Wochennotiz Nr. 441

25.12.2018-31.12.2018

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Howto … OSM Promotional Leaflets 1 | © alexkemp, Andy Allan

Mapping

  • OpenStreetMap Irland schlug eine Mapping-Aufgabe für die Feiertage vor: das Hinzufügen aller Gebäude für eine einzige Ortschaft. Einige Mapper wie Ciaran, Earl und Tshedy machten sich an die Arbeit, aber dies könnte ein mehrjähriges Projekt für irische Kartographen werden, da es über 60.000 Ortschaften gibt.
  • Simon Poole (CH), Christian Quest (FR) und sebastic (NL) führten ihre üblichen Neujahrsbearbeitungen durch, um die Grenzen der Gemeinden nach Fusionen zu aktualisieren.
    In Belgien handelte es sich um eine Gruppenarbeit, deren Vorbereitungen bereits im Juni begonnen hatten, da diese auch viele Straßennamensänderungen mit sich brachte. Für die Schweiz wurde diese Wikiseite erstellt.
  • Daniele Santini schlägt vor, Objekten ein top_up=*Attribut hinzuzufügen, wenn es Aufladungen verkauft, z.B. für Prepaid-Handys, Prepaid-Kreditkarten oder Fahrkarten.
  • Markus hatte einen neuen Wert für den Place-Key place=peninsula für die Erfassung von benannten Halbinseln vorgeschlagen. Während der Diskussion wurde deutlich, dass die Tagging-Liste natural=peninsula favorisiert, ein Vorschlag, der 2008 abgelehnt wurde. Die Diskussion bietet auch einige nützliche Informationen für Mapper, die sich für eher philosophische Fragen interessieren, z.B. ab welcher Größe eine Halbinsel aufhört, eine Halbinsel zu sein, oder was der Unterschied zu einem Cape ist?
  • Hufkratzer hinterfragte die Wiki-Beschreibung für building=pavilion als A building providing facilities for users of sports grounds. Er erfuhr jedoch, dass die Beschreibung nach britischem Englisch, der Sprache, die wir im OSM verwenden, in Ordnung ist. Die Frage, ob der Begriff richtig gewählt wurde, wenn er in anderen Ländern etwas anderes bedeutet, wurde nicht gestellt. (Nabble)
  • Das deutsche Proposal „Empfehlung zur Verwendung von Multipolygonen“ ist erst einmal mit 37 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen sowie 2 Enthaltungen gescheitert. Allerdings bewerten viele Nein-Stimmer nur die grundsätzliche Formulierung. Dieses rein deutsche Proposal ist ein Novum, einige Stimmen bemängeln dies und die Konzentration auf Deutschland. Aber es steht den Entwicklern frei, es zu überarbeiten und neu vorzustellen.
  • Auch in diesem Jahr haben sich einige administrative Einheiten in Deutschland geändert. Eine Liste der Änderungen hat Prince Kassad im Forum zusammengetragen. In dem Thread findet sich auch ein Link zu einem Wikipedia-Artikel zu diesem Thema, der auch auf die Quellen verlinkt. Bei keiner Aufstellung kann davon ausgegangen werden, dass diese fehlerfrei ist. Um Prüfung wird daher gebeten.
  • User eteb3 war auf der Suche nach einem Tag für als Fahrradständer dienende Pflanzenkübel, wie sie seit kurzem in Großbritannien Verbreitung finden. Er überprüfte, ob es ungeschriebene Regeln oder Dinge gibt, die man beachten sollte, bevor man eigene Werte verwendet. Nach der Diskussion hat unser Wiki einen weiteren dokumentierten Tag: man_made=planter.
  • Axelos schlug vor, eine Art Hierarchie für die Routenrelationen zu implementieren. Andere Mapper haben ihn auf das bereits genutzte Konzept von Super-Routen / Super-Relationen hingewiesen, das sehr kontrovers diskutiert wurde.

Community

  • In Kozikhode, Indien, arbeitet ein Team von Freiwilligen hart daran, eine umfassende digitale Karte der Stadtteile von Koorachundu Grama panchayat mit OpenStreetMap zu erstellen.
  • Reddit-Benutzer tseepra erstellte eine schöne Visualisierung der 70k Knoten, 60k Wege und 160k Polygone, die während 2018 in Irland hinzugefügt wurden. Im Reddit-Thread wird diskutiert, wie dies mit der Funktion QGIS Atlas gemacht wurde.
  • Peter Elderson arbeitet derzeit daran, sehr lange Routen-Relationen in Stücke mit weniger als 300 Ways zu unterteilen. Die Grundidee ist es, solche Relationen praktikabler zu machen, indem man sie in Abschnitte unterteilt, die man an einem Tag ablaufen kann. Er sucht jedoch jemanden, der ihm helfen kann, sortierbare Wikitables auf einer Wiki-Seite zu erstellen, die von einer Live-Query gespeist werden.
  • Die aus der unzureichenden Leaflet-Dokumentation im Wiki entstandene Frage nach einer einfachen Anleitung zum Selbstbau einer Leaflet-Karte, führte zur Erstellung einer einfach gehaltenen Anleitung. Hilfe ist nach wie vor erwünscht, um die noch vorhandenen Lücken zu füllen. ( Nabble )
  • Wille Marcel, ein GIS-Anwendungsentwickler aus Brasilien, wurde von OSM Belgien zum Mapper des Monats gewählt. Er entdeckte OSM bereits 2010 auf einer Open-Source-Softwarekonferenz und benennt die Entwicklung von OSMCha als seine größte Leistung.
  • Simon Poole hat die Contributor-Statistik für 2018 aktualisiert.
  • CouwelierTim veröffentlichte im Forum eine wöchentliche Chat-Zusammenfassung der Diskussionen in der belgischen Gemeinschaft vom 17. bis 23. Dezember 2018.Anm. der Redaktion: Da diese Zusammenfassung nun regelmäßig erscheint, möchten wir die interessierten Leser bitten, selbstständig das belgische Forum zu verfolgen. Wir können leider nicht durchgehend regelmäßige Erinnerungen an den wöchentlichen „Weekly Riot chat digest“ veröffentlichen. Vielen Dank.

Importe

  • omgitsgela bittet um Kommentare zu dem geplanten landesweiten Import von Adressen in Massachusetts. Der Import der so genannten MassGIS-Daten, einer öffentlichen Datenbank, die Adressdaten enthält, wird im Wiki umfassend dokumentiert.

OpenStreetMap Foundation

Veranstaltungen

  • Die Website für die Open Belgium 2019, eine Konferenz für offenes Wissen und offene Daten, ist jetzt online. Die Konferenz findet am 4. März 2019 in Brüssel statt.

Humanitarian OSM

  • HOT veröffentlichte eine Reihe von Videos über die humanitären OpenStreetMap Team Webinare in 2018 und gibt einen Ausblick in die bereits geplanten Webinare im Jahr 2019.
  • HOT bittet um Vorschläge zur Verbesserung des Tasking Managers. Das Update soll es dem Tasking Manager ermöglichen, Ergebnisse aus Machine Learning zu integrieren, einschließlich eines Validierungs- und Dekonfliktprozesses, bevor die durch Algorithmen gewonnenen Daten an OSM übertragen werden.

Ausbildung/Schulung

Karten

  • Larissa Vernier, Epidemiologin von Ärzte ohne Grenzen, erklärt, warum sie sich für R für Epis (R4Epis) für ihre Arbeit entschieden hat. Ein Grund dafür sind die räumlichen Analysefunktionen von R, die ihr helfen, nach Mustern zu suchen, zu verstehen, wie schnell sich eine Krankheit ausbreitet und wie man sie vielleicht stoppen kann.
  • Mapbox sieht wahrscheinlich viele Karten im Laufe eines Jahres. Auf seiner Website stellt Mapbox 18 Karten mit einigen Hintergrundinformationen vor, die sie im Jahr 2018 inspiriert haben.
  • [1] In seinem Benutzertagebuch berichtet alexkemp, dass ihm die OSM-Flyer ausgingen, die er einmal von Andy Allan erhalten hatte. Daher versuchte er, den auf GitHub gehosteten Flyer in seinem lokalen Druckergeschäft drucken zu lassen, was aber wegen fehlender Schriftarten scheiterte. In seinem Beitrag beschreibt er seine nicht ganz einfache Reise, die nötigen Schriftarten zu bekommen.
  • Die Maposmatic-Instanz auf osm-baustelle.de bietet jetzt einen Overlay-Stil, der allotments=plot darstellt. Der Betreiber folgt damit einer Bitte, die er auf dem 35 Chaos Communication Congress (35C3) erhielt. Auch Hacker werden alt.

Open-Data

Programme

  • Florian Schäfer kündigte ein neues Kommandozeilenwerkzeug an, das zwischen den i18n-Dateiformaten und dem von JOSM verwendeten Format konvertieren kann. Das neue Tool langconv ist Teil des gradle-josm-plugins.
  • Das OsmAnd-Team berichtet über die Features und Verbesserungen, die sie im letzten Jahr hinzugefügt haben und gibt einen Ausblick auf die kommenden Änderungen in 2019.

Releases

  • Eine neue stabile Version von JOSM wurde veröffentlicht. Die Version 18.12 behebt Speicherlecks, veraltete Hintergrundbildeinträge, bietet eine animierte „Getting Started“-Seite mit leuchtenden Sternen 15 Tage um Weihnachten und enthält viele weitere Korrekturen und Verbesserungen.

Kennst du schon …

  • … den sich für für Grundrechte und Datenschutz einsetzenden Verein Digitalcourage e.V.? Dieser berichtet auf seiner Homepage über OpenStreetMap. Der Artikel Wege finden ohne Google Maps – OpenStreetMap beschreibt verschiedene Nutzungsmöglichkeiten und Dienste aus dem OSM-Universum.

OSM in der Presse

  • Nach der kürzlich veröffentlichten Untersuchung über die häufigsten Straßennamen in Deutschland beschreibt ein Artikel auf Spiegel Online die häufigsten Restaurantbezeichnungen sowie geografische Besonderheiten bei der Namensgebung.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • UnoSat erstellte eine Karte der von den Tsunamis verursachten Überschwemmungsgebiete in der Provinz Lampung, Indonesien.

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2019-01-08 france
München Münchner Stammtisch 2019-01-08 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-10 germany
Berlin 127. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2019-01-10 germany
Nantes Réunion mensuelle 2019-01-10 france
Rennes Réunion mensuelle 2019-01-14 france
Toulouse Rencontre mensuelle 2019-01-16 france
Karlsruhe Stammtisch 2019-01-16 germany
Salzburg Maptime – Stammtisch 2019-01-16 austria
Freiberg Stammtisch Freiberg 2019-01-17 germany
Leoben Stammtisch Obersteiermark 2019-01-17 austria
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2019-01-22 germany
Lübeck Lübecker Mappertreffen 2019-01-24 germany
Bremen Bremer Mappertreffen 2019-01-28 germany
Dresden FOSSGIS 2019 2019-03-13-2019-03-16 germany
Montpellier State of the Map France 2019 2019-06-14-2019-06-16 france
Heidelberg HOT Summit 2019 2019-09-19-2019-09-20 germany
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

Hinweis:
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Diese Wochennotiz wurde erstellt von Polyglot, Rogehm, SK53, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.

Wochennotiz Nr. 440

18.12.2018-24.12.2018

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    Walking time to the nearest public transport stop 1 | © City of Stuttgart © Map data OpenStreetMap contributors

In eigener Sache

  • Die Redaktion der Wochennotiz sowie alle internationalen Kollegen von weeklyOSM wünschen der OpenStreetMap Community einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin viel Spaß beim Hobby, viel Erfolg und bleibt gesund.

Mapping

  • OSM Südafrika sammelt auf GoFundMe Geld, um historische topografische Karten von Namibia zu erwerben. Im Erfolgsfall werden die Karten, wie die bereits verfügbaren Topokarten von Südafrika selbst, in OSM-Editoren zur Verfügung gestellt.
  • Peter Elderson möchte das highway=trailhead-Proposal von 2015 wiederbeleben. Laut seiner Mail auf der Tagging-Mailingliste haben Mapper alle Trailheads in den Niederlanden hinzugefügt. Trailheads sind Startpunkte für Wanderrouten mit optionaler Infrastruktur wie bspw. WCs, Parkplätze und Karten. Es gibt jedoch einige Unklarheiten darüber, ob der Begriff Trailhead geeignet ist und wer ihn bereits im OSM verwendet.
  • Apple hat potenzielle Datenprobleme in Korea wie z.B. Gebäude, die Straßen überlappen, Autobahnzubringer ohne Klassifizierung und Straßen mit zu scharfem Winkel als Challenges an MapRoulette übergeben. Im Talk Artikel sind die Links zu den einzelnen MapRoulette Aufgaben.
  • Apple kündigte an Gebäude in Buenos Aires manuell mit Bildquellen und GPS-Ressourcen zu kartieren.
  • In einem Artikel auf Techcrunch.com berichtet Jon Russel, wie Grab durch schrottige Änderungen mit der OSM-Community in Thailand aneinandergerät und zitiert einen örtlichen Mapper mit den Worten „OpenStreetMaps ist größtenteils Handwerk, aber sie Grab fallen mit einer industriellen Mentalität über OSM her“. Der Artikel erwähnt auch, dass 100 Angestellte des von Grab beauftragen Mapping-Subunternehmers GlobalLogic aus Indien Mitglied der OSMF geworden sind.
  • Grab reagierte auf den kritischen TechCrunch-Artikel: Der Bangkok-Mapper Mishari Muqbil gibt eine erweiterte Antwort auf die Pressemitteilung von Grab.
  • Merry Christmas! Bitte ein paar Sekunden innehalten. Es wurden mittlerweile schon über 2000 Weihnachts-Tags gesammelt. Neu hinzugekommen sind diesmal Krippen und weihnachtliche Beleuchtung. Leider wurde die englische Beschreibung noch nicht angepasst.
  • Der erste "Streckenradar" geht in Deutschland nach 2 Jahren in den Wirkbetrieb. Gesucht wird ein sinnvolles europäisches Tagging, nachdem es schon jahrelang solche Verkehrsüberwachungsanlagen in England, Irland, Frankreich, Benelux, Österreich und Italien gibt. Leider wurde diese Form der Verkehrsüberwachung bisher in OSM noch nicht konform umgesetzt. Erste Änderungen im Wiki gibt es schon.

Community

  • In Phase 2 der "Community Africa Francophone for Open Data" (CAFDO) – Fördermittel (CAFDO) wurden verschiedene OpenStreetMap-Aktivitäten finanziert (fr) (automatische Übersetzung), die von Mitgliedern lokaler Gemeinschaften in Westafrika organisiert wurden: ein Mapathon in Koutiala, Mali; eine Woche Training in Zinder, Niger; Kartierung von touristischen Objekten in Ouidah, Bénin; ein dreitägiges Training für Damen in der Elfenbeinküste; ein Promotion-Workshop in Burkina Faso und eine Konferenz für lokale Behörden in Senegal.

OpenStreetMap Foundation

  • In Australien wird darüber diskutiert, analog zur deutschen FOSSGIS, die lokale Open Source Geospatial Organisation OSGeo Oceania als lokales Chapter des OSMF einzusetzen.

Humanitarian OSM

  • Das Protokoll der Sitzung des Vorstands der HOT US Inc. vom 6. Dezember ist veröffentlicht worden. Thema war u.a. die geplante Registrierung einer europäischen Niederlassung, um für EU-Programme förderberechtigt zu sein.
  • HOT kündigt eine Partnerschaft mit dem Tech Hub iLab Liberia und der lokalen OSM-Community an, um das Projekt Open Cities Monrovia einzuführen. Da 90 Prozent der Bevölkerung in Monrovia in einem Gebiet mit sehr hohem Hochwasserrisiko leben, soll das Projekt Daten über ungeplanten Siedlungen erheben um die Ausgangslage erfassen zu können und am Ende die Slumgemeinden widerstandsfähiger gegen Naturkatastrophen machen.
  • Das Projekt mamapa lehrt Migranten in Deutschland, einen Beitrag zu internationalen humanitären Mapping-Initiativen zu leisten. Das von BASF (Ludwigshafen) und CartONG unterstützte Projekt hilft beiden Seiten, nämlich der Tätigkeit des humanitären Hilfspersonals vor Ort und den mappenden Migranten durch die Vermittlung neuer Fähigkeiten in Geographie und moderner Kartographie, der Integration in die deutsche Gesellschaft und dem direkt gewürdigten humanitären Beitrag.

Karten

  • Der OpenStreetBrowser erhielt ein Feature-Update, wie benutzerdefinierte Kategorien und eine Permalink-Anzeige.

Open-Data

  • Das Open Data Institute (London) kündigte vier erfolgreiche Angebote für eine Finanzierung im Rahmen ihrer lokalen Initiative für Geodaten an. Zwei von diesen, möglicherweise mehr, nutzen OpenStreetMap-Daten: In Oxfordshire werden lokale Mapper und Fahrradgruppen mit dem Rat zusammenarbeiten, um die Fahrradinfrastruktur zu verbessern. Falkirk zielt darauf ab, den Zugang von Gemeindegruppen und Einzelpersonen zu einer Reihe von Einrichtungen zu verbessern.

Programme

  • Stefan Keller kündigte auf der Schweizer Mailing-Liste ein experimentelles Werkzeug an, um via Copy & Paste Texte der Öffnungszeiten in die OSM-Öffnungszeiten-Syntax umzuwandeln. Zum Testen stehen zwei verschiedene Ansätze zur Verfügung.
  • Fabian Schütt, vom Statistischen Amt der Stadt Stuttgart, hat die fußläufige Erreichbarkeit zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs in der Stadt mithilfe des QGIS-Plugins OSM Tools des HeiGIT bestimmt. OSM Tools macht die Funktionen von openrouteservice – wie z.B. Routing, Isochronen und Matrix Berechnungen – für QGIS-Benutzer verfügbar.
  • Nils Nolde, vom Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT), veröffentlichte openelevationservice als neuen Service-Endpunkt im openrouteservice API Ökosystem: openelevationservice fragt ein DGM für jeden Punkt einer Linie (LineString) oder für einen Einzelpunkt nach den entsprechenden Höhendaten. Zunächst wird hierzu SRTM v4.1 genutzt. Das Beste ist, dass du es leicht über die neue interaktive Dokumentation des ORS API playground sogar ohne Programmierung testen kannst.
  • Simon Poole findet kurz vor der Veröffentlichung der Vespucci V 12 eine Möglichkeit, ein kompaktes OSM Datenpaket zu laden, so das mit Vespucci besser Offline gearbeitet werden kann. Für die komplette Schweiz würden z.B. 433 MB anfallen. Diese Funktion wird wohl in der nächsten Version im ersten Quartal 2019 zur Verfügung stehen.

Programmierung

Releases

  • Die OpenStreetMap Carto erhielt ein neues Release v.4.18.0, wobei wieder einige Icons ergänzt und verändert wurden. Auch OpenMapTiles erhielt eine neue Version (3.9).

Kennst du schon …

  • SeverinGeo beschreibt in seinem Blogbeitrag, warum die Verfahren bei HOT US Inc. keinen Eingang in der OSM Foundation finden sollten.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Matthew Flint fand in einem Secondhand-Buchladen einen alten Stadtplan von Cardiff aus den 1950er Jahren. Dieser verwendet ein sehr ungewöhnliches radiales Gitter zur Ortung von Straßen.
  • OSM-Mitwirkender Mick Hicks twittert darüber, dass die umfassende Nutzung von Sackgassen in den USA in den letzten Jahrzehnten die Gestaltung von öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schwierig macht. Er äußert sich sowohl zu seinen eigenen Beobachtungen aus der Korrektur der TIGER-Daten in Minnesota als auch zu den jüngsten Berichten über den Bustransport in Colorado Springs in der Presse.
  • Die BBC berichtet über Kontensperren von Slack-Nutzern, die sich irgendwann einmal in einem Land mit US-Sanktionen (u.a. Kuba, Iran, Halbinsel Krim) aufgehalten haben oder Staatsangehörige eines solchen Landes sind. (via Mailingliste HOT)
  • The Guardian hat einen langen Artikel über die geschäftlichen Beziehungen von Google zu mehreren US-Geheimdiensten veröffentlicht. Die geografischen Angebote von Google, insbesondere Google Earth, waren eine wichtige Komponente beim Aufbau dieses Geschäfts.
  • Die Chip berichtet über die in Europa neu eingeführte Navi-App "Live Roads" sehr positiv. Diese App, auf OSM und MapBox basierend, verspricht sehr hohe Genauigkeit durch Informationsfusion und Wahrscheinlichkeits-Aussagen. Allerdings gibt es erweiterte Features nur per günstigen Abo.
  • Am 21. Dezember 2018 endete eine Ära im Ruhrgebiet. Das letzte Stück Steinkohle in Deutschland wurde gefördert. Noch ist die jetzt stillgelegte Prosper-Haniel-Grube auch in der OSM ein Industriegebiet. Aber was wird daraus werden? Ewigkeitslasten lassen auf eine lange Nachlaufzeit schliessen.

    Im Saarland wurden die Gruben 2012 nach aussergewöhnlich heftigen Erdbeben, die Millionen-Schäden verursacht hatten, geschlossen. Nun droht – entgegen anderer Zusagen gegenüber der Regierung Peter Müller – und heftigen Protesten zweier Bürgerinitiativen aus Kostengründen die Flutung des gesamten Grubengebäudes mit unabsehbaren Folgen: Hebungen, Senkungen, Erdbeben, Radon, Tagesbrüche Trinkwassergefährdung. Es geht nicht mehr um Arbeitsplätze! Die RAG versucht jetzt die emotionale Schiene (Traditionspflege) zu bedienen um ihre Kostensparideen auf dem Rücken der Menschen, die im Abbaugebiet leben, durchzusetzen.

Wochenvorschau

    Wo Was Wann Land
    online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
    Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
    Stuttgart Stuttgarter Stammtisch 2019-01-02 germany
    Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2019-01-08 france
    Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-10 germany
    Berlin 127. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2019-01-10 germany
    Nantes Réunion mensuelle 2019-01-10 france
    Rennes Réunion mensuelle 2019-01-14 france
    Toulouse Rencontre mensuelle 2019-01-16 france
    Karlsruhe Stammtisch 2019-01-16 germany
    Salzburg Maptime – Stammtisch 2019-01-16 austria
    Freiberg Stammtisch Freiberg 2019-01-17 germany
    Leoben Stammtisch Obersteiermark 2019-01-17 austria
    Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2019-01-22 germany
    Lübeck Lübecker Mappertreffen 2019-01-24 germany
    Bremen Bremer Mappertreffen 2019-01-28 germany
    Montpellier State of the Map France 2019 2019-06-01-2019-06-03 france
    Heidelberg HOT Summit 2019 2019-09-19-2019-09-20 germany
    Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

    Hinweis:
    Wer seinen Termin hier in der Liste sehen möchte, trage ihn in den Kalender ein. Nur Termine, die dort stehen, werden in die Wochennotiz übernommen. Bitte prüfe die Veranstaltung in unserem öffentlichen Kalendertool und korrigiere bitte die Einträge im Kalender, wenn notwendig.

Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Polyglot, Rogehm, SK53, SunCobalt, TheFive, derFred, geologist.

Wochennotiz Nr. 439

11.12.2018-17.12.2018

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Create a poster of your settlement. Thanks to Hans Hack. 1 | © hanshack.com, map data © OpenStreetMap contributors

Hinweis: Tippfehler sind in dieser Ausgabe zu erwarten, da nur eine Korrekturlesung stattgefunden hat. Wir suchen Mitarbeiter.

Wahlen OSMF Vorstand

  • Tobias Knerr aus Passau und Joost Schouppe aus Belgien sind die zwei neu gewählten Mitglieder des Vorstands der OpenStreetMap Foundation. Sie übernehmen die Posten von Peter Barth und Martijn van Exel. 681 von 1041 Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. Das Endergebnis wurde in dem STV-Wahlverfahren ermittelt.
  • Rory McCann hat die Kandidaten der OSMF-Vorstandswahl nach ihrer Meinung zur Revision der DWG-Entscheidung über den Status der Krim befragt.
  • Frederik Ramm hat als Kassenwart der OSMF seinen jährlichen Bericht veröffentlicht. Auf der Mailingliste OSMF-Talk wurde dieser diskutiert und der zögerliche Umtausch der Bitcoin-Großspende in Geld kritisiert.
  • SunCobalt hat seinen Bericht als Kassenprüfer der OSMF für den Zeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2017 veröffentlicht.
  • Kate Chapman hat ihren Bericht als Vorstandsvorsitzende der OSMF veröffentlicht.

Mapping

  • OSMyBiz (OpenStreetMap My Business), eine Website, auf der Geschäftsinhaber sich möglichst einfach selber in OSM eintragen können, ist jetzt in der Schweiz im Produktivbetrieb.
  • Wie auf der Tagging-Mailingliste angekündigt, hat Warin61 seinen Vorschlag für ephemere Gewässer überarbeitet. Epherm in diesem Zusammenhang bedeutet, dass das Objekt nur für sehr kurze Zeit unter Wasser steht und das nur selten und unregelmäßig vorkommt.
  • François Lacombe hat das Voting für sein Proposal, wie man zusätzliche Attribute für Ventile von Pipelines und Wasserleitungen erfassen kann, gestartet und endet zum 30. Dezember.
  • Leif Rasmussen schlägt vor, Intervalle von ÖPNV-Fahrplänen zu erfassen. Auf der Tagging-Mailingliste kündigt er den Beginn der Abstimmung an.
  • sepp1974 schlägt vor, den von highway=trackbekannten Key tracktype auch für highway=path anzuwenden, da sac_scale des Alpenvereins im Flachland kaum anwendbar ist und es abseits von surface= keine Möglichkeit gibt, eine Klassifizierung vorzunehmen. (Nabble)
  • Die französische OSM-Gemeinschaft hat im November als „Projekt des Monats“ Polizeistationen gemappt. Noémie Lehuby und Donat Robaux präsentieren auf osm.fr die Ergebnisse. (fr) (automatische Übersetzung)
  • Bis zum 29. Dezember kann über eine für Deutschland geltende Empfehlung zur Verwendung von Relationen mit type=multipolygon abgestimmt werden.
  • Quartz berichtet, dass Grab, das Uber Südostasiens, selber Geodaten erfasst hat, um die Treffpunktentfernung beim Einsammeln von Fahrgästen zu verbessern. Dass das durch den Subunternehmer GlobalLogic in OSM in Indonesien und Thailand auf dem Rücken der OSM-Community geschah und noch geschieht, steht nicht im Artikel. (wir berichteten)
  • Die internationalen Datumsgrenze bei +/-180° verursacht viele Merkwürdigkeiten: Nicht auswählbare Nodes in JOSM, benachbarte Elemente, die in Editoren und Karten Tausende Meilen voneinander entfernt dargestellt werden, nicht routbare Straßen, die diese Grenze überqueren und vieles mehr. Ein Benutzer fragte in einem Forenthread, ob er Ways über diese Grenze hinweg einzeichnen kann, da diese Wege als weltumspannend dargestellt werden. Er löste jedoch das Problem durch eine Teilung des Ways: die Hälfte des Weges ist nun in der östlichen- und die andere Hälfte in der westlichen Hemisphäre.

Community

  • Der Zürcher Stammtisch feiert sein 100. Jubiläum standesgemäß mit einer OSM-Torte.
  • Bernd Brägelmann ist von der Qualität der offiziellen topografischen Karte von Bremen mit einem Maßstab von 1:50.000 enttäuscht und sucht Gleichgesinnte für einen Offsetdruck der seiner Meinung nach überlegenden OpenTopoMap mit Landkartenfalzen.
  • Michael Reichert schlägt im Forum und auf der Mailingliste Talk-de den Aufbau eines Social Media-Team vor.
  • Drei Mitglieder vom Malis OSM Community begaben sich in die östliche Stadt Koutiala, um gemeinsam mit Saliou Abdou, einem seit Januar im Einsatz befindlicher OSM International Volunteer ein dreitägiges Trainingslager namens KoriMapCamp im Hauptquartier von AMEDD (Association Malienne d’éveil au Développement Durable – eine lokale malische zivilgesellschaftliche Organisation) für ca. ein dutzend Menschen zu organisieren. Das Programm beinhaltete Field Mapping mit Field Papers und StreetComplete, JOSM-Unterricht und ein eintägiger Mapathon. Dieses Camp wurde von Cafdo (Communauté d’Afrique Francophone pour les Données Ouvertes – frankophone afrikanische Community für offene Daten) finanziell unterstützt.
  • CouwelierTim hat begonnen, eine wöchentliche Zusammenfassung der Gespräche der belgischen Community auf IRC oder dem Instant Messenger Riot im Forum und auf openstreetmap.be zu veröffentlichen.

OpenStreetMap Foundation

  • Das Verhältnis von HOT zu OSM und der OSMF, die Rolle, die HOT im OSM-Universum spielt und ob der Einfluss von führenden HOT-Mitgliedern auf das OSM-Projekt begrenzt werden sollte, waren und sind kontroverse Themen auf der Mailingliste OSMF-Talk. Nicolas Chavent, Mitbegründer und ehemaliger Board Officer und Programmdirektor von HOT, wies auf die wachsende Zahl von OSMF-Vorständen mit einem HOT-Hintergrund hin. Dies startete eine lange und teilweise emotionale Diskussion auf der Mailingliste OSMF-Talk, in der viele neue Diskussionsfäden mit neuen Aspekten begonnen wurden. Frederik Ramm schlug beispielsweise eine humanitäre Arbeitsgruppe innerhalb der OSMF vor, um die derzeitige synonyme Nutzung von HOT und humanitärem OSM zu beenden.Rory McCann kritisierte, wie der Verhaltenskodex von HOT durchgesetzt wird – oder eben auch nicht. Der letzte HOT-Gipfel fand nämlich in einem Land statt, in dem homosexuelle Handlungen illegal sind.Ein sich wiederholendes Thema ist das Manifest des neu gewählten Vorstandsmitglieds Tobias Knerr, der vorschlug, die Anzahl der OSMF-Vorstände auf einen pro Organisation zu beschränken.
  • Die DWG hat ihren Bericht für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht.
  • Wie schon bei den vorangegangenen OSMF-Vorstandsitzungen informiert Michael Reichert die deutsche Community über seine persönlichen Eindrücke der kürzlich stattgefundenen Sitzung.
  • Die Protokolle der Sitzungen der SotM Working Group vom 8. und 29. November 2018 sind veröffentlicht worden.

Veranstaltungen

  • Bis zum 3. Januar 2019 können sich Wissenschaftler als Reviewer für das Programmkomitee des akademischen Teils der State of the Map 2019 in Heidelberg bewerben.
  • Die Webseite der State of the Map 2019 in Heidelberg wurde vor kurzem veröffentlicht.

Humanitarian OSM

  • Kathmandu Living Labs berichten, wie sie mit HOT US Inc. zusammengearbeitet haben, um Gebäude in sieben Kathmandu-Zonen mit Bildern von USAID zu kartieren, um die Gefährdung durch Naturgefahren zu untersuchen und Risiken durch diese zu minimieren. Sie verdeutlichen mit Kartenvisualisierungen die Qualitätsprobleme bei Gebäuden, die sie nach dem massiven Mapping als Folge des Erdbebens 2015 lösen mussten. Pierre Béland vergleicht dies mit den Problemen in Butembo. Eine Welle von Neulingen bei Mapathons und die Bildqualität erzeugen immer noch enorme Qualitätsprobleme.
  • HOT wird im Dezember eine Spendenkampagne durchführen, um 40.000 Dollar für 10 neue Microgrants in 2019 zu sammeln. Rebecca Firth stellt dazu 2 Videos aus den Erfolgen früherer Jahre vor. 1 / 2.
  • Der 5. HOT-Gipfel findet vom 19. bis 20. September 2019 in Heidelberg statt. Die OSM-Konferenz State of the Map folgt unmittelbar am gleichen Ort, der Universität Heidelberg, so dass man die Möglichkeit hat, 5 Tage lang interessante OSM-Vorträge zu genießen.
  • Chris Eshun, ein Student der Geomatik im dritten Jahr, schildert seine Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit dem Community Mapping Team in Ghana im Rahmen des HOT Open Cities Accra Projekts.

Karten

  • tiles.wmflabs.org und wma.wmflabs.org laufen noch mit Ubuntu Trusty und werden zum Jahresende abgeschaltet werden, wenn sich dafür kein Betreuer findet. Siehe dazu auch das Phabricator-Ticket.
  • [1] Der Web-Entwickler und Künstler Hans Hack hat kurz vor Weihnachten wieder einmal eine bemerkenswerte Arbeit vorgelegt. Mit nur ein paar Klicks kann jeder ein Poster mit den in OSM vorhandenen Gebäuden erstellen und sich frei herunterladen. Das Poster zeigt quasi einen geografischen Fingerabdruck der Besiedlung einer Region. Auf der Startseite findest Du alle seine sehenswerten Projekte.

switch2OSM

  • Die Fahrplanauskunft „Saarfahrplan“ des saarländischen Verkehrsverbundes saarVV verwendet nach der letzten Aktualisierung statt Google Maps jetzt Kartenmaterial auf OSM-Basis. Die Karte tritt von ihrer bisherigen Bedeutung als reines Hilfswerkzeug zum Finden von Haltestellen an die zentrale Position der Visualisierung von Verbindungen.

Open-Data

  • Auf Twitter verweist Richard Fairhurst auf opentransportmap.info, einer Website, die darauf abzielt, eine Visualisierung des Verkehrsaufkommens der gesamten EU anzubieten.

Programme

  • Fabian Kowatsch vom Heidelberg Institute for Geoinformation Technology erklärt, wie man die historische Entwicklung von OSM-Gebäuden in Städten mittels der ohsome-Plattform (OSM History Analytics) und QGIS visualisieren kann.

Programmierung

  • Jochen Topf hat Libosmium 2.15 veröffentlicht, welches für das Lesen von PBF-Dateien weniger RAM belegt. Außerdem sind Pyosmium 2.15.0, das Osmium-Tool 1.10.0 und OSMCoastline 2.2.1 erschienen.

Releases

  • JOSM ist jetzt als Flatpak auf Flathub, einem Paket-Manager mit einer Berechtigungsverwaltung in einer Sandbox-Umgebung, in der man Anwendungen isoliert ausführen kann, verfügbar.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Der Twitter-Nutzer Ash präsentiert seine größte Erfindung: einen Mercator-Globus.
  • Le Point betont (fr) die zunehmende Bedeutung digitaler Instrumente in Afrika, da sie den Bürgern helfen, sich zu engagieren und in politischen Fragen Gewicht zu erlangen. Eine OSM-basierte Wahlkarte aus dem Senegal wird als Beispiel für das Engagement der Bürger verwendet.
  • Andrew Douglas-Clifford erstellte mit OpenStreetMap, LINZ und NIWA-Daten eine Far From Any Road Karte, welche die schwer oder nicht zugänglichen Orte Neuseelands zeigt. Weitere Informationen gibt es auf Reddit und NewsHub.

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
Rennes Recensement des panneaux publicitaires 2018-12-23 france
Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-12-28 germany
Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2019-01-08 france
Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-10 germany
Berlin 127. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2019-01-10 germany
Rennes Réunion mensuelle 2019-01-14 france
Toulouse Rencontre mensuelle 2019-01-16 france
Karlsruhe Stammtisch 2019-01-16 germany
Salzburg Maptime – Stammtisch 2019-01-16 austria
Freiberg Stammtisch Freiberg 2019-01-17 germany
Montpellier State of the Map France 2019 2019-06-01-2019-06-03 france
Heidelberg HOT Summit 2019 2019-09-19-2019-09-20 germany
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

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Diese Wochennotiz wurde erstellt von Nakaner, Rogehm, SK53, SunCobalt, bjoern_m, derFred.

Wochennotiz Nr. 438

04.12.2018-10.12.2018

JOSM-Screenshot

Pierre Béland ruft erfahrene Mapper dazu auf, bei der Verbesserung der Datenqualität in Nord-Kivu zu helfen 1 | © OpenStreetMap contributors

In eigener Sache

  • Am Samstag findet die Mitgliederversammlung der OSM Foundation statt. Michael Reichert hat die Wahlprogramme der Kandidaten der Vorstandswahl zusammengefasst und analysiert.

Mapping

  • Jean-Louis Zimmerman schlägt auf Twitter einige neue Ansätze zur Bearbeitung von OpenStreetMap vor. Er ist besonders von Richard Fairhursts Proof-of-Concept, Deriviste, angetan.
  • [1] HOT setzt seine Kartierung in der Demokratische Republik Kongo fort, um bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in Nord-Kivu zu helfen. Auf Twitter ruft Pierre Béland erfahrene Mapper auf, bei der Verbesserung der Datenqualität zu helfen.
  • Toutelatitudes twitterte (fr) über die drei bemerkenswerten Bäume, die sie zu OpenStreetMap im Departement Loiret, Frankreich, hinzugefügt haben.
  • Dktue möchte den Tag emergency=control_centre für den Ort vorschlagen, an dem Notrufe beantwortet werden. Das Tag wird bereits über 200 Mal verwendet, aber nur in Deutschland.
  • John Paris kündigte die vierte Version eines Proposals an, das das Mappen von strittigen Grenzen beschreibt. Umstrittene Grenzen sind ein wichtiges, aber schwieriges und heikles Thema – aus vielen Gründen. Nachdem John Feedback zu seinem Vorschlag erhalten hatte, schrieb er, dass er das Proposal erneut überarbeiten und die Vorschläge einarbeiten werde.
  • Viele kennen das Problem, dass man einen Wanderweg kartieren möchte und zuvor prüfen muss, ob ein Teil davon eventuell schon erfasst wurde. Oft werden Wiki-Seiten genutzt, um Listen mit Wanderwegen und ihren Relationen zu erstellen. Benutzer Cascafico beschreibt in seinem OSM Benutzerblog Werkzeuge zur Automatisierung der Datensammlung aus OSM und Umwandlung in das Wiki-Format.

Community

  • Die OpenStreetMap Niger Community organisierte (fr) auf dem Campus Numérique Francophone in Niamey für 15 ihrer Mitglieder ein 3-tägiges Trainingslager über OSM, QGIS und Open-Data.
  • Jennings Anderson schrieb einen Artikel in ihrem Benutzerblog über einen Workshop zur Datenanalyse, den sie mit Seth Fitzsimmons auf der SOTM US 2018 gehalten hat. In dem Artikel erklärt sie, wie man OSM-Datensätze mit osm-wayback und osmesa vorverarbeitet, eine Reihe von csv-Dateien erstellt und die Daten in ein Jupyter-Notebook lädt, um die OSM-Daten interaktiv zu analysieren und schnell zu visualisieren.
  • Nach der Übernahme des zu Mapzen gehörenden Entwicklerteams von Valhalla durch Mapbox und der Einstellung der Entwicklung von OSRM haben die meisten, wenn nicht sogar alle, Core-Entwickler von Project-OSRM gekündigt. Es gibt allerdings noch kein offizielles Statement, ob Mapbox die Zukunft in Valhalla oder OSRM sieht.
  • Tim Couwelier erklärt die Unterschiede zwischen OSM und öffentlicher Straßenkategorisierung in seinem Blogbeitrag Road categorisation – OpenStreetMap versus Flemish Planning Documents. Er weist darauf hin, dass öffentliche Kategorien auf der beabsichtigten Nutzung einer Straße basieren, während die OSM-Kategorieren aufgrund des Ground Truth Prinzips aus der tatsächlichen Nutzung abgeleitet werden.

OpenStreetMap Foundation

  • Nicolas Chavent beschreibt in einer Mail, dass HOT US Inc. seiner Meinung nach eine schrittweise Dominanz im Vorstand von OSMF erreichen möchte. Severin Menard führt weiter aus, dass zwei OSMF-Vorstände vorher im Vorstand von HOT waren, ein weiterer aktueller OSMF-Vorstand HOT Executive Director war, ein Kandidat der jetzigen Wahl bei HOT angestellt sei und eine Kandidatin der aktuellen OSMF-Vorstandwahlen stimmberechigtes Mitglied von HOT US Inc. sei.
  • Der OSMF-Vorstand hat die Entscheidung der Data Working Group (DWG), die Grenzen der Krim in den OSM-Daten zu ändern, überprüft und den DWG-Beschluss aufgehoben. Dementsprechend wird die Krim sowohl in die Grenzen Russlands als auch der Ukraine einbezogen. Damit wird der vorherige, seit 2014 bestehende Zustand wieder hergestellt.Wie zu erwarten, gibt es einige Kommentare zu dieser Entscheidung: Ilya Zverik ordnet (ru) (automatische Übersetzung) diese Kontroverse in seinem Blog WhatOSM in einem größeren OSM-Kontext ein. Andere meinen, dass die Art und Weise, wie die Entscheidung getroffen und kommuniziert wurde, die selbstgesteckten Transparenzziele nicht erreicht hat. Richard Fairhust äußert sich dahingehend, dass der OSMF-Vorstand im Laufe der Jahre oftmals Freiwillige der verschiedenen OSM-Arbeitsgruppen nicht unterstützt hat.

Veranstaltungen

  • Die FOSSGIS 2019 steht vor der Tür. Damit auch die sozialen Interaktionen nicht zu kurz kommen, gibt es ein Programm der Social Events.

Humanitarian OSM

  • HOT beschreibt, wie OSM-Daten dabei helfen, die Exposition einer Region gegenüber Katastrophen zu bestimmen. Auf der Grundlage der gesammelten Daten wird ein Modell entwickelt, das die Widerstandsfähigkeit der Städte in mehr als 46 Ländern verbessern soll.
  • Die Republik Kongo leidet unter einem Ebola-Ausbruch, Rebellenangriffen und Flüchtlingsströmen. Mit aktuellen Luftbildern ist HOT in der Region aktiv und hat in seinem Tasking Manager verschiedene Aufgaben erstellt. In einer Mail auf der HOT-Mailingliste fasst Pierre Béland die Ergebnisse unter Qualitätsgesichtspunkten zusammen und empfiehlt Schritte zur Behebung der Probleme und zur Verbesserung der Qualität zukünftiger Mapping-Aktivitäten.

Karten

  • Der OpenStreetBrowser wurde auf die Version 4.2 aktualisiert. Die neue Version ermöglicht es den Benutzern, sichtbare Kartenfeatures als JSON, GeoJSON und XML zu exportieren. Wie das Projekt auf seiner Homepage berichtet, können Benutzer mit eigenen Repositories auf OpenStreetBrowser-Dev nun Kategorien aus Git-Branches laden. Der defekte Twitter-Feed in der Newsleiste wurde ersetzt, um stattdessen Nachrichten aus einem Blog anzuzeigen.
  • Qwant, eine europäische, die Privatsphäre respektierende Suchmaschine, hat gerade eine Alpha-Version von ihrem neuen Produkt Qwant Maps veröffentlicht. Quant Maps basiert vollständig auf OSM-Daten und anderen Produkten aus dem Open-Source-Ökosystem. Im Moment besteht noch ein Fokus auf Frankreich. Die gute Nachricht ist aber, dass jeder bei dem auf GitHub verfügbaren Projekt dazu beitragen kann, dass sich die Abdeckung vergrößert.

Open-Data

Programme

  • Martijn van Exel beschreibt in einem illustrierten Leitfaden den Einstieg in die Arbeit mit OpenStreetCam, der kostenlosen und offenen Plattform für Straßenbilder von Telenav.
  • Jiri Vlasak stellt das LiveJOSM-Projekt vor. LiveJOSM ist ein Debian-basiertes Linux-Live-System mit JOSM und einigen vorinstallierten JOSM-Plugins, die bei Events wie Mapathons verwendet werden können.

Releases

  • Der OSM-Editor iD hat kürzlich zwei Updates erhalten. Das Mega-Update v2.12.0 enthält eine scheinbar endlose Liste neuer Funktionen, Verbesserungen und Bugfixes, einschließlich der Implementierung von zwei Finger-Trackpad-Gesten für Mac-Benutzer, das Zeichnen von richtungsabhängigen Wegen wie Klippen und Küstenlinien und die Möglichkeit, die Seitenleiste in der Größe anzupassen oder komplett auszublenden. Das Update auf 2.12.1, einen Tag später, enthält einige kleinere Bugfixes. Bryan Housel erklärt die wichtigsten Änderungen noch mal ganz genau.
  • Für den HOT Tasking Manager wurde ein Update veröffentlicht, nachdem fast 60 verschiedene Commits eingereicht wurden. Zu den Verbesserungen gehören neue Layouts für den Mapping-Tab und die Aufgabenhistorie, die Unterstützung des Markdown-Formats in der Aufgabenbeschreibung und der Contribute-Card sowie die Implementierung einer neuen Funktion namens Expert Mode, die fortgeschrittenere Mapping- und Validierungsfunktionen abdecken soll.
  • Simon Poole hat die erste Beta für die Version 12 des Vespucci-Editors veröffentlicht. Mit der Version 12 des OSM-Editors für Android soll das Erfassen von Objekten mit einem neuen und einfacheren Aktionsmodus verbessert werden. Neben weiteren Verbesserungen wurde als neues Feature die Unterstützung für MapRoulette integriert.

Kennst du schon …

  • … das JOSM BuildingsTools-Plugin von Upliner, das dabei hilft, die OSM-Qualität zu verbessern? Man kann durch drücken von B und 2 oder 3 Mausklicks normale rechteckige oder runde Gebäude einzeichnen – präzise und schnell. Die Tastenkombination Strg+Alt+B öffnet ein Konfigurationsfenster mit Optionen zum Ändern von Form, Typ und mehr.
  • OSM Streak? OSM Streak ist ein Wettbewerb, bei dem man täglich kleine Aufgaben für OSM erledigen muss. Ziel ist es, mindestens ein Jahr lang jeden Tag Punkte für die erledigte Aufgabe zu sammeln.
  • … die Liste der Qualitätssicherungswerkzeuge, die zur Verbesserung der Daten in OSM verwendet werden können?
  • … deine Schritte, wie du z. B. als Pizzabote oder Paketzusteller erfolgreich mit MAPS.ME die fehlenden Adressen in deinem Bezirk ergänzen kannst?

OSM in der Presse

  • Die Hamburger Morgenpost berichtet über eine auf OSM-Daten basierende Erhebung der Geofabrik (tatsächlich war es Die Zeit) über Straßennamen in Deutschland. Demnach sind die Schillerstraße (2604x) und die Goethestraße (2427x) die am häufigsten vergebenen Straßennamen. Mit Bischöflich-Geistlicher-Rat-Josef-Zinnbauer-Straße hält das bayerische Dingolfing den Rekord des längsten deutschen Straßennamens.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Daniel Huffman schreibt über die altmodische Kartenerstellung mit einer Schreibmaschine.
  • Jelle van Lottum hat Geschäftsreisen mehrerer Unternehmen der Britische Ostindien-Kompanie von Europa nach Indien und Ostindien vor 1800 visualisiert. Die Daten stammen aus CLIWOC und sind digitalisierte Aufzeichnungen der Schiffstagebücher.
  • CityLab bietet eine Zusammenfassung des neuen Buches von Christof Spieler über Nahverkehrssysteme in 47 amerikanischen Metropolregionen. Unnötig zu erwähnen, dass es viele ÖPNV-Karten enthält.
  • Martijn van Exel kündigte einen OpenStreetCam-Wettbewerb für Australien an. Das Kartenteam von Telenav vergibt bis zum Jahresende Amazon-Geschenkkarten für die, die am meisten Bilder bis zum Jahresende beitragen. Telenavs Produkt OpenStreetCam ist wie Mapillary eine Art Street View, wo man eigene Bilder und Bildsequenzen hochladen kann. Es hilft dabei, Fehler und Lücken in den Daten zu erkennen, und hilft mit eventuell vorhandenen Bildern bei der Bearbeitung.
  • Die Version 3.4 der freien, nativen Multi-Model-Datenbank ArangoDB wurde veröffentlicht. Die neue Version unterstützt nun GeoJSON und beinhaltet die neue Suchmaschine ArangoSearch.
  • Bosch aktualisierte Anfang Dezember das Kartenmaterial seines eBike-Bordcomputers Nyon. Wie Matthias Schwindt in seinem Blog gpsradler.de berichtet, legt der Konzern dabei nicht sehr viel Wert auf Aktualität und spielte OSM-Daten vom Juni 2018 ein.
  • Die Web-App Cultural Gems wurde von der Europäischen Kommission während der Abschlusskonferenz des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018 vorgestellt. Die App soll von den Nutzern gesammelte Informationen über kulturelle und kreative Räume in Europa liefern und wurde für den Anfang mit Points of Interest von OpenStreetMap bestückt.
  • Katharina Przybill hat einen Artikel veröffentlicht zum Thema: „Conceptual compliance analysis with the OpenStreetMap History Database (OSHDB)“.
  • Matt Daniels hat eine auf OSM basierende Visualisierung der Weltbevölkerung in 3D veröffentlicht.
  • Die NASA gibt einen neuen Blick auf Puerto Rico nach dem Hurrikan Maria frei.
  • Wenn fremde Leute in deinem Garten grillen, die Einfahrt zuparken oder im Frühling und Herbst dein Grundstück überqueren und zumüllen, kann es sein, dass in Google Maps dein Zuhause als öffentlicher Park eingezeichnet ist.
  • Golem.de hat Änderungen in der Wikipedia durch verifizierte Firmenkonten ausgewertet.

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
Online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
Online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
Bonn Bonner Stammtisch 2018-12-18 germany
Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-12-18 germany
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-12-18 germany
Rennes Recensement des panneaux publicitaires 2018-12-23 france
Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-12-28 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-10 germany
Berlin 127. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2019-01-10 germany
Rennes Réunion mensuelle 2019-01-14 france
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

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Diese Wochennotiz wurde erstellt von Nakaner, Peda, PierZen, Polyglot, Rogehm, SK53, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.

Wahlen zum Vorstand der OpenStreetMap Foundation 2018 – Einordnung der Kandidaten

Dieser Beitrag enthält die persönliche Meinung von Michael Reichert. Weder wird inhaltliche Neutralität angestrebt noch gibt dieser Beitrag die Meinung der Redaktion wieder. Bitte lest selber die Wahlprogramme und die Antworten der Kandidaten auf den Fragenkatalog durch, um euch eine eigene Meinung zu bilden.

Woran kann man sich bei der Auswahl der Kandidaten orientieren?

Viele haben ihre eigenen, persönlichen Entscheidungskriterien. Um das Verständnis dieses Beitrags zu erleichtern, lege ich zuerst einmal dar, was mir wichtig ist.

Freiheit der Mitwirkenden

Bislang folgt das Handeln der OSMF dem Grundsatz „support, not control“ (unterstützen, nicht kontrollieren) und ist daher das eines Fördervereins. Die OSMF hält die Rechte an den Daten und betreibt die zentralen Dienste, schreibt aber nicht viel vor und überlässt es in großen Teilen der Community, Regeln festzulegen. Es gibt jedoch Kandidaten, die das ändern möchten. Sie streben an, dass die OSMF eine führende bzw. herrschende Position im OpenStreetMap-Projekt einnimmt. Regionale Communitys sollten „Leader“ (Führer) haben. Das mag zwar eine Wunschvorstellung sein, denn in den Industrieländern ist OSM eben keine hierarchische Organisation, sondern eine Graswurzelbewegung mit vielen selber denkenden Individuen.

Wenn OSM jedoch hierarchischer wird, verliert es seinen Kern – die Unabhängigkeit. OSM gehört niemandem. Keine Firma, keine kapitalistischen Interessen entscheiden, wo die Reise hingeht.

Die OSMF als Organisation ehrenamtlicher Kräfte

Die OSMF wird derzeit von Freiwilligen getragen. Nur die Buchhaltung und etwas administrative Assistenz geschieht durch bezahlte Kräfte. Ein Teil der Kandidaten ist dafür, mehr Tätigkeiten durch bezahlte Kräfte durchzuführen. Hierbei muss unterschieden werden, um welche Tätigkeiten es geht. Geht es um einfache Verwaltungsarbeiten wie etwa die Mitgliederverwaltung? Handelt es sich um Software-Entwickler, die Features für die OpenStreetMap-Website programmieren? Will man Projektmanager anstellen oder gar Leute, die wie ein Geschäftsführer aktiv Entscheidungen treffen und die Richtung vorgeben?

Mehr bezahlte Kräfte machen zwar eine Organisation schlagkräftiger, bergen aber auch Risiken. Bezahlte Kräfte kosten Geld, das von Geldgebern eingeworben werden muss und zu Abhängigkeiten führt. Die Freiwilligen in der OSMF sind selbst denkende Individuen, kein Arbeitervolk. Dieses Selberdenken sollte man wertschätzen und nicht als Hindernis betrachten. Wenn eine Tätigkeit gemeinsam durch bezahlte und ehrenamtliche Kräfte durchgeführt wird, kann wird das die Motivation der Freiwilligen senken. Gerade dann, wenn die bezahlten Kräfte nicht den Freiwilligen untergeordnet sind oder bestimmte bisherige Communitymitglieder plötzlich bezahlt werden.

Das geplante Förderprogramm hat einen Umfang, der entweder eines verstärkten Engagements Freiwilliger oder einer bezahlten Arbeitskraft bedarf. Kandidaten, die deutlich für mehr Förderung sind, bringen über die Hintertür einen Mitarbeiterstab mit.

Ist ein Mitarbeiterstab einmal vorhanden, wird dieser alles daran setzen, seine Position zu verteidigen und seine Posten zu sichern (ist ja schließlich deren Einkommen). Daher sollten bezahlte Tätigkeiten gering gehalten werden, da sie ein Suchtpotential bieten. Eine vertretbare und dennoch nützliche Möglichkeit wäre die projektbasierte Beschäftigung, z.B. für die Umsetzung konkreter Features für die OSM-Website oder andere Kern-Software, für die sich Firmen nicht interessieren.

Selbst wenn Vorstände nicht aktiv neue bezahlte Stellen zur Diskussion stellen, gibt es Möglichkeiten die OSMF langsam umzubauen. Wenn Vorstände über die Arbeitsgruppen hinweg Entscheidungen treffen und diese vor vollendete Tatsachen setzen, demotiviert das Freiwillige. Die fehlende Motivation führt zu weniger Engagement. Dieses kann später als Argument für die Anstellung einer bezahlten Kraft dienen.

Code of Conduct

Aus den USA schwappt in den letzten Jahren der Code-of-Conduct-Trend über die Open-Source-Szene. Ziel der Befürworter von solchen Verhaltenskodexen ist es, die Communitys für Außenstehende „freundlicher“ zu machen und eine Willkommenskultur zu etablieren. Damit solle nicht nur der Anteil von Frauen, sondern auch anderen Minderheiten (homo-/bisexuell, transgender/-sexuell, Hautfarbe, …) erhöht werden. Ein Verhaltenskodex ist an sich nicht schlecht. Manche Communitys und manche Leute sind für Außenstehende nicht gerade einladend. Das Problem daran ist jedoch, dass einigen prominenten Code-of-Conduct-Befürwortern in der OSM-Community der Ruf anhaftet, Verhaltenskodexe zum Ausschluss kritischer Stimmen zu nutzen. Außerhalb von OSM scheinen Code of Conducts eine Waffe zum Aufbrechen alter Machtstrukturen zu sein (das kann gut und schlecht sein). Aus HOT US Inc. gibt es Berichte, von Verfahren gegen Leute, die ihre Meinung zu deutlich ausgesprochen haben.

War da eine kulturelle Kompenente im Spiel? HOT ist von US-Amerikanern dominiert, deren Diskussionskultur eine andere ist. Wenn jemand, der nicht englischer Muttersprachler ist, seine Meinung auf seine Art ausdrückt, kann es leicht passieren, dass das von Amerikanern als Verstoß gegen die Konventionen wahrgenommen wird.

Ist jedoch ein Code of Conduct, den eine Gruppe von oben herab durchdrückt, für OpenStreetMap überhaupt geeignet? Anders als in vielen Open-Source-Software-Projekten sind bei OSM die nationalen und regionalen Communitys, die nicht auf englisch kommunizieren, groß. Jede Sprache hat ihre eigene Kommunikationskultur. Daher sollte die Festlegung von Regeln wie sonst in OSM auch üblich von unten herauf geschehen.

Umgang mit Firmen und Interessenskonflikten

Im Vorfeld dieser Wahl sind einige Dinge teils deutlich, teils weniger deutlich zu Tage getreten, die man zum Anlass nehmen sollte, über den Umgang mit Firmen und deren Interessen in der OSMF nachzudenken.

Am 1. November 2018 hat Frederik Ramm auf der Mailingliste OSMF-Talk berichtet, dass Mitarbeiter zweier Firmen ihn darüber informiert hätten, dass ihnen vom Arbeitgeber der OSMF-Mitgliedsbeitrag erstattet und Wahlempfehlungen erteilt werden. Im Lauf der späteren Diskussion hat sich herausgestellt, dass es kulturelle Unterschiede zu geben scheint und das Erstatten von Beiträgen zu Berufsverbänden durch den Arbeitgeber in den USA üblich ist. Dies erklärt es, warum der Anteil an US-Amerikanern unter den OSMF-Mitglieder höher ist, als er aufgrund der Anzahl der dort aktiven Mapper sein sollte.

In der Diskussion im Vorstand rund um die Organised Editing Guideline, die das Geschäft einiger Firmen und Nichtregierungsorganisationen betrifft, haben zwei Vertreter dieser Gruppe zwar erklärt, dass sie einen Interessenskonflikt haben und nicht abstimmen werden. (Das wäre auch schwer zu leugnen gewesen). Einer der beiden hat jedoch hinter den Kulissen intensiv versucht, auf den Leitfaden Einfluss zu nehmen. Es soll sogar einen Gegenentwurf von einem befangenen Vorstand gegeben haben. Trotz der Bitte aus der Community ist dieser bislang noch nicht herausgegeben worden. Angesichts des finanziellen Werts von OSM und des Einfluss auf die Geschäftsinteressen von Firmen zeigt das folgende Probleme auf:

  1. Der Umgang mit Interessenskonflikten im Vorstand ist von Dilettantismus und fehlender Strenge geprägt. Bislang fällt nur Paul Norman regelmäßig positiv damit auf, den korrekten Umgang mit Interessenskonflikten zu fordern.
  2. Es existieren keine präzisen Regeln dafür. Wer befangen ist, hat sich gefälligst nicht nur der Abstimmung fernzuhalten, sondern auch aus der gesamten Entscheidungsfindung im Vorfeld herauszuhalten! Wenn die Meinung eines Befangenen von Bedeutung ist, kann man ihn in der Art und Weise anhören, wie es bei Anhörung der Community oder Dritter bislang geschieht. Sich dann noch einzumischen ist unanständig.
  3. Wer im Vorstand ist, keinen Anstand kennt und nur seine eigenen Interessen oder die seines Arbeitgebers durchsetzen möchte, wird auf Teufel komm raus versuchen, seine Interessen durchzuboxen. Dagegen helfen nur Transparenz, Kontrolle, engagierte andere Vorstände und Regeln, die nicht davon ausgehen, dass sich sowieso alle daran halten und man daher das „Offensichtliche“ weglassen kann.

Wenn der Anteil derjenigen, die den korrekten Umgang mit Interessenskonflikten im Vorstand anmahnen und die selbst ein geringes Risiko für Interessenskonflikte haben, weiter zurückgeht, werden diese Stimmen im Vorstand zu ignorierbaren Störgeräuschen. Der erhebliche Überhang an US-Amerikanern (in Bezug auf die Anzahl der aktiven Mapper) hat dafür gesorgt und kann weiterhin dafür sorgen, dass der Vorstand zu einem Diener kommerzieller Interessen verkommt.

OpenStreetMap-Kenntnisse

Wer Vorstand ist, hat irgendwann auch über Themen zu entscheiden, die das Mapping direkt betreffen. Dafür ist Erfahrung als Mapper unerlässlich. In den letzten Jahren hatten mit wenigen Ausnahmen die meisten Kandidaten fundierte und langjährige Kenntnisse. Beispiele, wo diese Kenntnisse unerlässlich sind, sind die Organised Editing Guidelines und der von Vorstand gebilligte Revisionsantrag bzgl. der Krim-Resolution der DWG.

Bisheriges Engagement

Das bisherige Engagement in der OSMF und/oder in Local Chapters lässt meiner Erfahrung nach gute Schlüsse zu, ob von der Person viel oder wenig zu erwarten ist. Externen Kandidaten kann man unterstellen, damit nur Karriereziele zu verfolgen, z.B. zwei Jahre als OSMF-Vorstand, um danach in einer Firma mit bezahlten Mappern als „Community-Manager“ zu arbeiten. Dieses Jahr ist das nicht wirklich der Fall.

Für externe Kandidaten wird oft ins Feld geführt, dass diese „neue Ansichten“ in den Vorstand brächten. Das mag zwar sein, aber der Vorstand sollte keine Richtlinien vorgeben. Seine Aufgaben sind Verwaltungsaufgaben. Wer etwas bewegen will, wird nicht Vorstand, sondern engagiert sich in den Arbeitsgruppen. Neue Ansichten und Erfahrungen braucht es daher nicht im Vorstand, sondern dort, wo die Arbeit tatsächlich gemacht wird. Der Vorstand ist ein Ehrenamt.

Was tatsächlich geschehen wird

Als Wähler sollte man einerseits nicht allen Wahlversprechen blind glauben, denn hoch fliegende Träumer sind in der Vergangenheit im OSMF-Vorstand häufig auf dem Boden der Tatsachen gelandet oder brauchten einen langen Atem. Eine teilweise Transparenz der Vorstandsarbeit hat vier Jahre vom Wahlprogramm über eine Wiederwahl und ein weiteres Jahr hinweg gedauert, bis sie Realität wurde. Für Amtszeitbeschränkungen haben sich seit sechs Jahren bislang die meisten Kandidaten in irgendeiner Form ausgesprochen. Passiert ist nichts bzw. entsprechende Vorstöße sind von Unlust erstickt worden.

Jedes Jahr aufs Neue starten Kandidaten als Tiger, um nach der Wahl als Bettvorleger zu landen. Gefühlt die Hälfte der Kandidaten nennt Maßnahmen, um mehr Neulinge anzulocken. In den Vorstandprotokollen findet man dazu kein Wort. Engagement dieser Personen außerhalb des Vorstands in den Themenbereichen ist ebenfalls Fehlanzeige. Diese Teile der Wahlprogramme könnt ihr ignorieren – es handelt sich um die Manuskripte von Sonntagsreden. Wenn danach noch Ziele für die Vorstandsarbeit übrig bleiben, handelt es sich um jemanden, über dessen Wahl man nachdenken kann.

Auch ansonsten sollte man sich beim Lesen der Wahlprogramme vor Augen führen, dass der Vorstand nicht viel macht. Im Laufe der letzten Jahre hat sich – vielleicht glücklicherweise – nicht viel bewegt. Schaut euch mal die To-Do-Listen aus den Vorstandsprotokollen an …

Zwischen den Zeilen

Es lohnt sich, sich nicht nur die Inhalte der Wahlprogramme und Antworten, sondern auch die Wortwahl anzuschauen. Wie schwierig ist das Englisch? Welche Fachbegriffe werden verwendet? Besteht das Wahlprogramm aus Positionen, die man anders formuliert in den Vorjahren schon gesehen hat. Wird auf aktuelle heiße Themen eingegangen? Werden Probleme erwähnt oder nur Gutes gelobt?

Wer in der OSM-Community seltene Begriffe verwendet, ist entweder abgehoben oder nicht wirklich integriert. Diese Kandidaten tun nach der Wahl entweder nichts, weil sie erst dann verstehen, wie OSM funktioniert, oder sie bleiben abgehoben und fallen mit Redebeiträgen in den Sitzungen auf, die meist am Thema vorbeigehen. Ihr Verhältnis zu den Freiwilligen in der OSMF ist gewöhnungsbedürftig.

Tobias Knerr

Tobias steht ausdrücklich für die Beibehaltung des Grundsatzes „support, not control“. Er hat eine kritische Haltung zum kommerziellen Einfluss und ist streng im Umgang mit Interessenskonflikten. Seine Einreichungen fallen damit auf, Probleme zu beschreiben und nicht das schöne Blau am Himmel zu beschreiben. Es gibt nur wenig konkrete Ziele (Geschäftsordnung ändern, Obergrenze für Firmen, ethische Standards für Firmen), die er angehen will. Somit scheint er sich als Verwalter und weniger als Gestalter zu sehen.

Ob seine Ziele auch erreichbar sind oder an mangelnden Mehrheit oder weichgekochten Kompromissen scheitern, wird die Zukunft zeigen. Die Obergrenze wird nicht kommen, es sei denn, man findet dafür eine Zweidrittelmehrheit unter den Mitgliedern, woran ich allein aufgrund der Natur der Regel zweifle. Die Änderung der Geschäftsordnung wird spannend und kontrovers.

Seine klare Haltung lässt jedoch erkennen, auf welcher Seite man ihn finden wird. Er ist ein idealer Kandidat für alle, die Peters Handeln und Hartnäckigkeit gut finden.

Tobias sieht das geplante Förderprogramm kritisch und möchte nur Leute fördern, die schon in OSM aktiv sind und sich somit Vertrauen erarbeitet haben. Er legt wert auf messbare Ergebnisse.

Guillaume Rischard

Vor dem Lesen seines Wahlprogramms und seiner Antworten habe ich Guillaume als Kompromisskandidaten eingeschätzt. Dieser Titel steht aber dieses Jahr Joost zu (siehe unten). Guillaume ist dennoch für jemanden, der eine ähnliche Meinung wie ich hat, eine gute Wahl.

Guillaume hat vor zwei Jahren schon einmal kandidiert. Sein damaliges Wahlprogramm war eines mit vielen heeren Zielen. Auf dieses nimmt er Bezug. Sein diesjähriges hat wenig heere Ziele. Stattdessen prangert er in kurzer und knapper Form einige Fehlentwicklungen der letzten Zeit sowie Mängel an. Er verspricht nicht viel.

In Sachen Code of Conduct begibt sich Guillaume auf Kompromisskurs. Er spricht sich nicht dagegen aus, meint aber, dass das Sache der Community sei. In vielen anderen Themen sind seine Positionen nahe bei Tobias und in Kompromissentfernung zu Joost.

Seine Positionen haben starke Überschneidungen mit denen von Tobias. Beide fordern messbare Ziele für förderwürdige Projekte.

Guillaume kann sich an einem Thema festbeißen und es über längere Zeit verfolgen, wenn er dahinter steht. Die HTTPS-Umstellung ist ein Beispiel dafür. Im Vorfeld dieser Wahl hat er aktiv neue Mitglieder in unterrepräsentierten europäischen Communitys eingeworben, die bislang Minderheiten in der OSMF waren.

Joost Schouppe

Joost ist ein Kompromisskandidat, der für sehr viele wählbar sein dürfte. Letztes Jahr hat er mit wenigen Stimmen Rückstand gegenüber Heather Leson verloren. Vermutlich wird er auch dieses Jahr wieder zahlreiche Stimmen aus dem HOT-Lager bekommen.

Er ist praktisch frei (oder fast frei) von kommerziellen oder organisierten Einflüssen und ein echter Craftmapper. Seine Positionen zum Umgang mit Firmen sind nahe an denen von Tobias und Guillaume. In Sachen Code of Conduct hat er schon letztes Jahr eine Kompromissposition vertreten. Damals schrieb er, dass das Thema zu kontrovers sei und die Community spalten könne.

Sein diesjähriges Wahlprogramm weist keine großen Unterschiede zum letztjährigen auf. Sein Wahlprogramm erwähnt die Verbesserung der Vielfalt und dass er sich darum kümmern möchte. Wirklich konkrete Ideen nennt er nicht. Ich würde diesen Teil als übliches Wahlkampfgerede einstufen und rechne nicht mit relevanten Aktionen.

Er macht für mich einen eher faktenorientierten Eindruck. Wie Tobias und Guillaume spricht er sich für eine bessere Repräsentierung der Mapper-Community unter den OSMF-Mitgliedern aus. Wie die beiden ist er ein waschechter Mapper.

Zum Förderprogramm hat er kritische Anmerkungen, die darauf hindeuten, dass er ein solches Programm realistisch sieht (oder die Arbeit sieht).

Seine intensive Mappingaktivität, seine Aktivität in der OSMF und die Mitgründung des Local Chapters tragen zu seiner Legitimation bei und sprechen ausdrücklich für ihn. Er weiß, wie OSM funktioniert.

Jo Walsh

Jo vertritt im Allgemeinen Positionen, denen ich zustimme. Sie ist gegen eine starke Professionalisierung, ist aber für einen Code of Conduct. Hervorhebenswert finde ich, dass sie die Autonomie der Arbeitsgruppen in der OSMF als fehlenden Punkt im Missions Statement hervorhebt. Ihre Meinungen überschneiden sich sehr mit Joost, Guillaume und Tobias.

Positiv ist, dass sie ein geringes Risiko für Interessenskonflikte hat.

Sie mag zwar wissen, wie eine Organisation intern läuft, aber ihre geringe OSM-Aktivität (nicht nur Änderungssätze) und die sehr knappen Antworten lassen die Vermutung zu, dass sie im Vorstand nichts tun wird. Zwar ist ihre Meinung im Großen und Ganzen für mich akzeptabel, aber das hohe Risiko jemand inaktives zu wählen überwiegt für mich.

Geoffrey Kateregga

Geoffrey hat für mich sehr seltsame (und nicht akzeptable) Ansichten zu OSM. Er sieht sich als Community-Führer. Da er vorschlägt, dass regionale Führer ermutigt werden sollen, als Vorstand zu kandidieren, steht er somit für Hierarchien und eine Professionalisierung. Da er nicht nur Mitglied von HOT US Inc. ist, sondern auch von HOT US Inc. bezahlt wird, hat er erhebliche Befangenheitsprobleme.

Geoffrey war bislang nicht in der OSMF aktiv. Sein Wahlprogramm erwähnt keine Probleme und aktuellen Fragen der OSMF-Politik, sein Schreibstil ist amerikanisch-lobend. Die Inhalte könnten auch von einem amerikanischen Kandidaten aus dem HOT-Umfeld stammen, wenn es einen gäbe. Die Formulierung „I will do […]“ klingt für mich nach etablierten Floskeln.

Ich befürchte, dass er im Vorstand installiert wird, um den Einfluss von HOT US Inc. zu festigen und die Mehrheit zu erlangen. Bislang sind drei von sieben Vorständen Mitglieder von HOT US Inc. Es besteht die ernste Gefahr einer „regulatory capture“, einer Übernahme der Regulierungsbehörde durch den Regulierten. HOT ist nämlich ein Betroffener der Regulierung durch die Organised Editing Guidelines und HOT-Aktivisten haben einen früheren Entwurf als Beinahe-Verbot von HOT bezeichnet.

Organisiertes Mapping ist für Geoffrey ein Ersatz für die Community und könne genutzt werden, um Lücken zu füllen.

Entweder scheint er keine Erfahrung in Sachen Qualitätssicherung, Vandalismusbekämpfung und der Überprüfung fremder Änderungen zu haben oder er hat die Revertier-Frage falsch verstanden. Er spricht nämlich nur von Reverts von Importen und meint, diese sollten wie Importe diskutiert werden. Hat er schlechte Erfahrungen gemacht, weil ein von ihm gern gesehener Import revertiert worden ist? Zwar müssen Importe dokumentiert und vorab diskutiert werden. Wenn aber ein Import mangels Diskussion gegen die Import-Richtlinie verstößt, ist eine Diskussion des Reverts nicht erforderlich, sondern nimmt dem Regelverletzer nur seine Vorteile der Regelverletzung.

Besonders seltsam ist die von ihm vorgeschlagene Verwendung von Fördermitteln. Er will sie für Zwecke einsetzen, die nicht direkt OSM dienen – nämlich für Projekte, die „OSM innovativ nutzen“. Das ist das exakte Gegenteil von Tobias.

Miriam Gonzalez

Miriams Absichten sind für mich unklar. Es hinterlässt bei mir einen bitteren Beigeschmack, dass sie aus der kommerziellen Szene stammt, unkonkret ist und keine Probleme und Fehlentwicklungen benennt. Vielleicht betrachtet sie das aber auch gar nicht als Fehlentwicklungen? Oder sie hat, was keine Überraschung wäre, denselben Schreibstil wie andere stimmberechtigte Mitglieder von HOT US Inc. (sie ist Voting Member), die in den letzten Jahren kandidiert haben.

Ihre Antwort auf die Befangenheits-Frage ist sehr knapp. Man kann daraus schließen, dass ihr das Thema entweder nicht wichtig ist oder sie sich der Bedeutung des Themas nicht bewusst sein könnte.

Man kann Miriam keine fehlende Mappingkenntnis vorwerfen. Zwar hat ihr Haupt-Benutzerkonto nicht sehr viele Änderungen, aber ihr ehemaliges dienstliches Konto bei Telenav dürfte nicht untätig gewesen sein. Dass sie nach Ende des Arbeitsverhältnisses bei OSM ihr Engagement sogar noch vertieft, spricht für sie. Von den Kandidaten, die über Maßnahmen zur Verbesserung der Vielfalt schreiben, ist sie die einzige, bei der das glaubwürdig ist, denn schließlich hat sie sich im Geochicas-Projekt engagiert.

Ihr Antworten sind im Allgemeinen recht knapp, auch die Antworten, die sie nach der Frist eingereicht hat. Diese hatte sie zwar bei den anderen Antworten ergänzt, auf Bitte von Christoph Hormann dann aber in ihren Benutzer-Blog verschoben, um fair zu bleiben.

Sie drückt sich nicht negativ über die Organised Editing Guidelines aus, wirklich loben tut sie sie aber nicht. Man kann es auch so interpretieren, dass sie nicht 100%ig dahinter steht.

Als einzige unter den sieben äußert sie sich – sogar unaufgefordert – zu automatischen Bearbeitungen. Letztes Jahr war das ein großes Thema, dieses Jahr war die Frage im (neu eingeführten) offiziellen Fragenkatalog nicht enthalten. Sie scheint für maschinelles oder von Maschinen unterstütztes Mapping zu sein. Vermutlich sieht sie die unzähligen Freiwilligen auch nicht als Entscheidungsträger, sondern als fleißige Masse.

Wenn Miriam gewählt wird, wird HOT US Inc. eine absolute Mehrheit im OSMF-Vorstand haben.

Nuno Caldeira

Nuno ist der Außenseiter dieser Wahl. Er tritt ohne bisheriges Engagement in der OSMF an. Aus den Antworten auf die Fragen kann man schließen, dass er über die kontroversen Themen in der OSMF nicht wirklich bescheid weiß. Es besteht das Risiko, dass Nuno sich der Mehrheit anschließt und keine wirkliche eigene Meinung hat. Mangels vorherigem Engagement in der OSMF kann man sich fragen, ob er weiß, was wie in der OSMF funktioniert.

Meinung der Kandidaten zu der dubiosen Massenanmeldung neuer Mitglieder

Am 15. November 2018 gab es eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Neuanmeldungen über eine einzige IP-Adresse, die der MWG, der zwei Kandidaten angehören, nicht unbemerkt geblieben ist. Die MWG hatte dies dem Vorstand gemeldet, da der Vorstand gemäß der Satzung Mitgliedsanträge binnen sieben Tagen zurückweisen kann. Der Vorstand hat mit vier Nein und drei Ja-Stimmen die Ablehnung der Mitgliedsanträge abgelehnt. Daraufhin haben auf Initiative von Guillaume Rischard fünf Kandidaten die folgende E-Mail gemeinsam an den Vorstand gesendet:

Dear OSMF board,

As candidates for the board, we take a close look at where the voters come from. On 15 November, there was a significant and unusual spike in sign-ups for OSMF membership: 100 new members from one country completed an OSMF membership application within a few hours. The cut-off to register to vote in OSMF elections is 30 whole days before; for that reason, it appears that this was done by a group who wants to vote in the board election on December 15.

Other facts known to us suggest a coordinated sign-up linked to one outsourcing company. While this could just be an employer encouraging their employees to join, a group or individual could actually have contracted an outsourcer to create artificial memberships so that they could influence the election.

The board has been made aware of this, but has not taken action.

In 2011, a different board decided to reject membership from a mass sign-up by a company (https://lists.openstreetmap.org/pipermail/osmf-talk/2011-August/001139.html). The difference in reactions highlights the need for a policy on this. The absence of one could apparently let anyone “buy” the OSMF.

We do not point fingers at anyone, and ask that others refrain from doing so. All of us benefit from fair OSMF elections, whether we are corporations, humanitarian mappers or craft mappers.

As candidates, we are not in the best place to talk about this, but we see no other possible course of action.

Therefore:

  • We ask the board to immediately issue a statement.
  • We further ask the board, in collaboration with the working groups, to urgently investigate the cause of these sign ups. If those new members registered in time to vote, we ask the board to publish a report long enough before the election. If they did not, the board should clearly communicate this.
  • We ask that the community can decide, based on the report and any other information, what should happen then.
  • After the election, we will consult and collaborate with the community to introduce rules to prevent electoral fraud to safeguard confidence and make us less vulnerable.
  • We ask the community to react by joining the OSMF and getting other mappers to join, increasing our membership numbers. Only a vast and diverse participation of passionate mappers who are engaged in the OSMF’s mission can make us impossible to hijack.

We are, of course, available to discuss this and any further actions.

Nuno Caldeira, Geoffrey Kateregga, Tobias Knerr, Guillaume Rischard, Joost Schouppe

Deutsche Übersetzung:

Werter Vorstand,

als Kandidaten für den Vorstand sehen wir genauer hin, woher unsere Wähler kommen. Am 15. November gab es eine signifikante und unübliche Spitze in den Neuanmeldungen für die OSMF-Mitgliedschaft: 100 neue Mitglieder aus einem Land sind innerhalb weniger Stunden Mitglied geworden. Der Stichtag für Neuanmeldungen, um an den OSMF-Wahlen teilnehmen zu können, ist 30 ganze Tage vorher; es scheint daher so zu sein, dass die Neuanmeldungen von einer Gruppe stammen, die an der Vorstandswahl am 15. Dezember teilnehmen möchte.

Andere uns vorliegende Fakten legen nahe, dass es sich um eine koordinierte Anmeldung einer Outsourcing-Gesellschaft handelt. Auch wenn dies nur ein Arbeitgeber gewesen sein könnte, der seine Angestellten dazu ermutigt, Mitglied zu werden, könnte es auch eine Gruppe oder Einzelperson sein, die gezielt eine Firma zum Ausfüllen von Online-Formularen beauftragt hat, künstliche Mitgliedschaften anzulegen, sodass er/sie die Wahl beeinflussen kann.

Der Vorstand wurde darüber in Kenntnis gesetzt, hat aber nichts unternommen.

Ein anderer Vorstand hat im Jahr 2011 beschlossen, Mitgliedschaften aus einer Massenanmeldung einer Firma abzulehnen (https://lists.openstreetmap.org/pipermail/osmf-talk/2011-August/001139.html). Die Unterschiede in den Reaktionen heben den Bedarf einer Richtlinie hervor. Der Mangel einer solchen könnte es anscheinend irgendjemandem ermöglichen, die OSMF zu „kaufen“.

Wir zeigen nicht mit den Fingern auf irgendjemanden und bitten, es auch nicht zu tun. Wir alle profitieren von fairen OSMF-Wahlen, egal ob es sich um Firmen, humanitäre Mapper oder Craftmapper handelt.

Wir sind als Kandidaten nicht in der besten Position, uns dazu zu äußern, aber wir sehen keine andere mögliche Vorgehensweise.

Daher:

  • Wir bitten den Vorstand, umgehend eine Stellungnahme herauszugeben.
  • Zudem bitten wir den Vorstand, in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen die Ursache dieser Anmeldungen schleunigst zu untersuchen. Falls diese neuen Mitglieder sich fristgerecht angemeldet haben, bitten wir den Vorstand, einen Bericht ausreichend früh vor der Wahl zu veröffentlichen. Falls das nicht der Fall sein sollte, sollte der Vorstand das klar und deutlich so kommunizieren.
  • Wir bitten darum, dass die Community basierend auf dem Bericht und anderen Informationen darüber entscheiden kann, was passieren sollte.
  • Wir werden nach der Wahl uns mit der Community beraten und mit ihr zusammenarbeiten, um Regeln einzuführen, die Wahlbetrug vorbeugen, das Vertrauen stärken und uns weniger anfällig zu machen.
  • Wir bitten die Community, als Reaktion auf diesen Fall der OSMF beizutreten und andere Mapper zum Beitritt zu bewegen, um unsere Mitgliederzahl zu erhöhen. Nur eine zahlreiche und vielfältige Teilnahme passionierter Mapper, die in den Auftrag der OSMF engagiert sind, kann eine Übernahme verunmöglichen.

Wir sind natürlich dafür offen, dies und weitere Schritte zu diskutieren.

Nuno Caldeira, Geoffrey Kateregga, Tobias Knerr, Guillaume Rischard, Joost Schouppe

Miriman Gonzalez wollte die Mail nicht unterzeichnen. Jo Walsh stimmt der Mail in Teilen zu und ist gegen Wahlbetrug.

Bei der indischen IP-Adresse handelt es sich um die Adresse einer Firma, die als Subunternehmer für Dritte Digitialisierungsarbeiten (Geometrien nachzeichnen) übernimmt. Die organisierten Mappingaktivitäten von Grab werden anscheinend durch diese Firma durchgeführt. Apples Aktivitäten scheinen von derselben Firma zu stammen. Ehemalige Mapbox-Mitarbeiter arbeiten dort.

Wahlempfehlung

Eine explizite Wahlempfehlung gebe ich dieses Jahr nicht. Meine oben stehenden Äußerung sollten aufschlussreich genug sein.

Wochennotiz Nr. 437

27.11.2018-03.12.2018

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In eigener Sache

  • Die Suaheli-Version, die mit großer Begeisterung kurz nach der SotM 2018 in Mailand startete, musste leider eingestellt werden. Laura Mugeha wird die Suaheli sprechende Gemeinschaft weiterhin in ihrem Benutzerblog informieren.

Mapping

  • PoliMappers, das YouthMappers‘ Chapter der Technischen Universität Politecnico di Milano, startet die zweite Ausgabe von PoliMappers Adventures. Jeden Tag im Dezember wird eine Aufgabe aus dem OpenStreetMap-Universum gestellt, darunter Fragen zum Mapping, humanitärer Hilfe und vielen anderen Dingen. Um an die täglichen Quests zu kommen, folgt man PoliMappers am besten auf Twitter.
  • Auf der Mailingliste Talk-at hat Stefan Nagy seine neuesten Erkenntnisse, aufgrund der Rückmeldung der Stadt Wien, zum Thema Straßennamen in alter Rechtschreibung berichtet. Die zuständige MA 21 hat bekanntgegeben, dass für die erste Jahreshälfte 2019 eine Präzisierung des Gemeinderatsbeschlusses von 1999 durch den Gemeinderat zu erwarten ist. Daher sollte bis zu dieser Präzisierung weiterhin die alte Rechtschreibung bei betroffenen Namen (z.B.: Nußdorfer Straße) in OSM belassen werden.
  • Frederik Ramm stellt auf Talk-at die Frage bezüglich der Rechtslage in Österreich, ob ein Besitzer eines Waldes oder einer größeren landwirtschaftlichen Fläche das Mappen untersagen kann. Grund für die Nachfrage ist, dass ein Grundbesitzer in persönlicher Kommunikation (wg. einer
    DWG-Beschwerde) davon gesprochen hat, dass das ungenehmigte Mappen von Wegen
    auf Privatgrund ein „Eingriff in das Privateigentum“ sei. Nach den ersten Meldungen zeigt sich die Meinung, dass zwar der Zutritt zu dem Grundstück oder bestimmte Wege verboten oder eingeschränkt werden kann, allerdings das Kartieren auf Grundlage eines Luftbildes nicht verboten ist.
  • Frederik fragt auf der Mailingliste Talk-de, wie man mit einer gemappten aber nicht erlaubten Feuerstelle umgehen soll. Eine entsprechende Beschwerde liegt der DWG vor und es wird befürchtet, dass durch die Darstellung Leute zur gesetzeswidrigen Nutzung motiviert werden. ( Nabble )
  • Die gefühlte inflationäre Verwendung von service=drivewayist Thema auf der deutschen Mailingliste. ( Nabble )
  • Bei der Abstimmung über das Mappen von „Tramtrack on Highway“ kam nicht die nötige Mehrheit zusammen. Der Initiator Jukka Nikulainen bereitet jedoch einen neuen Vorschlag vor, der auf dem Feedback basiert, das er während des Proposal-Verfahrens erhalten hat.
  • CartoRoute ist ein Projekt von Michelin und OSM Côte d’Ivoire, das darauf abzielt, das Hauptstraßennetz des Landes „Elfenbeinküste“ zu kartieren: Straßenzustand, Oberfläche, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrszeichen, Essbereiche, Hotels und Tankstellen in der Nähe usw. Die Pilotphase hat in der Gemeinde Plateau (Abidjan) begonnen, wo 11 lokale Mapper zwei Tage lang Daten mit OsmAnd gesammelt haben, wie in diesem Twitter Moment beschrieben.
  • Der Tag cycleway:surface wurde bereits über 500 Mal verwendet, aber wurde erst jetzt im OSM Wiki dokumentiert. Der Tag ermöglicht es, nur die Oberfläche des Radweges zu spezifizieren, z.B. für einen Radweg auf einer Straße, bei dem die Oberflächen unterschiedlich beschaffen sind.
  • Die neue Organised Editing Guideline wurde vom Vorstand auf der letzten OSMF-Vorstandsversammlung am 15. November verabschiedet. Die Richtlinie, die von der Data Working Group erstellt wurde, zielt darauf ab, die Dokumentation, Transparenz und die Praktiken für organisierte Mappinginitiativen zu verbessern.
  • Da in Deutschland die Bundestagswahlkreisgrenzen nicht gepflegt und gewartet werden, wird im Forum vorgeschlagen, sie zu löschen. Viele sind dafür, es gibt nur wenig Gegenstimmen.

Community

  • Can Ünen (aka unen), Universitätsdozent in Istanbul, Türkei, ist der neue Mapper des Monats November. Wie üblich hat OSM Belgien ein Hintergrundinterview veröffentlicht.
  • Der südkoreanische Mapper GPIOIPG untersuchte, ob die Namen von Bahnhöfen und Stationen in OSM das Suffix -역(d.h. Station) tragen sollten, obwohl die offiziellen Namen in der Regel das Suffix nicht beinhalten. Anscheinend wird das Suffix normalerweise mit gesprochen und sogar einige Schilder zeigen das Suffix an. In einem Eintrag in seinem Benutzer-Blog schreibt GPIOIPG über das Ergebnis seiner Umfrage, die er im Forum und in der Mailingliste beworben hat, und liefert weitere Hintergrundinformationen.
  • Nakaner hat alle E-Mails aller öffentlichen Mailinglisten auf lists.openstreetmap.org in eine Datenbank geladen. Zwei Einträge in seinem Benutzer-Blog enthalten die Anzahl an Nachrichten pro Jahr und pro Mailingliste und die Liste der aktivsten Autoren.
  • SunCobalt stellte fest, dass kurz vor den Wahlen die Anzahl der OSMF Mitglieder stark ansteigt und visualisiert dies durch eine Grafik. Honi soit, qui mal y pense.

OpenStreetMap Foundation

  • Die offiziellen Manifestos und Antworten zur diesjährigen Vorstandswahl der OSMF wurden jetzt veröffentlicht. Christoph Hormann hat eine Zusammenfassung geschrieben, Paul Norman hat eine Bewertungshilfe erstellt. Es gibt sowohl im Forum als auch auf osmf-talk Diskussionen darüber. Zudem hat das RadioOSM-Team ein Podcast Spezial zur Wahl veröffentlicht. Nakaner schrieb eine sehr ausführliche deutsche Übersetzung. Ein persönliches Statement von Nakaner soll folgen.
  • Die Membership Working Group (MWG) berichtet über ihre Aktivitäten der letzten Zeit. Die MWG ist derzeit mit dem neuen Membership Waiver Fee Programm beschäftigt und befasst sich mit Ländern, die keine geeigneten Geldtransferoptionen zur Zahlung der OSMF-Mitgliedsbeiträge haben. Wie die Wochennotiz und andere OSMF-Arbeitsgruppen ist auch die MWG auf der Suche nach Freiwilligen.
  • Mikel Maron, Vorstandsmitglied der OSMF, kündigte die Einführung von Welcome Mat an. Die Website Welcome Mat wurde gestartet, um externen Organisationen zu helfen, die schwierige Struktur von OSM zu verstehen, zu erklären wie die OSM funktioniert und wie und wo sie sich engagieren können.

Veranstaltungen

  • Das Infoangebot der Veranstaltungsreihe „Wikipedia vor Ort“ in Bremen, wurde im vergangenen Monat für Fragen rund um OpenStreetMap erweitert. OSM-Aktive, die sich über Wikipedia, Wikimedia Commons oder Wikidata informieren möchten, sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen.„Wikipedia vor Ort“ findet seit 2014 alle zwei Wochen dienstags zwischen von 15 bis 17 Uhr im Heimathaus Lesum statt. Dort beantworten erfahrene Wikipedianer Fragen rund um Freies Wissen. Das Angebot ist natürlich kostenlos. Die jeweiligen Termine sind auf der Webseite zu finden.
  • Am 12. Dezember um 19:00 Uhr findet das nächste Maptime Salzburg Treffen im iDEAS:lab in Itzling statt. Es wird vier (englische) Vorträge zu den Themen Git, GDAL, OGR und PostGIS geben.
  • Bis zum 20. Dezember 2018 kann über die Termine für das 5. OSM-Sommercamp, das zusammen mit dem 12. FOSSGIS-Hacking-Event im Mai oder Juni 2019 in Essen stattfinden wird, abgestimmt werden.
  • FOSS4G Italien kündigt den Call for Papers für Workshops der dritten italienischen FOSS4G 2019 an, die vom 20. bis 24. Februar in Padua stattfinden wird.

Humanitarian OSM

  • OpenGovHub veranstaltete am 4. Dezember einen Mapathon mit HOT-Mitgliedern im OpenGov Hub in Washington, DC.
  • HOT liefert ein Update zu dem Microgrants 2018 Programm, das im April 2018 gestartet wurde. Acht Communities erhielten Microgrants, um OSM zu verbessern und die Auswirkungen von Katastrophen zu minimieren.

Karten

  • Der OpenStreetBrowser hat nun eine neue Kategorie unter „Freizeit, Sport und Einkauf“. Laut skunk’s Blogpost umfasst die neue Kategorie „Schwimmen und Baden“ alle Arten von Schwimm- und Badeeinrichtungen und Saunen.

switch2OSM

  • Die französische Suchmaschine Qwant verwendet jetzt OSM Vektordaten, um Suchergebnisse und POI Informationen auf Karten darzustellen.
  • Die Mitfahrzentrale MiFaZ wechselt von Google Maps zu OpenStreetMap. Vorerst kommen nur neue Kunden in den Genuss von aktuellen, trackingfreien Karten. Bestandskunden werden im Laufe der Zeit umgestellt.

Programmierung

  • Die GIScience Research Group der Universität Heidelberg führt einen API-Sandkasten („API Playground“) ein, mit dem man die API des OpenRouteService erkunden kann.
  • Matthias stellt einen Prototyp einer externen Sprachsteuerung für JOSM vor. Das Tool speech2JOSM ist bei GitHub verfügbar.

Releases

  • Eine neue stabile Version von JOSM wurde veröffentlicht. Die Version 18.11 speichert jetzt die Höhe eines jeden Panels auf der rechten Seite wenn JOSM geschlossen wird, macht einen eigenen Buttton für „Download als neue Ebene“ verfügbar und verbessert viele weitere Funktionen. Die auffälligste Änderung ist wahrscheinlich die Behebung der gestörten Darstellung von GPS-Spuren, die durch die Änderung der OSM-Website-API verursacht wurde.

Kennst du schon …

  • …die MapOSMatic-Instanz unter osm-baustelle.de, die kürzlich die Marke von 40.000 gerenderten Karten überschritten hat? Weiterhin berichteten die Macher, dass sie die Funktionalität des Angebots weiter ausbauen und im Dezember Verbesserungen der Benutzeroberfläche und Hyperlink-Unterstützung bei der mehrseitigen PDF-Ausgabe implementieren konnten.
  • … die Nebelkarte der Schweiz? Stefan Keller, Informatikprofessor an der Hochschule für Technik Rapperswil, hat passend zur Jahreszeit eine Karte entwickelt, die zeigt, wie man an grauen, nebligen Novembertagen den Weg zur Sonne findet. Die Website Bluewin.ch beschreibt in einem Artikel die Hintergründe und testet, ob die Karte funktioniert.
  • … den Service kinderkiez.net, mit dem man eine Kinderspielmatte mit einer OSM-basierten Karte erstellen kann? Der Service ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.
  • … die Linkliste, die dir hilft Tags zu finden, wenn du und die Presets deines Editors mit ihrem Latein am Ende sind.

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • [1] In der Schweiz wurde der erste Kontrollpunkt für mobile Geräte aufgestellt (OSM-Link). Der dafür genutzte Grenzstein stand von 1971 bis 1986 an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.
  • Mit seinem OSM-basierten Fußgänger-Routing-App, das nicht nur für Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist, gewann das Unternehmen iXpoint die Baden-Württemberg Challenge der European Satellite Navigation Competition (ESNC) 2018.
  • Gaël Musquet, Gründer und ehemaliger Sprecher des französischen Local Chapters OpenStreetMap France, sowie ein VLC Entwickler wurden mit dem französischen Verdienstorden (Ordre national du Mérite) ausgezeichnet. Er sieht es als Anerkennung für die gesamte Gemeinschaft und die führenden französischen Persönlichkeiten im Bereich Open-Source.
  • Medium.com erläutert, wie ADS-B Positionsdaten von Flugzeugen auf einer OSM-basierten Karte mit Python und der Bibliothek Cartopy darstellt.

Wochenvorschau

Wo Was Wann Land
online PoliMappers Adventures 2018: One mapping quest each day 2018-12-01-2018-12-31 everywhere
Rennes Réunion mensuelle 2018-12-10 france
Lyon Rencontre mensuelle pour tous 2018-12-11 france
Zurich Jubilee Stammtisch Zurich with Fondue 2018-12-11 switzerland
Salzburg Maptime Salzburg 2018-12-12 austria
Mannheim Mannheimer Mapathons – now in Ludwigshafen! 2018-12-12 germany
München Münchner Stammtisch 2018-12-13 germany
Berlin 126. Berlin-Brandenburg Stammtisch 2018-12-14 germany
online via IRC Foundation Annual General Meeting 2018-12-15 everywhere
Bonn Bonner Stammtisch 2018-12-18 germany
Lüneburg Lüneburger Mappertreffen 2018-12-18 germany
Reutti Stammtisch Ulmer Alb 2018-12-18 germany
Rennes Recensement des panneaux publicitaires 2018-12-23 france
Leipzig OpenStreetMap assembly 2018-12-27-2018-12-30 germany
Düsseldorf Stammtisch 2018-12-28 germany
Dresden Stammtisch Dresden 2019-01-03 germany
Heidelberg State of the Map 2019 (international conference) 2019-09-21-2019-09-23 germany

Hinweis:
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Diese Wochennotiz wurde erstellt von Map-Peter, Nakaner, Peda, Rogehm, SunCobalt, bjoern_m, derFred, geologist.