AddressHunter


Auf dem diesjährigen WhereCampEU in Berlin wurde von Skobbler eine Vorabversion des Spiels AddressHunter vorgestellt. Das Ziel des Spiels ist es, in OpenStreetMap fehlende Adressen ausfindig zu machen und in die OSM Datenbank einzufügen.

Das Spiel

Das Spiel basiert auf drei Grundlagen; einer Datenbank mit in OSM fehlenden Adressen, einer App für Smartphones und dem tatsächlichen Spiel, bei dem die fehlende Adresse physisch aufgesucht und ein Photo gemacht werden muss.

Mit der App kann man sowohl im Einzelspielermodus als auch im Mehrspielermodus gegen andere Teams aktiv sein. Zu Beginn wird ein Radius um den eigenen Standort und die Zahl der zu suchenden Adressen festgelegt. Ziel ist es die gesuchten Adressen so schnell wie möglich zu finden und als Beweis, dass die Adresse tatsächlich vor Ort gefunden wurde, ein Photo von dieser zu machen. Im Einzelspieler Modus werden die erreichten Punkte dem eigenen Punktekonto gutgeschrieben und man kann seine Position in der Bestenliste verbessern. Wird gegen andere Gruppen gespielt, hat die Gruppe mit den meisten Punkten gewonnen, sobald alle gesuchten Adressen gefunden wurden. Ist eine Adresse gefunden, kann sie nicht mehr von einer anderen Gruppe gefunden werden.

Um das Spiel unter realen Bedingungen zu testen, stellte Skobbler auf dem WhereCampEU fünf iPhones mit AdressHunter zur Verfügung. Die Aufgabe war 15 Adressen in einem Umkreis von 500 m zu finden. Nachdem sich die Teams gebildet hatten, mussten sie selbstständig soviele Adresse wie möglich als erste erfassen. Wir brauchten für 8 Adressen ca. 20 Minuten und unser Team hatte damit die meisten Adressen gefunden. Im Anschluss gab es für die Gewinner einen kleinen Preis.

 

Fazit

Skobbler hat mit AdressHunter einen unterhaltsame Methode gefunden, um Adressdaten der OSM Datenbank hinzuzufügen. Die Einstiegshürde wurde extra niedrig gehalten, damit auch Menschen, denen die klassischen OSM Editoren zu kompliziert sind, Daten zu OpenStreetMap beitragen können.

AddressHunter soll im September zur State of the Map in Denver erscheinen. Das Spiel wird kostenlos sein und setzt ein iPhone voraus.


Kategorie: Uncategorized

  1. kerosin

    Sehr coole Idee. Hoffentlich wird es auch eine Android-Variante geben.

  2. Hi, danke für den Artikel Olaf!

    Mich würde folgendes genauer interessieren: “Das Spiel basiert auf drei Grundlagen; einer Datenbank mit in OSM fehlenden Adressen …” -> woher kommt den diese Datenbank mit in OSM *fehlenden* Adressen?

    Danke&Viele Grüße
    pascal

    • Oliver

      Hallo Pascal,

      die eigentliche Idee ist, mit einer Häufigkeitsverteilung von fehlenden Adressen zu arbeiten: in einem Geocoder werden die Adressen gesammelt, die von Nutzern angefragt werden, aber nicht gefunden werden. Somit würden in das Spiel die Adressen entsprechend der “Priorität” einfleissen. Das könnte man beispielsweise aus Nominatum ziehen.

      Gruß
      Oliver

    • Hi Oliver,
      danke für die Antwort!

      viele gruesse
      pascal

  3. kerosin

    Naja bis zu einem gewissen Grad ließe sich das ohne weitere Daten umsetzen:
    Beispiel: Hausnummer 1,2,9 sind vorhanden. Alle Daten kleiner 9 die nicht in der Menge [1,2] enthalten sind, müssten fehlen (zumindest in der Theorie).

    Schwierig gestalten sich allerdings die Grenzen. Ist die Nummerierung tatsächlich bei 9 am Ende (bzw. gibt es größere Hausnummern)? Oder wird sich nicht an dem Maximalwert der Eintragungen ortientiert? Was ist mit Unterteilungen von Hausnummern wie 2a, 2c, werden diese überhaupt berücksichtigt?
    Technische Details würden mich auch interessieren.
    Lg kerosin

    • da hast du schon Recht, es wäre dann aber in einem gewissen Maße eher ein “raten” von Hausnummern …

      Vielleicht wäre es besser ein Layer in einer App anzuzeigen, welches a) einfach vorhandene Hausnummern aus OSM visualisiert und b) beispielsweise Gebäude aus OSM wo die Hausnummer fehlt markiert. Da kann man auch rein visuell vorgehen. Also Vor-Ort die Karte mit Realität vergleichen und dabei dann Punkte in einem Spiel vergeben 🙂

      viele gruesse
      pascal

    • kerosin

      Also auf dem Screenshot kann man schonmal erkennen, dass Hausnummern aus OSM angezeigt werden (wenn auch schlecht, warum zeigt man das in einer so kleinen Auflösung? :o)

    • Oliver

      Hallo Pascal,

      sehr interessante Idee. Reiche ich intern weiter…

      Gruß
      Oliver

  4. Olaf

    Die geringe Auflösung der Screenshots hat technische Gründe.

  5. TEL

    Schöne Idee. Aber ohne Android-Version kann ich nichts damit anfangen.

  6. Bernd

    Idee finde ich auch cool, aber eine Android-Version ist ein MUSS.
    In meinen Bekanntenkreis haben mittlerweile mehr Leute ein Android-Phone als ein iPhone.

  7. Hilde73

    Funktioniert das Game bei jemanden ?
    Ich komme unter iOS5 mit dem iPhone4 bis zu der Stelle wo ich Foto machen soll.
    Wenn ich auf den Button drücke startet die Kamera nicht.
    Mach ich was falsch ?

    • Ich nehme an, du hast das Spiel als Webapp genutzt, also nicht aus dem AppStore oder via iTunes installiert?
      Webapps können AFAIK unter iOS nicht auf die Kamera zugreifen, das können nur installierte Apps. Daher geht das hier vermutlich nicht.

  8. Hilde73

    Ich habe die Webapp benutzt. Das ist richtig. Ich konnte aber auch keine Addresshunter App im Appstore finden. Wenn Du den Link posten würdest wäre das sehr hilfreich. Danke im Voraus