Wochennotiz Nr. 349

21.03.2017-27.03.2017

    Gruppenfoto FOSSGIS 2017

    Gruppenfoto der Teilnehmer der FOSSGIS-Konferenz 2017 1 | Bild von Stefan Schröder unter CC-BY-SA 3.0

Mapping

  • Auf der FOSSGIS wurde der Schutz persönlicher Daten bei OSM diskutiert. Frederik Ramm fasst im Forum und auf der Mailingliste Talk-de relevante Punkte zusammen und stößt damit eine Diskussion an. Viele persönlich zuordenbare Informationen, etwa Aktivitäten von Mappern, sind derzeit noch vollkommen offen sichtbar.

  • Die Abstimmung über ein neues Tag amenity=courier läuft jetzt bis zum 07. April.

  • Martijn van Exel arbeitet an einem monatlichen Newsletter für MapRoulette. Lies hier die März-Ausgabe.

  • Der Idee, OSM-Notes nach Maps.Me hochzuladen, folgend (wir berichteten) hat Noémie Lehuby nun für alle Bushaltestellen ohne Namen in und um Paris ein Datenfile erstellt (fr).

  • Telenavs bezahlte Mapper verärgern mal wieder die kanadische Community durch uninformiertes Sesselmapping von Abbiegebeschränkungen.

  • Benutzer nebulon42 macht darauf aufmerksam, dass das (längst als veraltet erklärte) landuse=farm in OSM-Carto demnächst nicht mehr gerendert wird. Wer sich jetzt daran machen will, in seiner Gegend solche Altlasten auszumerzen, wird in wambachers NoFarm-Map eine wertvolle Hilfe finden.

  • Martin Koppenhoefer erklärt, wo bzw wie das Zentrum von Berlin definiert ist, nachdem er sich erst kürzlich die Historie des Stadtzentrums von Rom angeschaut hat.

Community

  • Harald Hartmann fragt im Forum, ob es bei OSM mehr „Gamification“ geben sollte, beispielsweise in Form von virtuellen Auszeichnungen und Belohnungen.

  • Die Folien zum Vortrag von Christian Mayer & Marc Jansen zu GeoExt3 sind online.

  • Carlos F. Castillo aka kaxtillo leitet eine Pfadfindergruppe unter dem Namen ScoutMappers in Popayán, Kolumbien. Seine Pfadfinder sollen dazu befähigt werden, nützliche Werkzeuge in Notfällen zu kennen und anzuwenden, um dann auch Daten mit Rettungskräften zu teilen. Die Gruppe aus Popayán wird ihre Erfahrungen aus den vergangenen sechs Jahren auf REME veröffentlichen, um ihr Wissen mit allen Pfadfindern weltweit zu teilen. Auch eine gute Tat!

  • In OpenStreetMap gibt es laut spanischem OSM viele gemappte Labyrinthe.

OpenStreetMap Foundation

  • Die Mitgliederversammlung des FOSSGIS e.V. hat am 23. März dem Vorstand das Mandat erteilt, mit der OSMF ein Local Chapter Agreement abzuschließen, das sich an der Mustervereinbarung orientiert. Das Protokoll der Versammlung ist online. (PDF)

  • In Belgien befindet sich derzeit ein lokaler OSM-Verein in Gründung. Die Satzung wird derzeit noch ausgearbeitet.

Veranstaltungen

  • [1] Tobias hat einen Artikel zur FOSSGIS 2017 geschrieben, der die tolle Konferenz nochmal gut zusammenfasst.

  • Alle Mitschnitte zur FOSSGIS in Passau sind jetzt auf Youtube zu sehen.

  • Die FOSSGIS bot natürlich auch wieder ein OSM-Quiz an. Konnte Nakaner seine Krone aus dem Vorjahr verteidigen? Schaut selbst und ratet mit.

  • Die Organisatoren der FOSS4G-Konferenz 2018 in Dar es Salaam, Tanzania, suchen ein Logo und haben dazu einen Wettbewerb gestartet.

  • Die diesjährige State of the Map Konferenz findet in Aizu-Wakamatsu, Japan statt. Bitte denkt daran, dass Vorschläge für das Programm (Vorträge oder Workshops) eingereicht werden können. Die Frist für die Einreichung ist Sonntag, 2. April 2017.

  • Vincent de Château-Thierry bittet auf der der Mailingliste Talk-fr darum, Beiträge zur SotM France einzureichen. Die SotM France findet vom 02. bis zum 04. Juni in Avignon statt.

Humanitarian OSM

  • HOT betreibt gerade eine Weiterentwicklung des Export-Tools und startet dazu einen Community-Chat in ihrem Slack #export-too Kanal am Donnerstag, dem 30. März um 15:00 Uhr UTC.

  • Kate Chapman erklärt die Wichtigkeit von Open-Source-Software und den Bedarf an Entwicklern für humanitäre Zwecke.

  • Joost Schouppe sucht Prüfer für HOT-Aufgaben nach der erfolgreichen Mapping-Party mit 300 Mitarbeitern in 7 Universitäten.

  • Russel Deffner hat eine erste Aufgabe zur Bekämpfung der Malaria in Zimbabwe im Tasking-Manager veröffentlicht.

switch2OSM

Programme

  • Die Positions-App OsMo nutzt jetzt Mapzen-Vektortiles für ihre Kartendarstellung.

  • OsmAnd bietet die kostenpflichtige App derzeit mit einem fünfzigprozentigen Rabatt an.

Programmierung

  • Lukas Martinelli, einer der beiden Köpfe hinter OSM2Vectortiles, arbeitet seit einigen Wochen bei Mapbox. Warten wir ab, wie sich das auf OpenMapTiles und Maputnik auswirken wird.

Releases

Weitere Themen mit Geo-Bezug

  • Der Web-Entwickler und Künstler Hans Hack hat eine Karte erstellt, die die Zerstörung Aleppos auf Berlin oder London überträgt.

  • Die National Library of Scotland in Edinburgh hat eine mehr als 300 Jahre alte Karte des Amsterdamer Kupferstechers Gerald Valck restauriert. Die Karte aus Leinen wurde von Bauarbeitern 2007 in einem Fußboden unter Holzbohlen gefunden.

  • Das Falk Tiger Pro Outdoor-Navi erhält eine erweiterte OSM-basierte Grundkarte und eine neue routingfähige Premiumkarte.

  • Wie Heise Online berichtet, wurde in der Wikipedia ein großer IP-Bereich gleich für drei Monate gesperrt. Dieser Bereich gehört Österreichs größtem Provider. Ob der erzielte Nutzen dabei wirklich im Verhältnis zum erzeugten Frust steht?

  • Londoner Forscher haben herausgefunden, dass die Nutzung von Navigationsgeräten einen deutlichen Einfluss auf die Hirnaktivität hat.

Wochenvorschau

Diese Wochennotiz wurde erstellt von hakuch, Michael Reichert, Peda, Polyglot, rogehm, Spec80, Manfred Reiter, kreuzschnabel, vsandre, Walter Nordmann.

Wochennotizteam

  • Das Wochennotizteam sucht Dich, ja DICH als Mitarbeiter. Die Wochennotiz erscheint mit 52 Ausgaben pro Jahr z. Zt. in neun Sprachen, unabhängig von Urlaubszeit oder Feiertagen. Dazu brauchen wir ein starkes Team. Deshalb würden wir uns über Deine helfende Hand freuen.
  • Vielfältige Aufgaben warten: Links aus dem OSM-Umfeld sammeln und bewerten, Artikel schreiben, übersetzen und korrigieren, Bilder aufbereiten, und das alles in einem engagiert diskutierenden internationalen Team.
  • Sende uns eine Mail mit Deinem OSM-Namen, damit wir Dich in unser Redaktionssystem aufnehmen können. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich auch im Wiki eintragen.

Kategorie: Wochennotiz

  1. blutsauger

    Servus!
    Könnt ihr bitte das Gruppenbild der FOSSGIS noch auf die Originalgröße verlinken?

    Danke –
    Alex

    • Peda

      Dieses Bild hatte glaube ich Katja gemacht bzw. mit dem Logo versehen daher weiß ich nicht genau welches das Originalbild dazu ist. Ich habe allerdings noch eine kleine Bildergalerie gebastelt die hoffentlich die nächsten Tage auf der Konferenzhomepage erscheinen wird. Da gibt es dann “alle” Bilder.

    • wo es doch gleich danach um Privatspäre geht ist es vielleicht besser, die Identität der Leute auflösungsbedingt im Unklaren zu lassen 😉

  2. Zur Sperrung von IP-Adressen bei der Wikipedia: OpenStreetMap hat noch nie erlaubt, ohne Account etwas zu bearbeiten. (Selbst bei Wheelmap & Co. werden die Änderungen ja einem Account zugeordnet.) Und das ist gut so. Änderungen von IP-Adressen sind überwiegend Vandalismus und die Wikipedia täte gut daran, die Bearbeitungsmöglichkeit ohne Account komplett abzuschaffen.

    So oder so ist es merkwürdig, wenn diese Sperrung gerade von Seiten OpenStreetMaps kritisiert wird, da OpenStreetMap eben noch nie Änderungen ohne Account erlaubt hat.

    • Peda

      Irgendwie ein Tu-quoque-Argument oder? Wenn ich keine anonymen Änderungen will, dann sollte ich sie nicht anbieten bzw. verbieten.

      Im übrigen hatte OpenStreetMap in der Vergangenheit durchaus sowas wie anonyme Änderungen, so dass noch heute Daten in den Planetfiles sind die keinem User/User-ID zugeordnet sind.

    • @Peda Danke für den Hinweis bzgl. OSM.

      Ansonsten scheinen die Auswirkungen dieser Sperre ja doch etwas schlimmer zu sein. Laut folgendem Wiki-Artikel können die betroffenen IP-Adressen zumindest auch keine neuen Accounts anlegen. Ob Bearbeiten für sie auch mit Account gesperrt ist (laut Heise-Artikel ja nicht, aber der erwähnt ja obiges auch nicht), ist mir nicht klar.

      https://www.mediawiki.org/wiki/Help:Range_blocks

      Wie ich schon schrieb wäre ich sehr dafür, das Bearbeiten der Wikipedia ohne Account komplett zu unterbinden. Das verschwendet nur die Zeit der Sichter, die den ganzen Vandalismus von (mutmaßlich) Schülern wieder rückgängig machen müssen.

      Die Wikipedia hat dabei aber wie an so vielen Ecken aber das Problem ihres großen Erfolgs. Für solch große Änderungen findet man kaum eine Mehrheit unter den Aktiven. Schon so offensichtlich sinnvolle Verbesserungen wie der Visual Editor werden da gerne mal abgelehnt.

  3. “Viele persönlich zuordenbare Informationen, etwa Aktivitäten von Mappern, sind derzeit noch vollkommen offen sichtbar.” M.E. ist das gut so und sollte auch so bleiben. Euer Satz suggeriert, dass das bald anders werden wird.

    Ihr müsst einfach so viele Sachen eintragen die Euch gar nicht interessieren, so dass Ihr ausreichend vom Eigentlichen ablenkt 😉

    Was kann man denn aus Pascals hdyc ablesen? Wo man sein Aktivitätszentrum hat? Ist das evtl. ein Problem? Vor wem will man sich schützen? Die OSMF hat in der Vergangenheit schon mehrfach klargestellt, dass sie bei formaler Anfrage mit den Behörden kooperieren würden, und die britischen Autoritäten haben auch schon mehrfach gezeigt, dass sie nicht zimperlich sind (sowohl was die erst nachträgliche Legalisierung von Überwachung angeht, als auch z.B. die Durchsuchung und Zerstörung von Computerinfrastruktur des Guardian). Wenn es geht, mehr Schutz der Privatspäre einzubauen, ohne dass andere Aspekte des Projekts darunter leiden (z.B. Verfolgen von Vandalismus und Disruptionstrollen), dann warum nicht (Schutz vor der Obrigkeit geht damit vermutlich schwer, aber man könnte zumindest schonmal die Firmen aussperren), ggf. als opt-in oder parallel (z.B. 2 Klassen von Beitragenden: Menschen und anonyme Hinweisgeber), aber bitte nicht auf Kosten des Projekts, es ist so schon schwer genug, Vandalen zu finden und zu stoppen.