuelle Themen und Themen, die sonst in Wahlprogrammen gern genannt werden, geht er nicht ein. Seine Antworten auf die Fragen sind meist eher kurz.

Antworten auf den Fragenkatalog

Nuno ist Geograph, Photograph/Videograph und „Botschafter“ für zwei Fotozubehör-Marken. Im Jahr 2015 hat er die dritte Mappingparty auf Madeira mitorganisiert. Anfang 2018 ist er „HERE Map Master“ in Portugal geworden. Mapping sei eine gesunde Sucht.

Er meint, dass er für das Amt als Vorstand geeignet sei, weil er zwei Jahre lang Vorstandsvorsitzender eines Wandercamping-Vereins war.

Auf die Frage, ob er dem Mission Statement und den Good-Practice-Regeln im Wiki zustimme, antwortet er ausweichend. Er schreibt, dass er an Open Data glaube und wegen der Verletzungen der ODbL durch Firmen besorgt sei, die seit Juli von Google zu OSM gewechselt seien, weil Google die Gebühren erhöht habe. Die OSMF müsse da aktiv werden. Er denkt, dass wenn zwei Prozent aller Facebook-Nutzer die OSM-Quellenangabe sehen würden und 5 Prozent davon Mapper werden würde, viel gewonnen sei.

Nuno denkt, dass es ein Mentoring-System für neue Mapper geben solle.

Die Frage, welche der bestehenden Vorstände und welche der Kandidaten er kenne, beantwortet er mit der Aussage, dass er einige über Telegram kenne.

Er hält ein System, nach die Vorstandsposten gleichmäßig nach Kontinenten vergeben werden für schlecht, da es die Größenverhältnisse der Communitys außer acht lassen würde. Es müsse das Interesse der Personen an der Kandidatur und nicht die Herkunft sein, die entscheiden solle.

Bei der Frage nach Interessenskonflikten erwähnt er, dass er Mapillary-Botschafter sei, aber von Mapillary weder zur Kandidatur gebeten wurde noch ihm den Mitgliederbeitrag bezahlt habe. Er habe kein kommerzielle Interesse in OSM-Daten. Seine Entscheidungen als Vorstand würden nicht von Dritten beeinflusst werden und er denke, dass die OSMF neutral sein sollte.

Nuno ist für eine Amtszeitbeschränkung für Vorstände, da sie der Vielfalt auf lange Dauer dienen würde.

Die Frage nach seiner Meinung zu bezahlten Kräften beantwortet er sehr knapp. Er stimme der aktuellen Situation zu, dass die OSMF größtenteils von Freiwilligen betrieben werde.

Bei der Frage zu den Organised Editing Guidelines weicht seine Antwort von den anderen sehr ab. Er sieht in organisierten Bearbeitungen die Gefahr der Datenmanipulation. Es solle daher reguliert werden. Bezahlte Mapper sollten gekennzeichnet sein, damit ihre Änderungen von der Community kontrolliert werden können.

Er denkt, dass diejenigen Mittel aus dem Förderprogramm erhalten sollten, die in Südamerika und Afrika für die Nutzung von OSM werben oder das Bewusstsein für OSM erhöhen. Die Arbeit von HOT sei wichtig. Es sei aber noch wichtiger, vor Ort zu sein, um bei Kriegen und humanitären Krisen zu helfen.

Nuno denkt, dass schlechte Änderungen und Vandalismus schnellstmöglich zurückgesetzt werden sollten. Bei schlechten Änderungssätzen sollte drei Tage Zeit gegeben werden, um die Änderung zu begründen, bevor sie rückgängig gemacht wird.

Auf die Frage nach dem Umgang mit Kritik in den sozialen Medien gegen OSM meint er, OSM neutral sein solle. Kritik sollte durch eine Antwort des Vorstands beantwortet werden.

Wochennotiz Nr. 436

20.11.2018-26.11.2018

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3D-Modell vom Schloss Heidelberg – Eines von mehreren kürzlich vom Land Baden-Württemberg veröffentlichen Modellen.1 | © Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart 2018

Mapping

  • John Whelan teilt seine Ansicht über das Projekt Building Canada 2020 und wie man mit der Kartierung von Gebäuden fortfahren sollte. Die Veröffentlichung von Regierungsdaten und die Erwartung, dass Microsoft Gebäudegrundrisse für Kanada wie für die USA veröffentlichen wird, lassen ihn zu dem Schluss kommen, dass das Hinzufügen von Metadaten besser sein könnte, als wenn unerfahrene Mapper Gebäude mit iD abzeichnen.
  • Radfahrer cdr.epper ärgert sich jedes mal aufs Neue darüber, dass er von BikeCitizens in Osnabrück durch die Fußgängerzone geroutet wird. Vielleicht nimmt sich ein ortskundiger Mapper des Problems an.
  • Und mit der Abbildung des städtischen Radnetzes in OSM ist er ebenfalls nicht zufrieden. Eine OSM-Fehlermeldung für diese Kritik wurde bereits erstellt. Vielleicht wäre Hilfe zur Selbsthilfe hilfreicher.
  • Aus der Diskussion im deutschen Forum über Regeln für die Verwendung von Relationen mit type=multipolygon ist ein deutschsprachiges Proposal entstanden. Auf der Mailingliste Talk-de wird auch diskutiert. ( Nabble )
  • In seinem Benutzerblog beschreibt MKnight seinen Workflow zum Finden und Nachtragen von Notrufsäulen an Autobahnen.
  • Die Abstimmung für boundary=aboriginal_lands wurde gestartet, nachdem das Tag vor über 10 Jahren zum ersten Mal vorgeschlagen wurde. Dieses Tag wird bereits für die Kartierung der offiziellen Territorien von Aborigine-Gruppen verwendet, die manchmal als „Native Reservations“, „Indian Reservations“, „Indian Reserves“ oder „Indigenous Protected Areas“ bezeichnet werden. Diese Bereiche sind in Ländern wie Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten verbreitet. Alan McConchie stellt einen Pull-Request für den OSM Kartenstil Carto bereit, der diese Bereiche mit einem braunen Umriss darstellen würde.
  • Warin meint, dass das Wiki für Antennen einige Überarbeitungen benötigt, um eine bessere Spezifikation des Antennentyps zu ermöglichen. Da er durch die Werte des Schlüssels antenna:type im deutschen Teil des Wikis verwirrt ist und sich auch mit dem Key nicht anfreunden kann, sucht er nach alternativen Optionen, obwohl die deutschen Eintragungen Sinn machen. Eine internationale Lösung ist schwer zu etablieren. ( Nabble )

Community

  • InfosReseaux schrieb einen Beitrag in seinem OSM-Benutzerblog über das Mapping von Infrastrukturen wie Stromnetzen, wie sich das Infrastrukturwissen mit OSM von proprietärem zu offenem Wissen wandelt und wie das Infrastrukturmapping OSM besser macht.
  • Wenn man kürzlich die Website von Pascal Neis How Did You Contribute genutzt hat, stolperte man über einen neuen Abschnitt namens Recently used preset – Top 3. In einem Blogeintrag erklärt Pascal, dass es sich um einen neuen Qualitätsindikator handelt.

OpenStreetMap Foundation

  • Der neue DWG-Beschluss (wir berichteten) über die Halbinsel Krim hat mehrere Diskussionen angeregt:
    • eine Zusammenfassung in russischer Sprache in Zveriks OSM-Blog (ru) (automatische Übersetzung)
    • Diskussion im ukrainischen OSM-Forum (teils Englisch, teils Ukrainisch) (automatische Übersetzung)
    • Diskussion auf der Mailingliste OSMF-Talk (en)
    • Eintrag im Benutzer-Blog von Kilkenni mit Kommentaren (en)
    • Auf den Mailinglisten Talk und Tagging (1, 2) haben mehrere Leute Vorschläge gemacht, wie man umstrittene und beanspruchte Gebiete erfassen könnte (Proposal von johnparis, Propsal von Rory). Es wurde auch darüber diskutiert, ob und welche man überhaupt in OSM erfassen soll.
    • Jemand hat beim OSMF-Vorstand eine formale Beschwerde eingereicht.
  • Der OSMF-Vorstand teilte den Mitgliedern mit, dass er einen Antrag auf Zurückweisung der Mitgliedsanträge im Zusammenhang mit einer „Massenanmeldung von 100 neuen OSMF-Mitgliedern am 15.11.2018 aus Indien, die meisten von einer einzigen IP-Adresse eines ‚bekannten‘ Unternehmens“, abgelehnt hat. Die neuen Mitglieder sind dieses Jahr nicht wahlberechtigt. Die Entscheidung löste jedoch eine lange, noch andauernde Diskussion aus.
  • Joost Schouppe hat die Anzahl der OSMF-Mitglieder aus den einzelnen Ländern mit der Anzahl der dort aktiven Benutzerkonten pro Tag verglichen. Sein Blogeintrag wird umfangreich kommentiert.
  • Die Protokolle der Sitzungen der Data Working Group vom 10. Juli, 13. September und 15. November sind veröffentlicht worden.

Humanitarian OSM

  • Die Erasmus + European Youth Humanitarian OpenStreetMap (euYoutH_OSM) Schüler haben in einem Tweet mitgeteilt, dass am 23. November einige ESJEA-Lehrer ihr Training in OpenStreetMap, in einer Sitzung unter der Leitung der Lehrer Nuno Azevedo und Elizabete Oliveira, begannen. Die Lehrer arbeiteten mit JOSM und ergänzten fehlende Daten von Terceira Island. euYoutH_OSM gab am 26. November bekannt, dass Sporttechniker die Möglichkeit hatten, eine Ausbildung in JOSM zu erhalten. Die Absolventen des Kurses haben gelernt, wie man Gebäude, Liegenschaften mappt und noch zu kartierende Strukturen kennzeichnet.
  • HOT und Kathmandu Living Labs kooperieren bei der Kartierung von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. KLL wird Gebäude aus der Ferne kartieren, bevor Informationen vor Ort gesammelt werden, um die Bewertung abzuschließen. Die Ergebnisse werden zur Validierung der Datensätze für Nepal verwendet, die die Exposition einer Region gegenüber aus Naturkatastrophen entstehenden Gefahren zeigen.
  • Drei Informatikstudenten fragen nach „validierten Regionen“ für ein Projekt zum maschinellen Lernen. Es ist geplant, einen Datensatz herunterzuladen, um automatisierte, auf Satellitenbildern beruhende Mapping-Modelle zu trainieren und zu testen. ( Nabble )

Ausbildung/Schulung

  • Der Data Wrangling Teil des Udacity Kurses zum Data Analyst verwendet OpenStreetMap als Projekt. Kursteilnehmer müssen eine größere Fläche aus OSM exportieren, filtern und analysieren. Vorher gibt es eine gute Einführung in Nodes, Ways und Relationen.

Karten

  • Im Forum wird diskutiert, wie die Weihnachtskarte noch weihnachtlicher werden kann.

Programme

  • Cadcorp, ein britischer Anbieter von GIS-Dienstleistungen, insbesondere für Kommunen, hat seine Software aktualisiert und bietet nun auch ein OSM-Layer.
  • Eine Alpha-Version von Atlasr, einer Open-Source-Kartensoftware, wurde veröffentlicht. Atlasr, das aus verschiedenen Modulen wie einer Kartendatenbank, einem Karten-Renderer, einem Tile-Server, einem Geocoder und einer Routing-Engine besteht, will eine reibungslose, schnelle, zuverlässige und schöne Open Source und Open Data Alternative zu Google Maps bieten. Die Software ist verfügbar unter GitHub.

Programmierung

  • Beitragender !i! hat mit Spracherkennung experimentiert und diese mit JOSM verbunden – speech2josm. Der Prototyp ist in Python geschrieben. Matthias wünscht sich jemanden, der dies als Java Plugin neu erstellt. Mehr schreibt er in seinem Blogbeitrag.

Releases

  • Die Version 4.17.0 des OSM Carto Stylesheets wurde veröffentlicht. Wie Daniel Koć in seinem OSM Benutzerblog schreibt, beinhalten die Änderungen eine frühere Darstellung von natural-Gebieten, die Bereinigung des Renderings in mitteleren Vergrößerungen, das Rendering neuer Features sowie neue Icons für einige Keys.
  • Die GIScience Research Group der Universität Heidelberg hat die Version 3.2 ihres QGIS Plugins OSM Tools veröffentlicht. Die neue Version beinhaltet nun auch den Zugriff auf Routing-Funktionen von openrouteservice.org.
  • QGIS 3.4 ‘Madeira’ wurde kürzlich veröffentlicht. Diese Version ist das erste langfristige Release (LTR) der Hauptversion 3. Die vielen neuen Funktionen sind in dem sehr langen Changelog aufgeführt.

Kennst du schon …

  • …. die hochdetaillierte OSM-basierte Karte von Bexhill-on-Sea, England? Jetzt mit einer aktuellen Ausgabe. Sehr empfehlenswert für alle im Tourismus tätigen Organisationen.

OSM in der Presse

  • Der Deccan Chronicle berichtet über eine am Indian Institute of Management-Bangalore gehaltene Veranstaltung, bei der über 300 Mapper aus 12 Ländern über Katastrophenmapping und deren Bedeutung, die Rolle der Sprache bei der Kennzeichnung von Orten, Community-Building und viele andere Themen diskutierten.
  • Die Website The Better India bietet seinen Lesern ein neues Hobby: OSM. Der kurze Artikel behandelt einige Grundlagen über OSM, was OSM für die Zivilgesellschaft tun kann und erwähnt die jüngste State of the Map in Indien.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Das Open Data Institute (ODI) fordert die britische Regierung auf, die Dominanz kommerzieller Online-Giganten bei Geodaten des Vereinigten Königreichs zu brechen, indem sie das Geschäftsmodell öffentlicher Stellen stärker auf offene Daten ausrichtet und darüber nachdenkt, den Zugang zu Geodaten privater Unternehmen zu verfügen. Eine öffentliche Debatte sollte die Rolle privater und öffentlicher Stellen im Zusammenhang mit Geodaten diskutieren.
  • Municipal Dreams twitterte ein Foto einer alten Karte des Londoner Hauptkanalsystems.
  • [1] Das Land Baden-Württemberg hat viele 3D-Modelle historischer Burgen, Schlösser und Klöster unter einer eigenen Lizenz veröffentlicht. Das Repository Sketchfab hält ein Verzeichnis der bisher nicht downloadbaren 3D-Modelle bereit.
  • Das Motorrad-Touring-Portal alpentourer.eu berichtet über das neue Pässeportal alpenpaesse.de, welches tagesaktuelle Informationen über Pässe und Bergstraßen anbietet. Die Karten sind OSM-basiert.
  • Paul Ramsey bloggt über das Verhalten eines Vertriebsmitarbeiters von ESRI, als er in einer örtlichen GIS-User-Group über die Risiken der Bindung an einen einzelnen Softwareanbieter sprach. (via @anonymaps)

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
Viersen OSM Stammtisch Viersen 2018-12-04 germany
Stuttgart Stuttgarter Stammtisch 2018-12-05 germany
Toulouse Rencontre mensuelle 2018-12-05 france
Bochum Mappertreffen 2018-12-06 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2018-12-06 germany
Nantes Réunion mensuelle 2018-12-06 france
Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2018-12-11 france
Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
Salzburg Maptime Salzburg 2018-12-12 austria
München Münchner Stammtisch 2018-12-13 germany
Berlin 126. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2018-12-14 germany
online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
Bonn Bonner Stammtisch 2018-12-18 germany
Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-12-18 germany
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-12-18 germany
Rennes Recensement des panneaux publicitaires 2018-12-23 france
Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-12-28 germany
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

Hinweis:
Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Polyglot, Rogehm, SunCobalt, bjoern_m, derFred, doktorpixel14, k_zoar.

Wochennotiz Nr. 435

13.11.2018-19.11.2018

    SotM Asia 2018 group photo

    Die State of the Map Asia 2018 1 brachte Mapper aus rund 12 Ländern der Welt zusammen. Es waren zwei Tage mit interessanten Vorträgen und Workshops. Weitere Informationen finden sich auf der Website und auf Twitter unter dem Hashtag: #SotMAsia18

Mapping

  • Dave Swarthout beschrieb auf der Mailingliste Tagging, dass er gerade die Möglichkeiten der Multipolygon-Relationen kennen lernte. Er nutzte sein neues Wissen, indem er Buchten in Alaska kartierte. Er entdeckt jedoch schnell die Nachteile des Mappings sehr großer Strukturen, in seinem Fall des Cook Inlet, das sich über 290 km erstreckt. Er fragte, ob es einfacher wäre, eine einfache Form zu zeichnen, als eine Relation mit Dutzenden von Wegen als Mitglieder zu verwenden. Die folgende ausführliche Diskussion brachte jedoch auch einen einfachen Knotenpunkt ins Spiel und konzentrierte sich auf viele andere Probleme, vor allem das Rendern. Am Ende hat die Diskussion Dave aber nicht geholfen, sein Problem zu lösen.
  • Das Thema, wie man mit zweisprachigen Namen umgeht, ist eine der häufigsten Fragen in OSM und hat das Potenzial für lange Auseinandersetzungen. Diesmal begann die Diskussion in Österreich.
  • Die Schweizer OSM-Community kann in Sachen Adresserfassung jetzt Bergfest feiern. Die Hälfte ist gemappt.
  • Anton Khorev meint in seinem Benutzer-Blog, dass es die verschiedenen Traditionen der Etagennummerierung schwierig machen, den Wert in level= zu interpretieren. In seinem umfassenden Beitrag (en) erklärt er das Problem und warum es nicht so einfach zu lösen sei, wie es scheine.
  • Die unabgesprochene Wiki-Änderung von highway=living_street zu highway=service + living_street=yes löste im deutschen Forum und auf der Mailingliste Talk-de einige Diskussionen aus.
  • Die Abstimmung über office=diplomatic (ehemals Consulate) läuft. Das Proposal beabsichtigt, zwischen diplomatischen, konsularischen und anderen Arten von Verbindungsbüros zwischen Regierungen zu unterscheiden. Der Vorschlag wurde von einem Experten auf diesem Gebiet, einem Botschafter, vorbereitet.
  • Jukka Nikulainen hat seinen Proposal zum Mappen von Straßenbahngleisen auf Straßen zur Abstimmung gebracht. Straßenbahngleise werden in der Regel als separate OSM-Ways gemappt, auch wenn sie keinen eigenständigen Gleiskörper haben. Das Vermeiden dieser Straßen ist aufgrund der erhöhten Unfallgefahr für das Radrouting interessant.
  • François Lacombe bittet um Kommentare zu seinem Vorschlag, wie man Ventile für Pipelines und Wasserleitungen mit mehr Attributen vervollständigen könnte.
  • Joseph Eisenberg bittet um Ratschläge, wie man Neighborhood Gateway Signs, in deutsch etwa Nachbarschaftstoreinfahrtsschild, taggt, wie sie in Indonesien und anderen Teilen der Welt wie Portland und San Diego existieren.

Community

  • Pascal Neis, seit Oktober 2018 Professor für Geo-Government an der Hochschule Mainz, stellte die durchschnittliche Anzahl aktiver Mapper pro Tag und pro Land für die vergangenen 12 Monate als csv-Datei zum Download bereit. Laut seinem Tweet seien dies die Daten, die er für osmstats.neis-one.org verwendet.
  • Die tschechische OSM-Community informiert
    über die Gründung der Organisation OpenStreetMap Česká republika z.s.. Die Organisation hat 14 Gründungsmitglieder und strebt nach der Startphase an, ein Local Chapter der OSMF zu werden. Tomáš Kašpárek, Marián Kyral und Jakub Těšínský wurden zu Mitgliedern des ersten Vorstands gewählt.
  • Jakob Miksch erstellte eine ansprechende Beschreibung von OSM, die das Datenmodell, die Tags, die Bearbeitung, die Visualisierung und die Lizenz umfasst, in seinem Blog. Interessant für Anfänger!
  • Von 5. bis 9. November fanden OSM- und GIS-Schulungen für internationale humanitäre Organisationen in Mali statt. Organisiert wurden diese von OpenStreetMap Mali und OCHA Mali.
  • Gregory Marler hat seine Video-Blog-Reihe über seine OSM-Geschichte fortgesetzt. In seinem neuesten Video erinnert er sich an die Art und Weise, wie OSM vor zehn Jahren bearbeitet wurde und wie es sich seitdem verändert hat.
  • OpenStreetMap Benin hat mit Unterstützung seines Internationalen Freiwilligendienstes der Frankophonie einen dreitägigen Workshop zum Thema Kartierung mit OpenStreetMap für junge Frauen mit unterschiedlichem sozio-professionellem Hintergrund organisiert. Das Training fand auf dem „frankophonen digitalen” Campus in Cotonou statt.

OpenStreetMap Foundation

  • Rob Nickerson fragt den OSMF-Vorstand, warum das Mitgliederbeiträge-Erlassungsprogramm, das der Vorstand vor vier Jahren beschlossen habe, noch nicht umgesetzt sei.
  • Paul Normann hat am 15. November offiziell das OSMF Fee Waiver Program auf der OSMF-Mailingliste angekündigt. Das Programm zur Beitragsbefreiung ermöglicht es Personen der OSMF beizutreten, wenn es bisher keine Geldtransferoptionen gab oder wenn die Kosten im jeweiligen Teil der Welt unerschwinglich sind.
  • Das Protokoll der Sitzung der License Working Group vom 8. November ist veröffentlicht worden. Thema war u.a. die Richtlinie zum Umgang mit DMCA-Urheberrechtsbeschwerden.
  • Das Sponsoring für den Server, der zum Bau von JOSM verwendet wird und den Download anbietet, endet in Kürze. Das deutsche lokale OSMF-Chapter FOSSGIS erhielt einen Förderantrag für einen neuen. Der neue Server wird ohnehin benötigt, da der alte an seine Grenzen stößt.
  • Nakaner veröffentlichte im OSM Forum ein fast wörtliches Protokoll der OSMF-Vorstandssitzung vom 15.11.2018 .
  • Christoph Hormann schildert in seinem Benutzer-Blog seine Eindrücke von der OSMF-Vorstandssitzung am 15. November. Er beschreibt die auch im öffentlichen Teil sichtbare Einflussnahme von Mikel Maron von Mapbox, die Organised Editing Guidelines völlig aufzuweichen, und kritisiert, dass ein Entwurf einer nicht öffentlich genannten Firma nicht veröffentlicht wird.
  • Michael Collionson hat die offizielle Fragensammlung an die Kandidaten für die OSMF-Vorstandswahl veröffentlicht. Die sieben Kandidaten werden gebeten, bis zum 30. November ihr Wahlprogramm und ihre Antworten auf diese Fragen per E-Mail einzureichen. Anschließend werden sie gesammelt veröffentlicht.
  • Die Data Working Group der OSM Foundation hat beschlossen, dass die Halbinsel Krim in den OSM-Daten ab sofort zu Russland gehört. Der Beschluss legt außerdem Regeln für die (Nicht-)Verwendung von addr:country=* sowie Anforderungen an Änderungssatzkommentare in der Region fest. Damit wird ein früherer Beschluss ersetzt.

Veranstaltungen

  • [1] Am letzten Wochenende fand die zweitägige State of the Map Asia statt, an der rund 280 Teilnehmer aus 12 Ländern rund um den Globus teilnahmen. Geboten wurden interessante Sessions, Panels, Workshops rund um die Nutzung von OpenStreetMap mit spannenden Themen wie Naturschutz, Mapping, Datenvisualisierung und vieles mehr. Das Organisationsteam möchten allen danken, die diese Veranstaltung zu einem Erfolg gemacht haben!

    Der SotM Asia Twitter Account gibt einen Überblick über die gehaltenen Präsentationen und Vorträge sowie viele visuelle Eindrücke. Es ist geplant, die Präsentationen auf einem speziellen YouTube-Kanal hochzuladen.

  • Die FOSDEM 2019, die sich als die größte und unterhaltsamste jährliche Open-Source-Konferenz bezeichnet, findet am 2. und 3. Februar 2019 in Brüssel statt. Die Konferenz, die auch einen sog. Geospatial Devroom bietet, ruft zur Teilnahme (Call for Participation) auf.
  • Mehr als 110 von Doctors Without Borders angerufene Personen kamen (fr) (automatische Übersetzung) am Freitag den 16. November zur UPNA, um durch Satellitenkarten zwei krisengeschützte Gebiete in Caracas und Niger zu kartieren.

Humanitarian OSM

  • Melanie Eckle hat das Protokoll der HOT-Vorstandssitzung vom 8. November veröffentlicht. Es war die erste Sitzung, an der alle Mitglieder von HOT US Inc. zuhören durften.
  • HOT nutzt Open-Source-Tools, um die Malaria in Guatemala zu bekämpfen. In einem Artikel wird erklärt, wie sie mit der Clinton Health Access Initiative und dem guatemaltekischen Gesundheitsministerium zusammenarbeiten und mehr als 1.600 Gebäude zu OpenStreetMap im Gebiet von Escuintla hinzufügten, um bei der Koordination beim Versprühen von Insektiziden in Innenräumen zu helfen.
  • Am 28. November laden (fr) (automatische Übersetzung) CartONG und die Flüchtlingsgemeinschaft SINGA Grenoble in La Coop zu einem Mapathon der besonderen Art ein. Dabei wird paarweise gemappt, so dass Personen mit Migrationshintergrund oder solche, die kaum technisches Knowhow aufweisen, gemeinsam mit den Mitgliedern mittels Schritt-für-Schritt-Anleitungen ihr Wissen teilen und erweitern können.

Karten

  • In der neuesten Version unterstützt OpenStreetBrowser das Zeichnen von Muster entlang Linien, was ab sofort auf der Radrouten Karte und der Karte des öffentlichen Verkehrs verwendet wird.
    Bei den Radrouten wird die Rolle des Wegs in der Relation als Richtung genommen (forward/backward), bei der Karte des öffentlichen Verkehrs die Verbindungen zwischen den Wegen (wie im PT Schema v2 definiert wurde). Ein Beispiel.

    Als weiteres Highlight gibt es jetzt als Vorbereitung für die Adventszeit eine spezielle Kategorie rund um "Weihnachten" mit Übernahme der Daten aus dem xmas tagging.

switch2OSM

  • Gmaps, das die Führung unter den Map-Modulen für ExpressionEngine beansprucht, änderte seinen Namen in mit der Formel Gmaps – Google = Maps. Die Gebührenerhöhung bei Google und die Kürzung der kostenlosen Dienste führten zu einem Wandel der Entwickler hin zu Open Source und einer Unterstützung von einer Reihe Kartenanbietern, darunter OSM.

Programme

  • Der Fahrradrouter cycle.travel von Richard Fairhurst ist jetzt auch in Skandinavien und Teilen von Osteuropa verfügbar.
  • Die Survey-App StreetComplete erreichte 1000 Sterne auf GitHub.

Programmierung

  • Wenn Du Dir schon immer gewünscht hast, dass das Hochladen von Änderungen zu OSM schneller geht, hast Du jetzt die Chance, dabei zu helfen. Der Upload von Änderungen wurde komplett neu implementiert und im Forum werden Tester gesucht, die den Code mit iD, Potlatch oder JOSM testen.

Releases

  • Martijn van Exel hat MapRoulette auf Version 3.1.1.1 aktualisiert. In seinem Benutzerblog erklärt Martijn die neuen Funktionen, die die Verfügbarkeit von Mapillary-Bildern auf MapRoulette, das Zurücksetzen bzw. Neuerstellen von Aufgaben und ein öffentliches Leaderboard für jede Herausforderung beinhalten.
  • Wambacher hat seine umfassende Auflistung von OSM-bezogener Software aktualisiert. Zu den neuesten Updates gehören Naviki Android 3.1810.1, OpenStreetCam Android, Traccar Server 4.2 und Vespucci 11.2.0.
  • Potlatch 2 ist noch am Leben und wird aktiv gepflegt. Richard Fairhurst kündigte zwei kleine Updates an.

Kennst du schon …

  • …. den Dienst apps.meggsimum.de, mit dem man OpenLayers-Karten erstellen und teilen kann?
  • Schnöggersburg in Sachsen-Anhalt? Wambacher hat diesen Ort schon 2012 wiederentdeckt und im Forum wird jetzt erst fleißig erörtert, wie man diese spezielle "Stadt" taggen kann und darf.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Doug Rinckes startete einen Plus-Code Grid-Service auf grid.plus.codes. Das Plus-Code-System, oder Open Location Code wie das System offiziell genannt wird, wurde ursprünglich von Google entwickelt. Das System ist in OSM umstritten und hat in der Vergangenheit zu hitzigen Diskussionen auf GitHub, der Mailingliste Talk und anderen Orten geführt.
  • Die New York Times veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel A Map of Every Building in America, der verschiedene Perspektiven auf die Entwicklung von Siedlungen in den USA und die Anordnung von Gebäuden in diesem Zusammenhang bietet. Der Artikel diskutiert Karten in verschiedenen Maßstäben, von einem landesweiten Schwarzplan bis hin zu einer Karte der verschlungenen Vororte in Mesa, Arizona. In einem Blick hinter die Kulissen und damit die Hintergründe der Karten beschreibt die New York Times in einem eigenen Artikel, wie die Karten mit Hilfe der Gebäudegrundrisse erstellt wurden, die Microsoft im Laufe des Jahres veröffentlicht hat und die auch für OSM verfügbar sind.
  • Die Macher der Plattform wheelmap.org, Sozialhelden e.V., starten eine neue Initiative names “inKLOSiv!”, die die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit von rollstuhlgerechten Toiletten im öffentlichen Raum lenken soll. Zusätzlich gibt es mit „Wir machen mit!“ eine Gruppe, die als Toilettentester in Düsseldorf ausschwärmt und anschließend die Ergebnisse bei Wheelmap und damit OSM eintragen soll.
  • Die Bike-Website road.cc hat das am Lenker montierbare GPS-Gerät Hammerhead Karoo getestet. In dem Artikel erklärt der Autor Dave Atkinson, warum das Gerät das beste verfügbare GPS für seinen Zweck sei, obwohl er denkt, dass es besser sein könnte.

Wochenvorschau

    Wo Was Wann Land
    Lübeck Lübecker Mappertreffen 2018-11-22 germany
    Graz Stammtisch Graz 2018-11-26 austria
    Bremen Bremer Mappertreffen 2018-11-26 germany
    Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-11-27 germany
    Düsseldorf Stammtisch 2018-11-28 germany
    Stuttgart Stuttgarter Stammtisch 2018-12-05 germany
    Toulouse Rencontre mensuelle 2018-12-05 france
    Bochum Mappertreffen 2018-12-06 germany
    Dresden Stammtisch Dresden 2018-12-06 germany
    Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
    Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2018-12-11 france
    Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
    München Münchner Stammtisch 2018-12-13 germany
    Berlin 126. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2018-12-14 germany
    online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
    Bonn Bonner Stammtisch 2018-12-18 germany
    Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-12-18 germany
    Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

    Hinweis:
    Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Rogehm, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.

Wochennotiz Nr. 434

 

06.11.2018-12.11.2018

Logo

10 Jahre OSM in Indien 1 | Bild von Arun Ganesh (@planemad) unter CC-BY-SA 3.0

Mapping

  • Gregory Marler hat ein Youtube-Tutorial erstellt, das zeigt, wie er seine eigenen 360° -Bilder aus Mapillary zur Bearbeitung mit JOSM verwendet.
  • Die Mapper der Firma Grab (das südostasiatische Uber) verärgern die thailändische Community mit sehr schrottigen Bearbeitungen. Russ McD schreibt dazu im thailändischen Forum: „Was wir hier sehen ist noch eine weitere große Organisation, die eine Ladung Anfänger in einem Sandkasten namens OSM herumspielen lässt. Sie werden alle bezahlt, während wir Freiwillige den Dreck zusammenkehren.“ Aber lest einfach selbst …
  • Wir haben kürzlich darüber berichtet, dass Telenav die Machine-Learning basierte Verkehrszeichenerkennung und die daraus resultierenden Trainingsdaten, die fast 100 Straßenschildertypen erkennen, als Open-Source veröffentlichte. Telenav nutzt die Technik mit seiner OpenStreetCam-Plattform, einem Dienst, der Mapillary sehr ähnlich ist. Das OpenStreetCam JOSM Plugin visualisiert die erkannten Verkehrszeichen in der neuesten Version. Martijn van Exel beschreibt einen Power Validator Workflow, mit dem man ganze Fahrten mit vielen erkannten Zeichen sehr schnell auf der OpenStreetCam-Website validieren kann.
  • Die Frage, ob Aruba, Curaçao und Bonaire als unabhängige Länder oder als Teile des Königreichs der Niederlande bezeichnet werden sollten, wurde im Forum diskutiert. Der Thread gibt einen Einblick in verschiedene Stufen der Unabhängigkeit von Gebieten, die noch mehr oder weniger zu einem Königreich gehören.
  • Die im Wiki beschriebene Kontroverse, dass motorcar=no alle zweispurigen Fahrzeuge umfasst, motorcar=yes aber nur PKW, wurde im Forum diskutiert.
  • Nakaner schlägt im deutschen Forum vor, über feste Regeln für die Verwendung von Multipolygon-Relationen abzustimmen. Daraus folgt eine sehr umfangreiche Diskussion.

Community

  • Seit zwei Wochen arbeitet (fr) die französische OSM Gemeinschaft an einem Monatsprojekt zur Vollständigkeit der Abdeckung von Polizeistationen und Gendarmerie-Brigaden (Regionalpolizei) in Frankreich. Dieses Projekt wurde gestartet, nachdem kürzlich qualitativ hochwertige offene Daten von Gendarmerie-Empfangsstellen und deren Öffnungszeiten verfügbar waren. Die Besonderheit dieses Updates besteht darin, dass jede Gendarmerie durch einen eindeutigen Schlüssel referenziert wird, der spätere Aktualisierungen erleichtert (Adresse, Telefon, Öffnungszeiten). Im Zuge dieses Projektes werden namenlose amenity=police bereinigt und die Identifizierung von Gemeindepolizeigebäuden verbessert. Es erlaubte auch, an der Dokumentation des Wikis zu arbeiten. Die Zusammenarbeit mit der National Gendarmerie Digital Mission läuft.
  • [1] Arun Ganesh twittert einen Teaser für die kommende SOTM Asia vom 17. bis 18. November 2018 in Bangalore, Indien mit einer Serie schöner Visualisierungen von 10 Jahren OSM in Indien.
  • Kalifornien ist auf dem Geofabrik-Downloadserver so groß geworden, dass Frederik Ramm es gerne aufteilen würde. Auf der Mailingliste Talk-us bittet er Kalifornier um Vorschläge.
  • Mapper Nop kündigt im Forum ein Update seiner OSM Editor-Statistik im OSM Wiki an.
  • Fünf Jahre nachdem der Taifun Haiyan die Philippinen getroffen hat, rekapituliert Mapper seav in seinem Benutzerblog die damals erhaltene OSM-bezogene Unterstützung und beschreibt, wie der Taifun OSM und seine Community auf den Philippinen verändert hat.
  • Die OpenStreetMap Foundation Colombia hat für OSM (hauptsächlich für Latein Amerika und Kolumbien) spanische Tools wie den Task Server und Umap implementiert und andere Tools entwickelt, die in einem hochverfügbaren Rechenzentrum in Deutschland gehostet werden und für alle Latam zur Verfügung stehen. Diese Kampagne bittet um Ihre Hilfe bei der Wartung dieser Server, wir müssen das Geld aufbringen, das es uns ermöglicht, diese Infrastruktur für mindestens zwei Jahre zu erhalten. Link zur Fundraising-Kampagne.
  • Die Weltbank berichtet in einem Artikel über OSM und den Aufstieg der lokalen Kartierungsgemeinschaften. Der Blogbeitrag hebt die partizipative Kartierung in Asien und Afrika hervor, was ein regelmäßiger Leser der Wochennotiz aufgrund der zunehmenden Anzahl solcher Projekte, die wir erwähnt haben, bereits bemerkt haben könnte, sowie die Tatsache, dass Entwickler aus dem Silicon Valley, afrikanische Stadtplaner und sogar humanitäre Mitarbeiter alle in demselben Projekt zusammenkommen.
  • tyr_asd nutzt sein OSM-Benutzertagebuch, um seine Wertschätzung für die OSM-Community in Graz, Geofabrik und die Disastermappers Heidelberg auszudrücken.

Importe

  • Jeff Underwood von Facebook veröffentlicht eine umfassende Dokumentation mit dem Titel So how does the Facebook’s AI Assisted Road Import Process work? über ihre auf Machine Learning basierte Datengenerierung für OSM in den Benutzertagebüchern. Facebook lädt derzeit Daten für Thailand hoch und arbeitet mit HOT in Indonesien zusammen.

OpenStreetMap Foundation

  • Wenn Du Fragen an die Kandidaten der bevorstehenden OSMF-Vorstandswahl richten möchtest, aber diese in der deutschen Sprache verfasst, kannst Du auf Christoph Hormanns Angebot zurückkommen. Christoph leitet die Fragen übersetzt an Michael Collinson weiter, der die Fragen an die Kandidaten sammelt und so hilft, mehr Struktur in die Befragung der Kandidaten zu bringen.
  • Tobias Knerr (aka Tordanik) kündigt im Forum seine Kandidatur für die bevorstehende OSMF-Vorstandswahl an.
  • Nakaner stellt im deutschen Forum die ersten Kandidaten für die Wahl der OSMF Vorstandsposten vor. Weiterhin erstellte er eine aktuelle Mitgliederstatistik.

Veranstaltungen

Humanitarian OSM

  • MapAction, eine humanitäre Kartierungsorganisation, veröffentlichte einen Bericht über die Hilfe, die drei Freiwillige und zwei Mitarbeiter nach der schweren Flut im Januar 2015 in Malawi geleistet haben.
  • Am 28. November am Abend findet (fr) ein Missing Maps Mapathon in Grenoble statt. Für diesen Abend laden CartONG und SINGA Grenoble ein, die partizipative und humanitäre Kartografie in OpenStreetMap zu entdecken und mit den Mitgliedern der Flüchtlingsgemeinschaft SINGA Grenoble einen geselligen Abend zu verbringen!

Ausbildung/Schulung

  • Der Volksfreund aus Trier berichtet über den Start eines von der EU geförderten Erasmus+ Projektes, bei dem sich Lehrer aus fünf Ländern in Saarburg zu einer umfangreichen OSM-Schulung getroffen haben. Besonders hervorgehoben wird in dem Beitrag eine Live-Schaltung zu Severin Menard, der über seine Erfahrungen in Afrika berichtet. Manfred Reiter, ehemaliger Lehrer: „Damit kann man vom heimischen Computer aus weltweit Menschenleben retten“. Das ganze Projekt ist auf zwei Jahre angelegt mit dem Ziel in den beteiligten europäischen Ländern viele Schüler für “humanitäres Mapping” zu begeistern.

switch2OSM

  • Nachdem Google die Android App Oeffi aus dem Play Store geworfen hatte, wurde der Quellcode als Open Source veröffentlicht und unter dem alternativem App-Store F-Droid verfügbar gemacht, ist aber mittlerweile wieder bei Google verfügbar. Laut Nutzerangaben wurde der alte Kartenanbieter zugunsten von OSM ausgetauscht.

Open-Data

  • Die britische Geospatial Commission wird am 26. November einen mit 1,5 Millionen britischen Pfund dotierten Wettbewerb für von Freiwilligen gesammelte (crowdsourced) Geodaten ankündigen. Der Betrag entspricht in etwa den Gesamtbetriebskosten von OSM seit Gründung vor 14 Jahren.
  • Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) veröffentlicht den neuen openelevationservice auf github. Er ist eine Flask-Anwendung, die für Punkte oder 2D-LineStrings Höheninformationen aus verschiedenen Höhenmodellen extrahiert und als 3D-Geometrie in verschiedenen Formaten zurückgibt. Es unterstützt eine GET/POST Anfrage als Point/Linestring z.B. direkt an https://Openrouteservice.org (Melde Dich an der API an und erhalte einfach eine 3D Geometrie für Deine Route).
  • SmugMug, der neue Besitzer von Flickr, hat wesentliche Änderungen an den AGBs für kostenlose Flickr-Konten angekündigt. In den kostenlosen Konten können maximal 1000 Bilder gespeichert werden. Flickr wurde in der Vergangenheit auch von OSM-Mappern und Bloggern genutzt, was jetzt erschwert wird.

Programme

  • OSMCha erhielt wichtige Updates. Jetzt ist OSMCha konform mit der GDPR-Gesetzgebung und hat eine neue Möglichkeit, markierte OSM-Funktionen zu empfangen. Mapper wille veröffentlicht zwei Blog-Posts über diese neue Version.
  • Tessio Novack und Kollegen der Universität Heidelberg veröffentlichten einen Open-Access-Artikel über das Erzeugen von personalisierten “angenehmen” Fußgängerrouten basierend auf OpenStreetMap und Openrouteservice. Sie zeigen und evaluieren, wie Faktoren wie Grün, Geselligkeit und Lärm aus OSM erzeugt und für die Routenadaption genutzt werden.

Programmierung

  • Ein GDAL Coordinate System Barn Raising hat über https://gdalbarn.com $144.000 erreicht, um Verbesserungen an den Systembibliotheken zu ermöglichen, die für die Open-Source-Toolchain GDAL, PROJ, libgeotiff, PostGIS und Spatialite benötigt werden.
    Die neuen Bibliotheken ermöglichen Transformationen mit höherer Genauigkeit zwischen Koordinatensystemen, da eine zusätzliche Transformation nach WGS84 vermieden wird und die damit verbundenen zusätzlichen Schritte eliminiert werden.
  • Andy Allan, ein OSM-Urgestein, veröffentlichte einen Blogartikel über Moderation, Authorisation and Background Task Improvements for OpenStreetMap. Er gibt einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen der OSM-Codebasis, einschließlich der Hilfe des Ruby for Good Teams, das während der jährlichen Entwicklungskonferenz viele Verbesserungen am OSM-Code vorgenommen hat.
  • Christoph Hormann beschreibt in seinem Blog, wie man mit Mapniks kaputter Unterstützung für SVG-Flächenmuster, also der Darstellung von Flächen wie Wald und Wiese, umgehen kann. Er entwickelte dazu ein Skript, dass das Format, also PNG oder SVG sehr einfach wechseln kann, um für den Druck oder Online-Karten das jeweilig bessere Format zu erhalten.
  • Nett: die neue interaktive Openrouteservice-API-Dokumentation auf Basis von vujes erhielt eine graphische Kartenkomponente. So können Requests an ORS superleicht entwickelt und getestet werden:
    1. Erstelle interaktiv eine Anfrage. 2. Rufe den Dienst auf. 3. Zeig das Ergebnis auf der Karte und schließlich … 4. Lade den Request herunter.
  • Christoph Hormann stellt seine Präsentation des vor der Deutschen Gesellschaft für Kartographie und Geomatik gehaltenen Vortrags über offene Karten-Projekte der OSM-Community auf seinem Blog zur Verfügung.

Releases

  • Die OSM-basierte Navigations-App Magic Earth hat die Verbindung zu Google, Facebook und Twitter aus der App entfernt und gibt keine Benutzerdaten mehr weiter. Die Website mobilesicher.de hat kürzlich mehrere Navigationsanwendungen getestet und bei der App in vorigen Versionen den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert und berichtet nun darüber. Es ging eine Empfehlung raus.

Kennst du schon …

  • … Anonymaps? Ein Tweet verweist auf einen über Sportwagenhersteller Porsche und seine Nutzung einer OSM-basierten Navigation von Mapbox. Porsche nutzt die OSM-Lösung, obwohl es eine kleinere indirekte Beteiligung an HERE besitzt. Wir (Die Redaktion) möchten darauf hinweisen, dass Porsche nicht 84% an HERE hält und die Angabe von Anonymaps falsch ist.
  • …. die kuratierte Liste von OSM-bezogener Software?
  • osmoscope von Jochen Topf zur Behebung von Fehlern in OSM? Du hast es versucht und Osmoscope übergibt die Daten nicht an JOSM? Das liegt wahrscheinlich daran, dass Dein Browser kein Zertifikat für die JOSM-Adresse hat. Probier mal direkt im Browser https://127.0.0.1:8112/version aufzurufen. Dann kommt ggf. ein Zertifikatsfehler. Dann kannst Du eine Ausnahme dafür eintragen und ab da solltest Du viele Fehler in der OSM Datenbank beheben können. 😉

OSM in der Presse

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • In einem Artikel auf der Webseite nanalyze.com werden fünf Startup vorgestellt, die HD Mapping für Autonomes Fahren betreiben. Nach einer kurzen Einführung über HD Mapping findet man auch einen aus OSM bekannten Namen.
  • Zusammen mit den SozialHelden präsentierte die Universität Heidelberg einen Artikel über die Software Wheelmap. Der bei SpringerLink veröffentlichte Artikel mit dem Titel Wheelmap: the wheelchair accessibility crowdsourcing platform“, liefert technische Details und weitere Informationen über die Wheelmap Software. Der mit How much do you know about Wheelmap? überschriebene Teaser auf dem Blog der Universität erläutert, dass damit die Sichtbarkeit der Software im Forschungsbereich erhöht werden soll.
  • Mapillary entwickelte ein Open-Source-Softwareentwicklungskit, welches es Entwicklern ermöglicht, Mapillarys Aufnahmefunktion in eigene Apps zu integrieren.
  • In Deutschland gibt es den ersten Radweg bestehend aus Solarmodulen. Das Start-Up Unternehmen Solmare entwickelte eine 90m lange Versuchsstrecke mit Niederspannungsmodulen und verbaute diese in Erftstadt/NRW. Das Unternehmen sieht mit dieser Entwicklung eine sehr erfolgreiche Zukunfts-Technologie. Das Tagging des Radweges wurde vorgeschlagen mit surface=solar_panel. Es gibt weitere Solarradwege z.B. in den Niederlanden (noch ohne Tagging…).

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
Mumble OpenStreetMap Foundation public board meeting 2018-11-15 everywhere
Mannheim Mannheimer Mapathons 2018-11-15 germany
Freiberg Stammtisch 2018-11-15 germany
Bonn Bonner Stammtisch 2018-11-20 germany
Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-11-20 germany
Toulouse Rencontre mensuelle 2018-11-21 france
Karlsruhe Stammtisch 2018-11-21 germany
Lübeck Lübecker Mappertreffen 2018-11-22 germany
Graz Stammtisch Graz 2018-11-26 austria
Bremen Bremer Mappertreffen 2018-11-26 germany
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-11-27 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-11-28 germany
Stuttgart Stuttgarter Stammtisch 2018-12-05 germany
Toulouse Rencontre mensuelle 2018-12-05 france
Bochum Mappertreffen 2018-12-06 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2018-12-06 germany
Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
München Münchner Stammtisch 2018-12-13 germany
Berlin 126. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2018-12-14 germany
online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

Hinweis:
Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Peda, Rogehm, SK53, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.

Wochennotiz Nr. 433

30.10.2018-05.11.2018

In eigener Sache

  • Die Redaktion stellt an die deutschsprachige Leserschaft eine Frage: Sollen englischsprachige Artikel ein Icon (en) und zusätzlich eine automatische Übersetzung erhalten? Die Redaktion ist sich noch uneins wegen der leicht eingeschränkten Lesbarkeit der Artikel und der Sprachkompetenz der Community und bittet um Feedback. Eine Möglichkeit wäre, nicht die engl. Beiträge der offiziellen OSM Community-Kanäle zu berücksichtigen. Vielen Dank für eine Antwort auf allen Kanälen.

Mapping

  • Pascal Neis hat seine Karte Unmapped Places (unerfasste Ortschaften) aktualisiert. Sie weist auf Siedlungen abseits gemappter Verkehrswege hin. In gut erfassten Ländern findet man damit aber auch Taggingfehler.
  • Stefano Maffulli schlägt auf der Mailingliste Tagging emergency=fire_alarm_box für eine auf öffentlichem Gelände befindlichen Feuermelder vor, die zur Benachrichtigung der Feuerwehr über einen Brand verwendet wird. Der Vorschlag beschränkt sich auf öffentliche Alarmsysteme auf der Straße im Gegensatz zu den Feuermeldern innerhalb Gebäuden, welche einen Hausalarm auslösen und die dort befindlichen Personen alarmieren sollen.
  • Toni Erdmann berichtet über das neue Tool zur Qualitätsanalyse (QA): PTNA – Public Transport Network Analysis auf der Mailingliste talk-de und im Forum. Dieses Tool soll dazu beitragen, Probleme im Zusammenhang mit der Aktualisierung von Tabellen für die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel wie Zug-, Metro-, Straßenbahn- und Buslinien zu lösen, indem es automatisch diese Tabellen erstellt und eine Soll-Ist-Analyse durchführt.
  • Florian Lohoff stellt in seinem Benutzer-Blog Qualitätssicherungsmaßnahmen vor, mit denen er in einigen Bundesländern prüft, ob flächenhafte Points of Interest aus Landnutzungsflächen herausragen. Lest selbst (en).
  • Vor fast 4 Jahren wurde das Bermudadreieck mit vier Knoten und einem Weg in OSM erfasst. Da der OpenStreetMap Inspector über eine "Long Segment"-Layer verfügt, hat jemand fast 400 Knoten hinzugefügt, um zu vermeiden, dass das Objekt als potenzieller Fehler gemeldet wird. Die folgende Changeset-Diskussion gibt weitere Argumente für die Verkürzung der Segmente durch Hinzufügen von Knoten zu den an sich schnurgeraden Wegen. Die Diskussion wurde auf Slack fortgesetzt und anscheinend waren die Argumente gegen die zusätzlichen Knoten stärker, da die Knoten im Bermuda-Dreieck verschwanden entfernt wurden.
  • In dem Blogpost Finding Missing Roads in the Philippines erklärt (en) Mapper Gowin seinen Workflow und einen neuen Validierungsansatz zur Erkennung potenziell fehlender Straßen, um Straßen auf den Philippinen zu vervollständigen.
  • Das Adressen-Qualitätssicherungswerkzeug OSMSuspects von Benutzer dooley ist jetzt wieder für alle Benutzer verfügbar. Wer sich mit seinem OSM-Konto anmeldet, bekommt auch Metadaten zu sehen.
  • Leif Rasmussen schlägt in einem Tagging-Proposal vor, Fahrplandaten in OSM zu erfassen. Kaum jemand findet den Vorschlag gut.
  • Simon Poole regt sich darüber auf, dass amenity=language_school ein Opfer der „keys madness“ (Schlüsselwahnsinn) geworden ist, d.h. dass ein Tag wie languages=<code>;<code>;<code> in language:<code1>=yes + language:<code2>=yes aufgeteilt wurde. Das macht Datennutzern und Editor-Vorlagen-Autoren das Leben unnötig schwer.

Community

  • Opencagedata.com veröffentlicht (en) ein Interview mit Russ Garrett von OpenInfraMap.org. Russ, der Steve Coast bereits 2005 in einem Pub kennengelernt hat, leitet das Projekt OpenInfraMap, das eine Visualisierung von Infrastruktur, hauptsächlich Stromnetzen, aber auch Telekommunikations-, Erdöl- und Wasserinfrastrukturen zum Ziel hat.
  • Mapper Johnarupire von osmpe.org (automatische Übersetzung) schreibt (en) über die Organisation eines Kurses zur Einführung von OSM und den sozialen und humanitären Einsatzmöglichkeiten bei der Prävention und Bewältigung von Notfällen. Dieser Kurs wird an der Fakultät für Sozialwissenschaften der San Marcos National University in Lima, Peru abgehalten und konzentriert sich auf Partizipation, Community und freie geographische Daten.
  • Das DWG-Mitglied mavl berichtet (en) in seinem Benutzerblog über die ersten 1000 Meldungen, die über die neue Melden-Funktion auf openstreetmap.org eingegangen sind.

OpenStreetMap Foundation

  • Frederik Ramm wirft auf der Mailingliste OSMF-Talk nicht genannten Firmen vor, die sich mit OSM beschäftigen, bei mindestens 2 Mitarbeitern den Eintritt in die OSMF nahezulegen, ihnen Wahlempfehlungen zu geben und gleichzeitig den Mitgliedsbeitrag zu erstatten.
  • Rory McCann weist auf der Mailingliste OSMF-Talk darauf hin, wie ein böswilliger Arbeitgeber seinen Mitarbeitern vorgeben kann, wie sie zu wählen haben und wie das trotz „anonymisierter“ Veröffentlichung der Stimmabgaben das Wahlgeheimnis gebrochen werden kann.
  • Michael Reichert ruft im deutschen Forum und auf der Mailingliste Talk-de alle aktiven Mapper dazu auf, Mitglied in der OSMF zu werden, da diese von US-amerikanischen Geschäftsinteressen und HOT dominiert werde. Christoph Hormann wiederholt den Aufruf mit anderen Argumenten und im Hinblick zu den diesjährigen Wahlen am 15. Dezember in seinem Blog.
  • Die OSMF hat Anpassungsarbeiten an der OpenStreetMap-API (Rails Port und CGIMap) im Zusammenhang mit der Datenschutz-Grundverordnung ausgeschrieben und bittet bis 15. November um die Einreichung von Angeboten.

Veranstaltungen

  • Oliver Rudzick schrieb am 05.11.2018 auf Talk-de, dass es noch 5 freie Plätze für das FOSSGIS Hacking Event Nr. 11 gibt.
  • In Österreich hat sich mit "Maptime Salzburg" ein neuer Stammtisch gegründet, der sich mit Themen wie Geoinformatik, Fernerkundung, Geodaten oder Programmieren befasst. Das nächste Treffen findet am 13.11.2018 ab 19 Uhr statt.
  • Die dritte tschechische State of the Map findet vom 17. bis 18. November 2018 in Brünn statt.

Humanitarian OSM

  • Wie Humanitäre OpenStreetMap Erasmus + Studenten in einem Tweet schreiben, hat die Gruppe (12 Lehrer aus Irland, Spanien, Portugal, Rumänien und Deutschland) eine ganze Woche lang eine Ausbildung unter dem Motto Lehren der Lehrer durchgeführt. Das Programm hat einen etwas größeren Umfang mit Themen wie Mapping, Overpass, OSM-Wiki, Kommunikationskanälen und weiteren, aber auch Wikimedia-bezogenen Inhalten.
  • HOT benötigt in den nächsten Wochen Hilfe bei der Ermittlung der Anzahl der venezolanischen Flüchtlinge auf der Insel Aruba.
  • Das OpenStreetMap-Team Indonesien hat die Kartierung von kritischer Infrastruktur, vor allem von Gebäuden, dem Straßennetz und Wasserstraßen in Semarang, der fünftgrößten Stadt Indonesiens, abgeschlossen.

Karten

  • Die auf OSM-Daten basierende Navigations-App Magic Earth Navigation unterstützt laut einem Bericht nach einem kürzlichen Update nun auch Apples CarPlay.
  • Nicolas Bétheuil stellt seine auf Overpass basierende ÖPNV Karte mit Vektorkacheln auf der französischen Mailingliste Talk-fr vor. (fr) (automatische Übersetzung)
  • Das JOSM-Template der Xmas Map wurde kurzfristig von Benutzer Negreheb überarbeitet und im Wiki dokumentiert. Die Redaktion wünscht einen schönen Advent.

switch2OSM

  • [1] Pristina, die Hauptstadt des Kosovo, hat OpenStreetMap als offizielle Touristenkarte übernommen. User Stereo (Guillaume Rischard) hat in seinem Benutzerblog über seine Reisen in den Kosovo, seine Treffen mit der lokalen OSM-Community und die für den Wechsel der Gemeinde zu OSM nötige Überzeugungsarbeit geschrieben.
  • roBerge.de, ein Bergwanderforum mit Tourendatenbank, ist seit kurzem bei den Kartendarstellungen von Google auf OpenStreetMap und OpenTopoMap umgestiegen. Hier ein Beispiel aus der Tourendatenbank.

Open-Data

  • Transformationsstadt, eine Initiative aus dem öffentlichen Sektor Wuppertals, die sich mit ökonomischen und sozialen Fragen des Zusammenlebens beschäftigt, organisiert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „GeoPortal des Guten Lebens“. Im Rahmen dieses Projekts möchten die Veranstalter mit Teilnehmern aus der Region ein GeoPortal – eine Online-Karte des Guten Lebens – gestalten, entwickeln und umsetzen. Dazu lädt die Initiative Front- und Backend-Developer, UX-/UI-Designer, Public Interest Designer, Data Scientists und Open Data Enthusiasten am Wochenende vom 24. bis 25.11.18 in UTOPIASTADT zu einem GeoHack ein.
  • OpenGeoHub kündigte die erste Version von LandGIS an, einem OSM ähnlichen Web-Mapping-System für landbezogene Umweltdaten mit einer räumlichen Auflösung zwischen 250 m und 1 km. Die Datensätze umfassen Relief, Geologie, Bodenbedeckung, Landnutzung, Vegetations- und Bodendegradationsindizes, Bodeneigenschaften, Bodenklassen und potenzielle natürliche Vegetation und werden in einem offenen Prozess überprüft. Das Projekt überschneidet sich bzw. konkurriert teilweise mit OSM. (en) (automatische Übersetzung)
  • Statistics Canada startete (en) (automatische Übersetzung) eine Diskussion über die Open Database of Buildings (en) (automatische Übersetzung) und die Zusammenarbeit mit der Community, um den Import in verschiedenen Regionen Kanadas zu ermöglichen.

Lizenzen

  • Ein Urteil des Landgerichts Hannover, das Facebook zwang, die Seite eines Friseurs zu löschen, die gegen dessen Willen eingerichtet worden war, löste auf der Mailingliste Talk-de eine Diskussion zum POI-Mapping aus.
  • Maximilian Amos berichtet in der Legal Tribune Online über ein noch unveröffentlichtes Urteil des Landgerichts Berlin in einem Rechtsstreit über eine unwahre Behauptung in einem Wikipedia-Artikel, in dem das Gericht der Ansicht ist, dass die Autoren journalistische Sorgfaltspflichten zu beachten hätten. (Urteil als PDF)

Programme

  • Simon Poole bloggt über die Einstellung von Google Play für Android 2.3 und 3.x und welche Auswirkungen das auf Vespucci hat, das diese Android-Versionen noch unterstützt. Außerdem beschreibt er, wie man Vespucci für Geräte mit sehr wenig Arbeitsspeicher kompilieren kann.

Programmierung

Kennst du schon …

  • … einen über elf Jahre alten Fernsehbericht von 3sat über OpenStreetMap, an den im OSM-Forum erinnert wird.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Ab iOS 12 gibt es in Kalifornien erstmals Apples selbsterfasste Kartendaten für die Nutzer von Apple Maps. Justin O’Beirne vergleicht sie mit Google Maps, das auch zu einem großen Teil algorithmisch erzeugte Kartendaten enthält. Beide Wettbewerber machen deutlich, dass von Menschen erfasste Kartendaten sehr wohl ihre Vorteile haben – nur eben andere.

Wochenvorschau

    Wo Was Wann Land
    Rennes Réunion mensuelle 2018-11-12 france
    Zurich OSM Stammtisch Zurich 2018-11-12 switzerland
    Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2018-11-13 france
    Salzburg Maptime Salzburg 2018-11-13 austria
    München Münchner Stammtisch 2018-11-14 germany
    Mumble OpenStreetMap Foundation public board meeting 2018-11-15 everywhere
    Mannheim Mannheimer Mapathons 2018-11-15 germany
    Freiberg Stammtisch 2018-11-15 germany
    Bonn Bonner Stammtisch 2018-11-20 germany
    Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-11-20 germany
    Toulouse Rencontre mensuelle 2018-11-21 france
    Karlsruhe Stammtisch 2018-11-21 germany
    Lübeck Lübecker Mappertreffen 2018-11-22 germany
    Graz Stammtisch Graz 2018-11-26 austria
    Bremen Bremer Mappertreffen 2018-11-26 germany
    Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-11-27 germany
    Düsseldorf Stammtisch 2018-11-28 germany
    Stuttgart Stuttgarter Stammtisch 2018-12-05 germany
    Toulouse Rencontre mensuelle 2018-12-05 france
    Bochum Mappertreffen 2018-12-06 germany
    Dresden Stammtisch Dresden 2018-12-06 germany
    Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
    Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
    online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
    Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

    Hinweis:
    Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Polyglot, Rogehm, Guillaume Rischard, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.